Archiv: November 2015

Showroom MarktKarree: Eiszeit bei den Faltern

22.11.2015 Maler und Ausstellungen, Presse-Infos, Showroom Marktkarree Keine Kommentare

Bei der Künstlergruppe Falter jagt eine Aktion die nächste. Nach zahlreichen Ausstellungen (9) dieses Jahr und dem Großereignis KittyCon haben 15 Künstler noch einmal zu Pinsel, Farbe und Fotoapparat gegriffen und Bilder zum Thema Eiszeit entstehen lassen. Mit dieser Ausstellung beschließen die FALTER das Jahr 2015 und begrüßen damit gleichzeitig das Jahr 2016. Die Ausstellung wird am Samstag, den 28.November 2015 in der Zeit von 12:00 – 16:00 im 1. OG des Markt Karrees Langenfeld eröffnet.

Einladungskarte zur Ausstellung Eiszeit

Die großen und kleinen Eiszeiten haben unsere Welt gestaltet. Alles, die Topographie, Pflanzen und Tierwelt und uns selbst. So wurde z.B. das Becken des Bodensees wesentlich während der Würm-Eiszeit durch den aus dem alpinen Rheintal austretenden Rheingletscher geformt. Der Genfer See wurde sogar durch Alpengletscher mehrerer Eiszeiten ausgehobelt. Unser Winter ist die kleinste aller Eiszeiten aber er wirkt heftig auf die Natur und das Gemüt. Sind eventuell die vorherrschenden kalten Farben dieser Jahreszeit verantwortlich für unsere Stimmung und uns ein Gefühl auch von innerer Kälte vermitteln? Künstler arbeiten Winter wie Sommer aber vielleicht haben die Winterbilder die Wärme des Sommers gespeichert und nutzen die Mystik des kommenden Frühlings. Unsere irdischen Eiszeiten sind nichts gegen die kosmische Kälte, die die Fantasie des Weltraums belebt. Aber auch die Eiszeiten und Frühlingsausbrüche zwischen Menschen, ihre Beziehungs-schwankungen sind tragende Themen von Literatur und Kunst. Falter überleben den Winter, die Eiszeit, in ihren Puppen. Der Frühling wird sie dann neu mit Puppenspielen zeigen.

Selbst, der für seine farbenfrohen Bilder und Tierfiguren bekannte Künstler Otmar Alt hat sich mit dem Thema Eiszeit auseinander gesetzt. Dass sich so einer für die Archäologie des Eiszeitalters interessiert war neu. Das Ergebnis seiner künstlerischen Zeitreise war 2007 auf Schloss Monrepos im Museum für die Archäologie des Eiszeitalters zu sehen ist.

Auf anregende Diskussionen zu ihrer Umsetzung des Themas „Eiszeit“ freuen sich die 15 Künstler Eddi Bächer, Alice Breuckmann, Helga Dooremanns Berg, Helga Elisabeth, Sybille Falke, Reinhard Frotscher, Uschi Gehrling, Ilona Heller, Monika Hüttenbügel, Heide Kaiser, Sylvia Knust-Schubert, Herbert Marschlich, Claus-Peter Peters, Elke Andrea Strate und Rainer Wendorf.

Die Ausstellung kann vom 28.11.2015 – 06.02.2016 besucht werden. Öffnungszeiten: Di – Fr 17 – 19 Uhr und Sa 12 – 16 Uhr

Offener Brief zu den Anschlägen in Paris vom 13.11.2015

14.11.2015 Allgemeine Themen, Diskussion, Falter und Welt 1 Kommentar

Nachdem am 7. Januar 2015 das Attentat auf die Redaktion von Charlie Hebdo verübt worden war, bei dem direkt 11 Menschen starben (im Umfeld mit dem Supermarktüberfall, den Morden an zwei Polizisten sowie drei Tätern insgesamt 20 Menschen), wurden wir als „Künstlergruppe Falter“ aufgefordert, zu den Ereignissen Stellung zu beziehen. Wir taten es nicht, weil wir eine vorwiegend unpolitische Gruppe von überwiegend ambitionierten Hobbymalern, – fotografen, -musikern und -autoren, daneben einigen Semiprofis und wenigen Profis sind, denen die Kunst näher steht als die vermaledeite Politik. Bei der neuerlichen Anschlagsserie von Paris, bei der nach bisherigen Schätzungen 130 Menschen starben und die mit sechs Tatorten eine neue Dimension aufzeigte, möchte ich dennoch unser Schweigen als Sprecher der Gruppe, mit einer – ausdrücklich sehr persönlichen – Stellungnahme aufbrechen.

Ohne hier mit den Kollegen Rücksprache gehalten zu haben, gehe ich sicher nicht fehl, die Anschläge als einen barbarischen Akt zu verurteilen. Für eine Künstlergruppe, in der ein jeder mit Sprache um Kunst und Kultur ringt und in der sich ein jeder auf seine Weise künstlerisch mit der Welt auseinandersetzt, ist Terror kein Mittel des Ausdrucks. Für die Gruppe Falter verurteile ich daher alle terroristischen Anschläge und möchte zugleich den Angehörigen der Opfer unser Mitgefühl aussprechen.

