Archiv: Juli 2014

Hürdenlauf für Künstler

10.07.2014 Diskussion, Projekt Highlights, Showroom Marktkarree, Texte zur Kunst 1 Kommentar

Eine Projektidee von Helmut und Pepe, umgesetzt von Pepe.

Die hier im Bild gezeigte Installation berührt eine der grundlegenden Fragen eines jeden Menschen, der Kunst schaffen möchte: Ist es Kunst, Kunsthandwerk oder gar Kitsch, was ich da mache? An dieser Stelle waren sich die fremde Stücke spielenden Musiker in unserer Gruppe zunächst schnell einig und sahen sich selbst als „musikalische Handwerker“.

Hürden fürs Karree

Das „Rohmaterial“ für die Installation

Aufgebauten Hürden fürs M;arktkarree

Die aufgebaute Installation im Marktkarree, der Hürdenlauf eines jeden Künstlers

Aber sind sie das wirklich, wenn sie gut interpretieren und eigene Ideen einfließen lassen? Wann wird aus einem Musikanten ein Musiker? Eine Frage, die Musiker für sich selbst beantworten müssten. Und wo hört in der bildenden Kunst das Handwerk auf und wo beginnt sie, die Kunst? Ein kleiner Teil der Maler würde schon Dürers Feldhasen als einen Ausdruck höchster Kunst anführen. Dürer selbst jedoch fertigte das kleine Bild, welches heute in der Albertina in Wien in einem Durchgang ausgestellt wird, um damit seine Fähigkeiten unter Beweis zu stellen. Er selbst also wäre bezüglich seiner kleinen Malerei mutmaßlich von exzellentem Kunsthandwerk ausgegangen, einzig hergestellt, um in einer Aktentasche transportiert, potentielle Auftraggeber von seinem Talent zu überzeugen. Insoweit verwundert es nicht, dass der größere Teil in unserer Gruppe zumindest ein Sprengen kunsthandwerklicher Fesseln und eine eigenständige Verwirklichung künstlerischer Ideen für erforderlich hält. Dem steht allerdings, oft nicht recht nachvollziehbar, eine erhebliche Wertschätzung für das eigene Werk nicht entgegen.

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Die Falter Kunstmühlen

10.07.2014 Maler und Ausstellungen, Showroom Marktkarree, Texte zur Kunst 2 Kommentare

Nudelhölzer umgestaltet zu Kunstmühlen im Rahmen des Projekts Kunst statt Leerstand

Idee: Pepe; Umsetzung des Konzeptes: Reinhard; Nudelhölzer-Gestaltung: Künstlergruppe Falter

Falter Kunstmühlen

Falter Kunstmühlen

Die zu einem Gesamtkunstwerk umfunktionierten Nudelhölzer symbolisieren zum Einen mit dem jeweils persönlich gestalteten Teigroller die Individualität eines jeden beteiligten Künstlers, zum Anderen in ihrer Gesamtheit den Zusammenschluss der Beteiligten zu einer Interessengemeinschaft. Gleich große Rollen versinnbildlichen ein basisdemokratisches Zusammenwirken Aller, ob bildende Künstler, Musiker oder Literaten. Dass die Teighölzer tibetischen Gebetsmühlen nachempfunden und von diesen inspiriert sind, zeigt das mühevolle Ringen in einem oft zermürbenden Kulturbetrieb auf. Auf den Kopf gedreht, verdeutlichen die beiden Gestelle jedoch mit dann darunter liegenden Rollen, dass große Projekte, auf viele Schultern verteilt, erfolgreich ins Rollen gebracht werden können.