Archiv: September 2016

Parforceritt Falter-Installation 2016

30.09.2016 Metaphysik-Literatur-Installation, Projekt Highlights Keine Kommentare

Kapitel 14: Parforceritt Falter-Installation 2016

Das Kapitel 12 der großen Falter-Installation im Jahr 2016 listet die Beiträge der Dokumentation und bietet unter dem Titel Parforceritt Falter-Installation 2016 eine Übersicht mit Inhaltsverzeichnis.

Die Klarspiegel der Installation

„Ich liebe mich“, damit sollte es losgehen – tut es aber meist nicht.

Hinweis: Die einzelnen Kapitel der Installation können von hier angesteuert werden. Sie werden jeweils in einem neuen Browserfenster angezeigt. Wer andererseits das erste Kapitel geöffnet hat und sich bis zum letzten durchlesen möchte, kann jeweils am Seitenende die nächste Dokumentation anklicken. Er bleibt in einem Browserfenster und muss folglich zu guter Letzt nur zwei Fenster schließen.

Die rechts nebenstehende Installation mit drei Klarspiegeln und den Bezeichnungen „Ich liebe mich“ ist natürlich bereits ein kleines „Teufelswerk“. Mir ist selbstredend noch aus eigener Erfahrung bekannt, dass ich mich vor dem Prozess gar nicht leiden mochte. Wenn ich in den Spiegel sah, hätte ich dem Kerl da drin am Liebsten eins auf die Fresse gehauen. Aber Herrschaften, das ist alles positiv und gehört dazu. Und deshalb eben kommt man sich in seinem Spiegelbild so vor, wie im zweiten Teil (unten) der Spiegelinstallation: Man sieht klar, dass man sich selbst nicht kennt – oder man sieht ganz klar, dass man nicht klar sieht. Alles verstanden? – Nun denn.

Das klare Bild des eigenen Selbst

Maßloses Erstaunen – das bin ich? – Ja, das klare Bild der eigenen Seele…

Kapitel 1 – Die Metaphysik in Goethes Faust
Hat eine Einleitung zum Werden und zur Intention der Installation zum Inhalt.

Kapitel 2 – Die Metaphysik-Literatur-Installation
Es werden die Abschnitte der Installation vorgestellt und deren bedeutung erläutert.

Kapitel 3 – Goethe als Schamane
Zitate aus dem Faust I und Erläuterungen dazu zeigen Goethe aus schamanischem Wege, bis er umkehrt.

Kapitel 4 – Goethe als Mystiker
Zitate aus dem Faust Teil II mit erklärungen weisen ihn nun als Mystiker aus.

Kapitel 5 – Gott und Teufel, Himmel und Erde
Zum Bildnis des Göttlichen, zu Gottesbildern, zur „Unperson“ des Teufels und zu der Möglichkeit, über die von Gott geborene, eigene Seele auf die große göttliche Seele zurückzuschließen.

Kapitel 6 – Hesse und Nietzsche zu Goethe
Der große Metaphysiker Goethe im Urteil zweier Kollegen.

Kapitel 7 – Die Nietzsche-Zarathustra-Installation
Bild und Texte der Installation und deren Bedeutung im Kontext zur Metaphysik-Literatur-Installation.

Kapitel 8 – Zarathustra und Zoroastrismus
Wer war Zarathustra und was sein Weltbild? Wie gelangte er zur Weisheit?

Kapitel 9 – Nietzsche-Vorbild-Zarathustra
Wie und warum der Prophet Zarathustra dem deutschen Philosophen Friedrich Nietzsche zum Vorbild werden konnte.

Kapitel 10: Goethes „Das Märchen“
Goethe äußert sich über Kollegen, versteckt und über solche aus der zukunft, weil er dazu mit einer hochgestellten Persönlichkeit aus der Zeitlosigkeit in Kontakt stand.

Kapitel 11 – Bilder, Skulptur und die Sage vom Weissenstein
Die Bilderinstallation und deren Bedeutung sowie die Skulptur vom schwarzen Stein in Bezug auf die Sage um den Stein der Weisen – äh – natürlich den Weissenstein.

Kapitel 12 – Die Sterntaler – Grimms Märchen
Als Zugabe gibt es aus den Grimmschen Märchen „Die Sterntaler“ mit einer kurzen Interpretation. Schließlich handelt es sich hier um Mystik vom Feinsten.

