Archiv: Mai 2015

Crossover – Die Mottenmodelle

21.05.2015 Autoren und Bücher, Diskussion, Maler und Ausstellungen, Projekt Highlights, Showroom Marktkarree, Texte zur Kunst Keine Kommentare

Die Gruppe bedauerte mein Tun vor ca. zehn Jahren, als sie von der Vernichtung meiner früheren Mottenmodelle erfuhr. Sie erbat sich ein neues Modell des von mir vermuteten „Versunkenen Schlosses“. Zugleich sollte das Ganze fotografisch begleitet und bildlich zu einem Crossover aufbereitet werden. Ein schriftstellerisches Crossover liegt bereits seit langem mit dem Buch „Die Sage(n) vom versunkenen Schloss“ vor. Nach einigem Zögern willigte ich ein und fertigte ein neues Modell auf fast 2 mal 2 Metern Grundfläche. Inzwischen erstrahlt es in voller Pracht und hält einige Besonderheiten bereit. So ist etwa am erkennbaren Aufbau der mutmaßliche Grund des Untergangs nachvollziehbar. Zudem erfreuen viele weitere Details nicht nur Kinderherzen. Einige ausführlichere Anmerkungen finden Sie übrigens am Modell selbst sowie zusätzlich auf meiner Webseite zur Stadtgeschichte „ritter-pitter.de“.

Das mutmaßliche, "versunkene Schloss" im Modell

Das mutmaßliche, „versunkene Schloss“ im Modell

So ein richtiges „Crossover“ war indes das Mottenmodell des versunkenen Schlosses in meinen Augen nicht. Ich wollte zusätzlich metaphysische Überlegungen und damit mein gesamtes schriftstellerisches Werk in ein solches Modell einfließen lassen. Da wir derzeit in einer Gemeinschaftsvitrine auf jeweils 50 mal 50 Zentimetern Grundfläche kreisrund gestaltete Objekte zu einer Gesamtschau vereinen (ähnlich den Falter-Nudelhölzern), kam mir der Gedanke eine „Yin & Yang“-Motte zu fertigen. Ein Bild finden Sie in der „Gallery“ nachfolgend, Erläuterungen zum Projekt auf meiner Webseite „forum-freie-mystik.de“.

Der Beitrag im Lokalkompass

1 Jahr „Kunst statt Leerstand“

16.05.2015 Falter-Geschichte, Musiker und Konzerte, Projekt Highlights, Showroom Marktkarree Keine Kommentare

Die langen Worte, nämlich die Rede zum 1-jährigen Jubiläum der Aktion „Kunst statt Leerstand“ (gehalten vom Gründer der Gruppe Claus-Peter Peters) findet Ihr / finden Sie nun hier: Rede zum Einjährigen

Da das Resümee zu einem Festtag kurz und knapp ausfallen soll, habe ich die Rede von dieser Seite „verlegt“. Ohnehin ernüchterndes Ergebnis: Das „Festtagsgesülz“ war eine undankbare Aktion, denn der Aufwand war groß und das Echo gering (erst wird eingefordert und dann hört keiner zu). Viel spannender erschien dem Publikum ganz offenbar die Band. Es gab sich nämlich die Gruppe „Pete Hummings & His Machine Screw“ oder besser gesagt: „Peter Plattke & Friends“ (einstens „Breitengrad“) die Ehre, sodass nach Singer-Songwriterin „Franzi Rockxx“ und der Cover-Band „Friday Nights“ (Ex-„Starfighter“) in unserem Showroom wieder einmal Live-Musik geboten wurde. Ein mutiger Schritt für die Herren, nach Jahren der Bühnenabstinenz wieder einmal aufzutreten – und das, ohne groß zu proben. Nichtsdestotrotz war die Vorstellung Klasse, die Herren wurden von Song zu Song besser. Als schließlich als besonderer Ehrengast gegen 15 Uhr Ex-Kellerkino-Wirt, Schauspieler, Entertainer, Eventmanager und Sänger „Coco Teuber“ erschien, bewies der in Begleitung von Peter & Band, dass er stimmlich noch immer einiges drauf hat. So wurde es mit Bildern, Fotos, Skulpturen, Gesprächen und Musik alles in allem eine gelungene Veranstaltung, die noch lange im Gedächtnis bleiben wird. Daher von meiner Seite an dieser Stelle nochmals herzlichen Dank an die Musiker. Am Rande notiert, soll es denen selbst, so ist inzwischen zu vernehmen, derart Spaß bereitet haben, dass künftig wieder häufiger Auftritte zu erwarten sind. Wenn dies zuträfe, hätte es mit der Veranstaltung eine Win-Win-Situation für alle gegeben, nämlich Zuhörer, Vernissage-Besucher und Musiker zugleich. So hoffen wir, in Kürze wieder Lokalmatador (und Falter-Gründungsmitglied) „Peter Plattke“ mit Band in unseren Hallen begrüßen zu dürfen.

