Archiv: Dezember 2015

Neue Künstlerpartnerschaft

16.12.2015 Allgemeine Themen, Falter und Welt, Maler und Ausstellungen, Presse-Infos, Projekt Highlights Keine Kommentare

Die erste Bestückung der kleinsten Galerie in LA Downtown

Die erste Bestückung der kleinsten Galerie in LA Downtown

Am 16.12.2015 eröffnete die „Künstlergruppe Falter“ eine Minigalerie in den Räumlichkeiten der Langenfelder Rockkneipe „Flohmarkt“. Alex Wolfart, Wirt und zugleich Drummer der Punkrock-Band „Massendefekt“ hatte dem Zusammenschluss von Malern, Bildhauern, Autoren und Musikern die Möglichkeit dazu eingeräumt. Nun werden parallel zu den Ausstellungen im Marktkarree Bilder der Gruppe auch im „Flohmarkt“ gezeigt. „Bislang kommen schon viele Fohmarkt-Gäste ins Karree“, so Peters, der sich jetzt noch mehr Zuspruch eines jüngeren und kunstinteressierten Publikums erhofft. Alex Wolfart stand als Musiker den Ideen der „Künstlergruppe Falter“ von Anfang an positiv gegenüber. „Für mich war es keine Frage,“ so Wolfart, „als der Wunsch und das Konzept an mich herangetragen wurden, der Gruppe den Platz zur Verfügung zu stellen.“ Die erste Kunstpräsentation, die nun eingeweiht wurde, weist allerdings nicht auf die laufende Ausstellung „Eiszeit“ hin, sondern hat bereits das „Puppentheater“ zum Thema. Künftig sollen allerdings beide Flächen (Karreee und „Flohmarkt“) gleichzeitig unter dem jeweiligen Motto bespielt werden. Interessierte können jetzt damit auch außerhalb der Öffnungszeiten des Marktkarrees Falter-Originalkunst genießen. Die im „Flohmarkt“ ausgestellten Exponate können dazu selbstredend erworben werden. Künstler und Kontaktdaten finden sich jeweils neben den Kunstwerken. Die Preise sind dann Verhandlungssache zwischen den Kaufinteressenten und den Künstlern. Das nachfolgende Bild zeigt den Sprecher der Gruppe, Claus-Peter Peters, zusammen mit dem Wirt des „Flohmarkts“, Alex Wolfart, bei der Einweihung der Minigalerie (Fotos: Reinhard Frotscher).

Peters und Wolfart prosten sich auf den Erfolg zu

Peters und Wolfart begießen ihren Erfolg mit einem Bier

Um den Wert von Sprache

02.12.2015 Allgemeine Themen, Autoren und Bücher, Diskussion, Texte zur Kunst 1 Kommentar

und die Vorzüge des Englischen

Gestern wurde nach einem Regeltreffen – wieder einmal – die Diskussion um den Wert von Sprache geführt. Die eine Partei hielt die deutsche Sprache für die genaueste der Welt und führte dazu unter anderem ins Feld, dass philosophische Texte noch heute teils dort mit deutschen Fachausdrücken versehen werden, wo es in anderen Sprachen an einer exakten Begrifflichkeit hapere.

Dem stand unversöhnlich die Auffassung entgegen, dass man jeden Satz so interpretieren könne, dass verschiedene Sichtweisen und Sinndeutungen möglich seien. In diesem Zusammenhang wurde ein Sprachwissenschaftler angeführt, dem ein Satz gelang, der je nach Betonung mit gleich 7 unterschiedlichen Inhalten aufwarten kann. Dieses „Sprachkunstwerk“ sei schließlich der Beweis, so der weitere Vortrag, mit Recht die Möglichkeit einer jeden sprachlichen Festlegung auszuschließen. Die Ansicht kumulierte in der Aussage, Sprache eigne sich nur dann als Kommunikationsmedium unter zwei Menschen, wenn sie einander sähen. Und selbst in diesem Fällern komme es ja bekanntermaßen noch zu Missverständnissen. Zu allem Überfluss sei die deutsche Sprache mittlerweile untauglich geworden, alle bekanten Lebenssachverhalte aufzuzeigen. Ganz anders dagegen die englische, die eine um 500% größere Vielfalt an Begriffen kenne.