Kapitel 13 – Das Ende der Religionen – Eine neue Zeit beginnt.
Nach Betrachtung aller metaphysischen Ansätze gilt: Das Ende der Religionen ! Ein neues Zeitalter beginnt.

Kapitel 14 – Parforceritt Falter-Installation 2016
Eine Inhaltsübersicht mit Gedanken zu den Kapiteln. (Hier fehlt die Möglichkeit zum Klick, denn – Du bist schon da.)

Das Ende der Religionen

29.09.2016 Metaphysik-Literatur-Installation Keine Kommentare

Kapitel 13: Das Ende der Religionen

Das Kapiel 13 gipfelt nach Betrachtung aller metaphysischen Ansätze in dem Postulat: Das Ende der Religionen ! Ein neues Zeitalter beginnt. Denn was könnte es Schöneres geben, als das Ende aller Glaubenslehren, weil die Menschen erkennen, dass sie irregeleitet wurden? Was könnte es Interessanteres geben, als an das Wissen der großen Mystiker herangeführt zu werden?

Die großen Mystiker in einem ersten Überblick:

Hermes Trismegistos (erster Philosoph und Religionsstifter) postulierte: Es könne immer nur einen Macher geben, sprich, einen großen Mystiker. Das bedeutet im Umkehrschluss:

Nur Mystiker bewegen die Welt.

Zarathustra (Philosoph und Religionsstifter) bot insbesondere seine Schriften zur Erkenntnis. Somit:

Religion führt nicht in den Himmel (sondern die eigenen Mühen).

Friedrich Nietzsche (deutscher Philosoph und Dichter) hieß seinen Gott (seine Seele) und sein Gottesbild sterben, bedeutet:

(Der alte) Gott ist (wirklich) tot.

Johann Wolfgang von Goethe (deutscher Dichter) verpackte Leben im Wilhelm Meister in die Wirrungen einer Theatergruppe, meinte:

Das Leben hier ist ein Theater. Und in „Das Märchen“ verpackte er ein Rätsel, bedeutet:

Das Ende der Religionen. Es kommt eine neue Zeit!

Zu den Herren im Einzelnen:

Zarathustra – Philosoph und Religionsstifter

Zarathustra litt um seine „Kindheitswunder“ – heute heißen sie Schlüsselerlebnisse – und wurde weise.

Sein Leidensfeuer inspirierte seine Anhänger. Wer nicht leiden konnte, betete deshalb das Feuer an.

Er kannte beide Wege, Mystik und Schamanentum. Seine Lehre richtete sich zudem auf den guten und den bösen Geist, den guten Ahura Mazda und den bösen Ahrimann.

Seine Anhänger nahmen darob Dualität in ihre Religion auf, als Gut und Böse. Sie legten dann fest, was Gut und was Böse sei.

Merke: Religion kann das reine Missverständnis eines Weges zur Weisheit sein – und führt daher selbst nie zur Weisheit ! Deshalb: Religion führt nicht in den Himmel.

Friedrich Nietzsche und Zarathustra

Nietzsche wurde auf drei Wegen ein Weiser: Durch Bildung, sodann (Goethe folgend) als Schamane und schließlich als Mystiker (wie eben auch Zarathustra).

Beide Wege sind nur durch einen Seelenentscheid voneinander getrennt. Wer die schöne Frau in sich tötet, verbleibt (so Hesse im „Steppenwolf“) im Magischen Theater. Also: Man bleibt Schamane und kommt nicht in den Himmel.

Nietzsche lernte weiter wie Goethe und wie Hafis kennen, dass man sich durch ein Seelenopfer göttliche Aufnahme verdient. Da die Seele von Gott geboren wird, heißt „Seele = tot“ sogleich „Gott = tot“. Das hat nichts mit Gottlosigkeit im herkömmlichen Sinne gemein. Merke: Nietzsche war nicht Atheist, nicht Nihilist, sondern Mystiker und postulierte: Der alte Gott ist wirklich tot !

Hermes Trismegistos und die Religion des alten Ägypten

Erster Philosoph und Religionsstifter der Menschheitsgeschichte (noch vor Zarathustra) war Hermes Trismegistos, der altägyptische Gott „Thot“.

Er wusste um die Herkunft der Seele, kannte das Seelenopfer und hat wohl mit der Geschichte um Isis und Osiris die Religion des alten Ägypten nach vorne getrieben: Seth tötete Osiris und zerstückelte dessen Körper. Isis sammelte die Stücke ein, fügte sie zusammen und gebar, nachdem sie Osiris zu einem letzten Geschlechtsakt bewegte, den Knaben Horus.