Nachfolgend übrigens die Bilder zur Veranstaltung:

Rede zum Einjährigen

15.05.2015 Das Grüne Sofa, Falter-Geschichte, Maler und Ausstellungen, Projekt Highlights, Showroom Marktkarree Keine Kommentare


Meine Damen und Herren, liebe Freunde der Kultur!

Zunächst einmal darf ich Sie alle / Euch alle im Namen der „IG-KLM“, der „Interessengemeinschaft Kunst Literatur Musik“, mit weiterem Namen „Künstlergruppe Falter“ in den heiligen Hallen des Marktkarrees recht herzlich willkommen heißen. Wir sind heute zusammen gekommen, um bereits das erste Jubiläum der Aktion „Kunst statt Leerstand“ zu feiern. Für viele wäre es übrigens inzwischen kaum noch vorstellbar, dass wir nicht mehr gemeinsam Ausstellungen und Aktionen machen würden. So sehr hat sich die Teamarbeit der „Falter-Leute“ mittlerweile in den Köpfen der Beteiligten verfestigt. Die „IG-KLM“ hat damit eine Erfolgsstory hingelegt, die ihresgleichen sucht. Selbstredend hätte das Alles ohne die Stadt Langenfeld nicht funktionieren können. Deshalb sei an dieser Stelle ausdrücklich unserem Mentor, Herrn Jan Zimmermann, aber auch den Verantwortlichen im Marktkarree, hier zuvorderst Herrn Mazanneck, für ihre Unterstützung gedankt. Eine solche Überlassung von 1a – Ladenlokalen für eine „Kunst statt Leerstand“ – Aktion ist nämlich keineswegs selbstverständlich.

Begonnen hat alles im Mai 2014 in zunächst vier Lokalen mit nur sieben Leuten, nachdem uns eine Autorin sowie ein vielseitiger Künstler verließen und wir einen Kollegen aus Hilden schließlich bitten mussten, der Aktion fernzubleiben. Doch schon kurz später wurden die Abgänge ersetzt, sodass die Gruppe inzwischen 20 ständig aktive sowie 10-15 sporadisch aktive Mitglieder zählt. Insoweit hat die Aktion auch der Gruppe an sich genutzt, die sich andererseits mit 1a – Ausstellungen revanchiert. Die verlangen von den Beteiligten immer wieder ein zielgerichtetes Arbeiten unter den jeweiligen Mottos, haben jedoch unterdessen ebenso zu einer Qualitätssteigerung der Mitglieder der Gruppe geführt. Wenn ich einmal zu meiner Person rekapitulieren darf, hat mir zu Beginn eine Trilogie meines Gesamtwerks durchaus gereicht. Im Gegenteil, ohne dieses fertige Werk hätte ich die Gruppe erst gar nicht gegründet. Stattdessen hat die Gruppe mich nun dazu gepuscht, zunächst einen DIN-A 4 Bildband über die Stadt sowie ein Kompendium meines Gesamtwerks herauszugeben. Im Anschluss hat sie mich dazu getrieben, aus der Trilogie mit weiteren Texten eine Tetralogie zu erstellen und daneben vier neue Werke aus dem Boden zu stampfen, so unter anderem einen Band mit Kurzgeschichten und 15 kurzen Krimis aus Langenfeld. Dass ich daneben noch ein Mottenmodell fertige, Fotos präsentiere und auch sonst ordentlich Blödsinn anstelle, sei einmal nur am Rande notiert. Falls jemand also wissen möchte, ob ich die Gruppe leite oder die Gruppe mich führt, die Antwort ist offensichtlich.