Mir stand zu der obskuren Auseinandersetzung mit einem Male der Satz im Kopf: „Prinzessin High rettet die Welt mit Blow-Jobs“. Dies ist ein zugegeben denglischer Satz, denn der recht neue Begriff „Blow-Job“ wurde ins Deutsche übernommen. Das macht in diesem Fall sogar Sinn, denn würde man statt des englischen „Blow-Job“ das deutsche Wort „blasen“ verwenden, würde die Mehrdeutigkeit des Begriffes „blasen“ offenbar (lassen wir das englische Wort “blow“ einmal dahinstehen). Es wird nämlich nicht sofort erkennbar, ob das Verb „blasen“ oder das Substantiv „Blasen“ gemeint ist bzw. verwendet wurde. Wenn ich andererseits formuliert hätte, „Prinzessin High rettet die Welt mit Blasen“, hätte dennoch jeder Erwachsene gewusst, was gemeint ist. Nicht zu verschweigen, ist natürlich der Nutzen einer solchen Mehrdeutigkeit: Wenn man nämlich im Falle eines Falles die Neugierde eines zufällig lauschenden Kindes mit Seifenblasen oder kochend heißend Erbsen befriedigen kann.

Doch lassen wir den Unsinn außen vor, wegen möglicher Mehrdeutungen ganz auf Sprache zu verzichten (denn darauf liefe es hinaus): Es bleibt die Einsicht, dass die deutsche Sprache als Wissenschaftssprache seit dem Zweiten Weltkrieg gegenüber dem Englischen an Wert eingebüßt hat. So werden heutzutage viele wissenschaftliche Werke in englischer Sprache abgefasst, statt wie einst in deutscher. Viele neue Sachverhalte waren und sind damit nun im Englischen zu umschreiben, dazu Begrifflichkeiten neu zu schöpfen, die inzwischen dank Wissenschaften, Werbung, Computer etc. auch unsere Alltagssprache bereichern. Zudem haben Autoren und Filmemacher, die im englischen Sprachraum lange nicht so eingeschnürt werden wie im deutschen, an der Fortentwicklung von Sprache gearbeitet. In Mitteleuropa hat man sich dagegen, das muss man zugestehen, stattdessen mehr um die Rechtschreibung oder Grammatikregeln bemüht.

Dennoch sehe ich darin mehr Vorteile für das Deutsche, denn in einer sich rasch aufblähenden Sprache wie dem Englischen wird es schwierig, den Überblick zu behalten. Selbst die findigsten Köpfe werden bald wegen endlicher Möglichkeiten der Sprachschöpfung nur noch Begriffe kreieren, die in mehreren Disziplinen und dort jeweils anders verstanden oder verwendet werden (und damit eine neue Mehrdeutigkeit auslösen). Für mich macht es wegen des mittlerweile gewaltigen Wissens der Menschheit ohnehin keinen Sinn, nur eine Sprache für alles zu verwenden, zu diesem Zweck das eigene Kommunikationsmedium für viele neue Felder zur Verfügung zu stellen (und damit zu verhunzen). Besehen wir uns noch einmal das Deutsche: Uns genügt die Beschränkung auf die „Nischen“ Philosophie und Mystik. Mit unserer, nicht im großen Fokus stehenden Sprache können wir, wo es nötig wird, diese dann behutsam mit Fremdwörtern bereichern. Ein tolles Beispiel bietet der obige Ausspruch, wo wir uns für eben das Alltägliche und Banale der englischen Begrifflichkeit bedienen können: „Prinzessin High rettet die Welt mit Blow-Jobs“. Selbstredend müssen wir uns um die Wahrheit dieses Spruchs nicht streiten, denn Prinzessin High ist bekanntermaßen tot und mit Blow-Jobs rettet allenfalls eine Pulp-Fiction-Heldin wie Kitty Moan unser Universum.

Das „Grüne Sofa“: Kabarett aus der Region mit B&B Menopause

01.12.2015 Allgemeine Themen, Autoren und Bücher, Das Grüne Sofa, Presse-Infos Keine Kommentare

BuB-Plakat-SofaBeim Dezember-Sofa am 8.12.2015 ab 19.30 Uhr in Haus Arndt gibt es statt der üblichen Lesung waschechtes Kabarett. „Geschüttelt und berührt!“ ist das Premieren-Programm von „B&B Menopause“, die sich wortgewandt mit den Tücken des Alltags, dem allseits beliebten Handywahn und als Mittfünfzigerinnen mit den „Freuden“ des Klimakteriums auseinandersetzen. Geschüttelt von Hitzewallungen und berührt von den Stimmungsschwankungen der zweiten Pubertät, präsentieren die Langenfelderin Brigitte Schürkämper und Birgit Sahler aus Haan als spitzzüngiges Duo ein Programm mit Witz und Tiefgang, ganz so wie Kabarett sein soll. Das wird ein Spaß, also weitersagen und hinkommen … Die Plätze sind begrenzt, der Eintritt wie immer frei.

Das GRÜNE SOFA ist eine Veranstaltungsreihe der Künstlergruppe Falter (www.ig-klm.de) in Zusammenarbeit mit Haus Arndt und der Stadt Langenfeld. Einlass ist 19.00 Uhr, Beginn gegen 19.30 Uhr, der Eintritt ist frei.