Die Zerstückelung der Seele ist das Seelenopfer, der Entscheid, die männliche Seele zu opfern, der (siehe Hesse) Seelenentscheid. Besieht man sich die Isis-Mysterien, findet man erneut den unver-standenen Leidensprozess (siehe Zarathustra). Daher merke: Nur Mystiker bewegen die Welt !

Das Ende der Religionen - Ein neues Zeitalter

Goethe erhob bereits den Abgesang auf die Glaubenslehren

Goethe – der „Erfinder des Kunstmärchens“

Goethe ist mit der Dichtung „Faust“ zum Lehrmeister großer Dichter und Denker geworden. Er nannte den „Faust“ selbst sein Hauptgeschäft. Seine „Kindheitswunder“ finden sich im „Wilhelm Meister“, eingebettet in die Geschichte um eine Theatergruppe. Also frei nach Goethe: Das Leben hier ist ein (Schmieren-) Theater.

Weil Goethe Informationen aus der Ewigkeit bezog, konnte er sich zur Zukunft äußern. Seine Weisheiten dazu legte er in „Das Märchen“ dar. Es war ein Rätsel, das merkten seine Mitmenschen gleich. Heute können wir es lösen, weil alle großen Mystiker „durch“ sind. Die Quintessenz: Das Ende der Religionen ! und Es kommt eine neue Zeit !

Dazu Goethe selbst, nämlich über das Märchen: „Es ist zugleich bedeutend und deutungslos.“ (Letzteres war es für seine Zeitgenossen.)

Ein Auszug, über den viel gerätselt wurde, den man wohl erst versteht, wenn man weiß, um was es geht: Das Ende der Religionen !

„Wie dem auch sei“, sagte die Schlange, „der Tempel ist erbauet.“ – „Er steht aber noch nicht am Flusse,“ versetzte die Schöne. „Noch ruht er in den Tiefen der Erde“, sagte die Schlange, „ich habe die Könige gesehen und gesprochen.“ Aber wann werden Sie aufstehn?“ fragte Lilie. Die Schlange versetzte: „Ich hörte die großen Worte im Tempel ertönen:

Das Ende der Religionen

Am Ende erhebt sich ein Tempel

>Es ist an der Zeit<.“

Nachdem sich der Tempel verwandelt und aus der Erde aufgestiegen war, erschien das Volk. Weiter im Text: „…und das Volk zerstreute sich in dem Tempel, seine Neugierde zu befriedigen. Es betrachtete die drei aufrecht stehenden Könige mit Staunen und Ehrfurcht, aber es war desto begieriger zu wissen, was unter dem Teppiche in der vierten Nische für ein Klumpen verborgen sein möchte; denn, wer es auch gewesen sein mochte, wohlmeinende Bescheidenheit hatte eine prächtige Decke über den zusammengesunkenen König hingebreitet, die kein Auge zu durchdringen vermag und keine Hand wagen darf, wegzuheben.

… Unvermutet fielen Goldstücke, wie aus der Luft, klingend auf die marmornen Platten, die nächsten Wanderer stürzten darüber her, um sich ihrer zu bemächtigen,… Man begreift wohl, dass die abziehenden Irrlichter sich nochmals eine Lust machten und das Gold aus den Gliedern des zusammengesunkenen Königs auf eine lustige Weise vergeudeten… Endlich verlief es sich allmählich, zog seine Straße, und bis auf den heutigen Tag ist der Tempel der besuchteste auf der ganzen Erde.“

(Zu den Goldstücken siehe das Märchen „Die Sterntaler“, zu den Königen die Dokumentation.)

Kapitel 14 beendet die Dokumentation zur „Metaphysik-Literatur-Installation“ und deren Erweiterung um die „Nietzsche-Zarathustra-Installation“, zeigt zugleich noch einmal die Inhaltsübersicht, mit der Sie sich innerhalb der Dokumentation bewegen können. Und falls Ihnen der Vortrag und Bilder gefallen, besuchen Sie uns im Marktkarree in Langenfeld, wo diese Installation noch bis Ende Januar 2017 gezeigt wird. Auch danach sind Sie in den Räumlichkeiten der Künstlergrupee Falter jederzeit herzlich willkommen.