Doch ebenso haben die meisten der beteiligten Maler, Musiker, Autoren, Fotografen und Bildhauer von der Gemeinsamkeit profitiert. Da mag ein jeder einmal für sich überlegen, wo er ohne die Gruppe und ohne die Herausforderungen mit ständig neuen Ausstellungen und Aktionen denn stände. Mit fug und recht darf man deshalb die Aktion „Kunst statt Leerstand“, für unsere Gruppe im Übrigen eine Idee des Malers Peter Pietralzcyk, sowohl für die Stadt als auch gleichfalls für die beteiligten Künstler als einen „Zugewinn Ohnegleichen“ bezeichnen. Und wenn ich mir ansehe, dass die eher im Elfenbeinturm beheimatete Künstlervereinigung inzwischen die Jugendmusikschule für gemeinsame Aktionen (oder die Rock AG für gemeinsame Plakate) ins Boot holt, dürfen wir uns über die von uns ausgehenden Ideen zum „Crossover“ im Besonderen freuen.

„Crossover“, nicht nur der tiefe Beweggrund unserer gemeinsamen Aktionen, sondern anlässlich unseres einjährigen „Kunst statt Leerstand“-Jubiläums auch der Titel der aktuellen Ausstellung mit Malerei, Bildhauerei, Modelbau, kinetischen Objekten, Fotografie und Literatur. Der „Sagenhaft“ funktionierte Umzug mit der Ausstellung „Märchenhaft“ aus dem Erdgeschoss des Karrees hatte uns zwar vor Probleme gestellt, doch sind wir mittlerweile in unserem neuen Domizil angekommen und haben uns der Herausforderung des neuen Lokals mit Bravour gestellt. Denn wenn ich das Feedback der Besucher richtig deute, freut man sich mit uns über nicht nur das Wachsen der Ausstellungsfläche von ehemals 160 qm auf nur 400 qm, sondern zugleich über die neue Vielseitigkeit der Ausstellungen sowie die Möglichkeiten, die sich der Gruppe nunmehr bieten. Bleibt mir, an dieser Stelle den Wunsch zu äußern, dass uns dieses schöne Lokal noch möglichst lange erhalten bleiben möge.

Zugleich möchte ich hier die Gelegenheit nutzen, auf unser einjähriges Engagement in den Rheinischen Kliniken verweisen zu dürfen. Die Klinikleitung hat sich nämlich ob unserer Qualität drei Ausstellungen in 2015 von uns erbeten, deren erste „Vier Elemente“ am Monatsende auslaufen wird. Die folgende Ausstellung ist bereits in Planung und wird über die Presse rechtzeitig angekündigt werden. Öffnungszeiten dort im Hauptgebäude sind die üblichen Bürozeiten von Montags bis Freitags. Nicht verschwiegen sei des Weiteren unser „Grünes Sofa“ im Haus Arndt, dass neben aller Arbeit mit „Kunst statt Leerstand“ aus der Taufe gehoben wurde. Soeben feierten im kleinen Saal unter dem Dach des Gasthauses 33 Zuhörer das erste Buch „Symphonie in Moll“ unseres ältesten Mitgliedes Annemarie Nigge. Bliebe zu guter letzt noch der Hinweis auf die Veranstaltung am nächsten Samstag hier im Karree. Mit einer kleinen Feier wird die Fertigstellung des Mottenmodells begangen werden, welches in nur kurzen fünfzehn Tagen entstanden sein und deshalb den würdigen Rahmen für die Vorstellung der Stadtkrimis unter dem Titel „Kurze Fuffzehn“ bieten wird. Drei Krimis werden dazu gelesen, nämlich „Der Tote im versunkenen Schloss“, welcher in eben dieser Burg von unserer Welt scheiden muss, „Der Tote im Further Moor“ sowie der „Der Tote auf Haus Graven“. Beginn der Sonder-Veranstaltung in der Reihe „Das Grüne Sofa“ wird gegen 14 Uhr 30 sein und alle Interessenten sind herzlich willkommen. Derzeit wird das Buch von Helmut Dunkel vorbereitet, der mit dem Musiker Peter Plattke zu den Gründungsmitgliedern der „IG-KLM“ gehörte. Und damit darf ich an den Musiker Peter Plattke übergeben, der unsere kleine Veranstaltung heute musikalisch untermalen wird. Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit.