Darüber hinaus stellt sich mir in diesem Zusammenhang allerdings die Frage, wie sich die Welt dieses Terrorismus’ erwehren könnte. Wer ernsthaft glaubt, von Terroristen in deren Krieg hineingezogen, diesen mit militärischen Mitteln lösen zu können, der irrt, wie das Beispiel Afghanistan zeigt. Und wer einer Anschlagsserie, wie der in den USA vom 11. September 2001 oder der neuerlichen von Paris, westliche Werte entgegensetzen will, erntet auf Seiten der Täter sicherlich nur ein Lachen. Dazu wird man ihn fragen, wessen Werte das denn seien und woher diese stammen. Und wenn man antwortet: „Es sind unsere christlichen Werte, dazu erkämpfte Werte in der französischen Revolution und im amerikanischen Bürgerkrieg“, wird sich das Lachen der Täter nur vergrößern. Dann werden Sie erkennen müssen, dass wir dem Wahnsinn keine grundsätzlichen Werte oder gar eine Werte-Überlegenheit entgegensetzen können. Das Morden wird von der anderen Seite deshalb auch wahrgenommen als der Kampf zweier Lager auf Augenhöhe, einem nur scheinbaren zudem, denn dem dortigen Propheten gehöre als dem Siegel der Propheten die wertegemäße Alleinführerschaft.

Was also bitte wollen Sie tun, um dem Wahnsinn ein Ende zu setzen: Wollen Sie kämpfen bis zum letzten Atemzug? Die westlichen Werte verteidigen bis der letzte Christ blutüberströmt im Kampf zusammenbricht? Oder zuvor gemeinsam mit Russland mit MIG’s und F-16 den nahen Osten mit Bomben, zur Not mit Atombomben zuschmeißen? Die Idioten von dort sind doch längst hier und haben ihre Verbohrtheit in unsere Gesellschaften getragen. Konvertiten sind überdeutlicher Beleg für die schwindende Akzeptanz des Christentums und eine vorgebliche Überlegenheit der dortigen Glaubenslehre.

Nein Freunde, auf dieser Ebene lösen wir den Konflikt in 1000 Jahren nicht. Das Einzige, das bleibt, wäre, die Glaubenslehren auf deren Grundstrukturen zurückzuführen, nämlich zu erklären, woher diese stammen. Es wäre zu erläutern, wie sie in das Spannungsfeld zwischen Mystik und Schamanentum gehören und dass sie eine zeitgeschichtliche Erscheinung waren, gedacht, der Menschheit schneller zu mehr Erkenntnissen und mehr Wohlstand für alle zu verhelfen. Dazu wäre zu erläutern, wie in den Lehren aus göttlicher Selbsterkenntnis, also aus dem Wissen um die eigene göttliche Aufnahme heraus, in unzulässiger Verallgemeinerung die Glaubenssysteme erwuchsen. Natürlich wäre ebenso dazulegen, wie aus schamanischen Séancen Kenntnisse über die Welt sowie Heilwissen zusammengetragen wurden, zu einer Zeit, als es noch keine Wissenschaften gab. Danach könnte man die Religionen auflösen und dazu die – selbstredend außerhalb des Christentums geschöpften – Menschenrechte zu einem Grundpfeiler einer neuen Welt-Gesellschaft werden lassen. Man könnte den Menschen zudem erklären – denn das fasziniert sie ja an Religion – wie sie für ihr eigenes Seelenheil Einsichten erlangen und sich den Eintritt in das Himmelreich verdienen können. Man kann sie überdies lehren, wie sie nicht nur Schöpfer ihrer eigenen Religion werden, sondern zugleich in Toleranz mit ihren Mitmenschen leben können. Denn nur das ist es, was uns am Ende dazu verhelfen wird, die unseligen Kämpfe um die Vormachtstellung irgendeines Propheten zu überwinden.

 

 

Das „Grüne Sofa“ – Mörderische Geständnisse mit Auszeichnung

02.11.2015 Allgemeine Themen, Autoren und Bücher, Das Grüne Sofa, Presse-Infos Keine Kommentare

Regina Schleheck beim Grünen Sofa ind Haus ArndtDas 16. „Grüne-Sofa“ in Haus Arndt wird wieder mörderisch. Am Dienstag, den 10. November 2015 ab 19.30 Uhr, gibt es Krimi-Kost der besonderen Art.
Wer Regina Schlehecks „Mörderische Geständnisse“ auf dem „Grünen Sofa“ erleben will, sollte sich wappnen. Die Leverkusener Autorin, Oberstudienrätin und fünffache Mutter gibt Einblicke in die Abgründe der menschlichen Seele – schonungslos, bitterböse und schwarzhumorig. Ihre Kurzgeschichten wurden vielfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem renommiertesten deutschsprachigen Krimipreis, dem Friedrich-Glauser. Also nicht verpassen und natürlich weitersagen.

Das GRÜNE SOFA ist eine Veranstaltungsreihe der Künstlergruppe Falter (www.ig-klm.de) in Zusammenarbeit mit Haus Arndt und der Stadt Langenfeld. Einlass ist 19.00 Uhr, Beginn gegen 19.30 Uhr, der Eintritt ist frei.