Die Sterntaler – Grimms Märchen

29.09.2016 Metaphysik-Literatur-Installation Keine Kommentare

Kapitel 12: Die Sterntaler – Grimms Märchen

Das Kapitel 12 behandelt beispielhaft das Märchen „Die Sterntaler“ von den Brüdern Grimm. Der Text stammt von der Webseite: „http://www.grimmstories.com/de/grimm_maerchen/die_sterntaler“. Und wo wir gerade dabei sind, gleich noch die Wikipedia-Empfehlung zur Angabe des Fundortes des Bildes: „Von Ludwig Richter – http://www.planet-wissen.de/politik_geschichte/wirtschaft_und_finanzen/gold/mythen_und_legenden.jsp, Gemeinfrei, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=17380258.“ Nach soviel geistreicher Vorrede zu Text und Interpretation des Märchens:

Es war einmal ein kleines Mädchen, dem war Vater und Mutter gestorben, und es war so arm, dass es kein Kämmerchen mehr hatte, darin zu wohnen, und kein Bettchen mehr hatte, darin zu schlafen, und endlich gar nichts mehr als die Klei-der auf dem Leib und ein Stückchen Brot in der Hand, das ihm ein mitleidiges Herz geschenkt hatte. Es war aber gut und fromm. Und weil es so von aller Welt verlassen war, ging es im Vertrauen auf den lieben Gott hinaus ins Feld.

Da begegnete ihm ein armer Mann, der sprach: „Ach, gib mir etwas zu essen, ich bin so hungrig.“ Es reichte ihm das ganze Stückchen Brot und sagte: „Gott segne dir’s,“ und ging weiter. Da kam ein Kind, das jammerte und sprach: „Es friert mich so an meinem Kopfe, schenk mir etwas, womit ich ihn bedecken kann.“ Da tat es seine Mütze ab und gab sie ihm. Und als es noch eine Weile gegangen war, kam wieder ein Kind und hatte kein Leibchen an und fror: da gab es ihm seins; und noch weiter, da bat eins um ein Röcklein, das gab es auch von sich hin. Endlich gelangte es in einen Wald, und es war schon dunkel geworden, da kam noch eins und bat um ein Hemdlein, und das fromme Mädchen dachte: „Es ist dunkle Nacht, da sieht dich niemand, du kannst wohl dein Hemd weggeben,“ und zog das Hemd ab und gab es auch noch hin.

Und wie es so stand und gar nichts mehr hatte, fielen auf einmal die Sterne vom Himmel, und waren lauter blanke Taler; und ob es gleich sein Hemdlein weggegeben, so hatte es ein neues an, und das war vom allerfeinsten Linnen. Da sammelte es sich die Taler hinein und war reich für sein Lebtag.

Sterntaler-Märchen - das Bild wurde in Wikipedia gefunden

Sterntaler-Märchen, das Bild wurde in Wikipedia gefunden

Erläuterung: Das Märchen berichtet von einem Schlüsselerlebnis (Zarathustra sprach von „Kindheitswunder“), nämlich dem Tod des letzten verbliebenen Elternteils. Damit fehlt der Ernährer, weshalb sich das Kind ganz in Gottes Hand begeben muss.

In dem nun beginnenden Prozess – insoweit verlässt das Märchen die reine Lebenswirklichkeit, ohne sie allerdings wirklich aufzugeben – ist Nahrung nicht vonnöten, den Gott kümmert sich um das verlassene Menschenkind. Im Zuge des Fortschreitens gibt das Kind dann seine Kleidung her. Im übertragenen Sinne sind das die Belastungen in den Schlüsselerlebnissen, in den „Kindheits-wundern“. Letztere werden übrigens auch Knotenpunkte des Lebens genannt, weil es Erlebnisse aus Begegnungen mit Menschen sind, Knoten von Lebens-wegen der Menschen untereinander, die belasten. Am Ende erhält das Kind für seinen Prozess, der mit großer innerer Hitze verbunden ist, Weisheit geschenkt. Die innere Hitze ist der – selbstredend vorgebliche – Grund, warum es ohne Kleidung auskommt. Mithin: Seelenentwicklung, die in Weisheit einmündet, ist das, was der Mensch ins Jenseits mitnehmen kann. Daher symbolisiert das himmschliche Gewand, ein übertragenenes Totenhemdchen, die Eintrittskarte ins Paradies, welches – das Kind lebt ja noch – ihm für das Ende des Lebens verheißen wird. Deshalb postulierte Goethe am Ende des Faust: „Jungfrau, Mutter, Königin, bleibe gnädig.“

Randnotiz: Das Märchen selbst nennt Sterntaler, die deshalb nicht golden, sondern eigentlich silbern sein müssten, denn Sterne leuchten weiß. Silber ist im Übrigen in der Heraldik das Synonym für Weisheit. Und dann „passt es wieder“.