Das Bild im Lokalkompass

Kunst und Geschichte zum Anfassen

06.05.2015 Allgemeine Themen, Maler und Ausstellungen, Presse-Infos, Showroom Marktkarree Keine Kommentare

Elke Strate schrieb den Pressetext, den Sie nachfolgend finden.

Eine Kunstvorführung und dazu Modellbau – Eine Ausstellung zum Mitmachen für Jung und Alt. Erleben Sie mit wie Bilder mit unterschiedlichen Strukturen und Collagen entstehen. Die Künstler Peter Pietralczyk und Elke Andrea Strate zeigen Ihnen wie es geht. Gearbeitet wird mit Marmormehl, Baumaterial, Sand, Pigmenten, Beizen, Öl und Acryl. Wichtig dabei sind die Freude am Experimentieren und eine gewisse Neugier wie die verwendeten Materialien miteinander und beim Trocknungsprozess reagieren. Wir pusten, schütten, streuen, lassen laufen und folgen unseren inneren Impulsen und Inspirationen. Bei der Collage, die eine Brücke zwischen Zwei- und Dreidimensionalität ist, arbeiten wir verschiedene Materialien (Stoffe, Zeitungsausschnitte usw.) in unsere Bilder ein und werden diese mit Struktur und Malerei verbinden.
Die Künstler der IG-KLM „Falter“ laden Sie ein an diesem spannenden Entstehungsprozess am Samstag, den 09.Mai 2015 teilzuhaben. Die Vorführungen finden in der Zeit von 12.30 Uhr bis 15.30 Uhr statt.
Doch wir bieten nicht nur Kunst zum Anfassen, sondern auch lebendige Geschichte. Der Initiator der Künstlergruppe Falter Claus-Peter Peters entwirft das Modell einer mittelalterlichen Turmhügelburg, einer sogenannten „Motte“. Ihn inspirieren insbesondere die Bodenzeichnungen, die lokalhistorisch interessierte als „Das versunkene Schloss“ bezeichnen. Hierfür hat er die mutmaßlich ehemalige Burganlage vermessen und baut diese mit Gips und Holz nach. Motten finden wir im Übrigen in Langenfeld noch in der Nähe der Wasserburg Haus Graven, nämlich die Motte Schwanenmühle sowie am Blockbach, die Motte Flachenhof. Eine dritte wird im Bereich des AWO-Altenheims vermutet und war wohl Vorgängerin von Gut Langfort.
Des Weiteren präsentieren Jonas Bohr und Peter Pietralczyk ihr erstes Gemeinschaftsprojekt, das „Pendulum“. Basierend auf physikalischen Prinzipien entstand hierbei eine freihängende Installation auf 4 Metern Länge. Anhand 36 frei schwingender Kugeln zeigt sich hier das immer wiederkehrende Wechselspiel zwischen Chaos und Ordnung. Besucher können die Installation selbstständig in Gang setzten. Neben dem Pendulum finden sich in der Ausstellung noch weitere kinetische Objekte von Jonas Bohr. Inspiriert durch Künstler, wie Theo Jansen und Reuben Margolin zeigen seine Werke, wie Zahnräder ineinander greifen und somit komplexe Gebilde eindrucksvoll in Bewegung setzen.
Wir freuen uns, wenn Sie den Weg zu uns nach oben finden. Es lohnt sich. Weitere Aktionen dieser Art sind in Planung.

Öffnungszeiten:
Di – Fr: 17.00 Uhr bis 19.00 Uhr
Sa: 12.00 Uhr – 16.00 Uhr