Das Kapitel 13 beendet die Installation mit den Texten, die auf den Schwingen des Falters zu finden sind und dem Ausruf: Das Ende der Religionen. Ein neue Zeit beginnt !

Bilder, Skulptur und Weissenstein

28.09.2016 Metaphysik-Literatur-Installation Keine Kommentare

Kapitel 11: Bilder, Skulptur und Weissenstein

Das Kapitel 11 beschreibt und erläutert die Bilderinstallation, die Skulptur zur Pilgerfahrt sowie die Sage(n) vom Weissenstein in Langenfeld.

Bilder, Skulptur und Weissenstein

Die Bilder der Installation, im Hintergrund der schwarze Stein

Zunächst einmal gewährt das nebenstehende Bild eine Übersicht über die, der bildenden Kunst zuzurechnenden Teilinstallation, der „Metaphysik-Literatur-Installation“. Sinn der Bilder ist es, die Interessierten zu Überlegungen hinsichtlich ihrer Glaubensvorstellungen zu bewegen. Das Kreuz steht Kopf, wie es auch bei antichristianischen Bildern gezeigt wird. Zugleich wird der lange Teil des Kreuzes wieder aufgelöst, weil sich seine Bilder scheinbar in Fußabdrücke verwandeln, die an der Decke gestoppt und zur Umkehr genötigt werden.

 

 

Orte der Macht

Beichtstühle, die Kammern des Schreckens

Beichtstühle, die Kammern des Schreckens: Der rechte Teil zeigt vier Beichtstühle, in denen Angehörige mancher Religionsgemeinschaften genötigt sind, einen Seelen-Striptease zu betreiben. Priester horchen sie ab und vermitteln schon vor Ort ein Gefühl des Ausgeliefert-Seins. Denn ob und wie die Informationen anschließend weitergenutzt werden, bleibt den Beichtenden verborgen. Womöglich ist ein Teil der Macht der Kirchen auf solchen Informationen gegründet. Niemand kann das allerdings mit Gewissheit behaupten, andererseits niemand es ausschließen. Damit bleibt ebenso im Allgemeinen ein ungutes Gefühl.

 

Bilder, Skulptur und Weissenstein

Bekannte „Integrationsfigur“ ist Jesus am Kreuz

Der zweite, seitlich gerichtete Bilderstrang zeigt Bildnisse, mit denen die Gläubigen an ihre Gemeinschaft gebunden werden: Da ist zum einen die Integrationsfigur der Christen, Jesus am Kreuz, einem Mann, der nach Auffassung des Paulus körperlich wiederauferstand. Sein Grab wird heute in Srinigar in Indien gezeigt, vermutlich weil er gar nicht in den Himmel auffuhr, sondern dank der Behauptungen des Paulus dorthin fliehen musste. Der Berg der Kreuze zeigt dazu die abstruse Seite eines solchen Glaubens auf. Zwar bicht noch die Jungfrau Maria als weibliche Figur in die Religion herein, es bleibt aber eine Männerwelt aus Vater-Sohn-Heiliger Geist. Der fromme Johannes schließlich vermittelt ein tugendhaftes und bibelfestes Bild des Priester- und Heiligenstandes.

 

Bilder von Teufeln

Teufelsfratzen dienen der Einschüchterung

Der abwärts gerichtete Bilderstrang zeigt Teufelsfratzen, mit denen man den Gläubigen Angst einjagd, dass sie ja bei der Stange bleiben. Dies allerdings ist keine Einzelerscheinung, sondern ebenso bekannt aus dem Zoroastrismus, dem Manichäismus, dem Islam und vielen weiteren Religionen. Aus dem Dualität und dem Erfordernis seelischer Entwicklung abgeleitet, verkommt „das Böse“ zu einer Personifizierung, die Menschen zu knechten. Dem an die Seite gestellt werden zwei Bilder von Grabbrettern von der kurischen Nehrung. Dort hielten viele an ihrem alten Glauben fest, sodass die Totentafeln neben christlichen Symbolen auch von dem weiterhin existierenden Glauben an die Dualität der Seele künden.

 

Schwarzer Stein und Weissenstein

Schwarzer Stein und „Stein der Weisen“ schließen einander aus

„Um diesen verwitterten Stein ranken sich Legenden“, schrieb Friedhelm Görgens in seinem Buch „Langenfeld“ zum Weißenstein. Dort, so erzählen es alte Berghausener, „werde eines Tages der Vormarsch von Heeren aus dem Osten gestoppt.“ Dazu zitiert er aus Otto Schells „Bergische Sagen“ (wohl zum rechtrheinischen Kölner Stadtteil Mülheim): „Bei Rheinmülheim geht die Sage im Volke, dass die Feinde, gewöhnlich werden die Türken als solche genannt, bis auf die Rheinebene, der Stadt gegenüber, gelangen würden. Auf dieser Stelle soll dann die Entscheidungsschlacht gekämpft werden, in welcher der deutsche Kaiser, auf einem Schimmel reitend, den türkischen Sultan erschlagen und sein Heer in den Rhein treiben soll.“

Als Zugabe des Autors folgt Kapitel 12 mit einer Interpretation zu Die Sterntaler aus Grimms Märchen

 

Goethes „Das Märchen“

26.09.2016 Metaphysik-Literatur-Installation Keine Kommentare

Kapitel 10: Goethes „Das Märchen“

Das Kapitel 10 hat im Rahmen der Dokumentation zur „Nietzsche-Zarathustra-Installation“ Goethes „Das Märchen“ sowie einen Exkurs zu „Hermes Trismgistos“ zum Inhalt.

Goethes "Das Märchen", ein Rätsel für die Menschheit

Der deutsche Dichterfürst schlechthin als Kontemplationslehrer

Die Urteile des Goethe: Goethe kleidet „Mystiker-Kollegen“ in „Das Märchen“ in Figuren der Handlung. Bereits verstorbene Könige zieren hier eine unterirdische Halle, die ein einzelner (noch lebender) Rätselmeister mittels Latene erhellt. Die Herren dürfen sich einer Betrachterin – einer Schlange – selbst vorstellen. Im Einzelnen:

Über Laotse: „Mit Erstaunen und Ehrfurcht sah die Schlange in eine glänzende Nische hinauf, in welcher das Bildnis eines ehrwürdigen Königs in lauterm Golde aufgestellt war. Dem Maß nach war die Bildsäule über Menscghengröße, der Gestalt nach aber das Bildnis eher eines kleinen als eines großen Mannes. Sein wohlgebildeter Körper war mit einem einfachen Mantel umgeben und ein Einchenkranz hielt seine Haare zusammen.

Über sich selbst: In der nächsten Nische saß ein silberner König von langer und eher schmächtiger Gestalt. Sein Körper war mit einem verzierten Gewande überdeckt, Krone, Gürtel und Zepter mit Edelsteinen geschmückt. Er hatte die Heiterkeit des Stolzes in seinem Angesicht und schien eher reden zu wollen.

Über Nietzsche: Bei diesem Lichte sah die Schlange den dritten König, der von Erz in mächtiger Gestalt dasaß, sich auf seine Keule lehnte, mit einem Lorbeerkranze geschmückt war und eher einem Felsen als einem Menschen glich.

Über den Autor dieser Zeilen: Ein Mann von mittlerer Größe, der heraustrat, zog die Aufmerksamkeit der Schlange auf sich. Er war als Bauer gekleidet und trug eine Lampe in der Hand, in deren stille Flamme man gerne hineinsah und die auf wunderbare Weise, ohne auch nur einen Schatten zu werfen, den ganzen Dom erhellte.

Über Mohammed: Der vierte König stand an eine Säule angelehnt und seine ansehnliche Gestalt war eher schwerfällig als schön. Allein das Metall, woraus er gegossen war, konnte man nicht leicht unterscheiden. Genau betrachtet war es eine Mischung der drei Metalle, aus denen seine Brüder gebildet waren. Aber beim Gusse schienen diese drei Metalle nicht recht zusammengeschmolzen zu sein. Goldne und silberne Adern durchliefen unregelmäßig durch eine eherne Masse hindurch und gaben dem Bilde ein unangenehmes Aussehen.

„Das Märchen“, ein Rätsel mit Informationen aus der Zeitlosigkeit

Der Leser mag sich wundern, dass Goethe etwas über nachfolgende Zeiten zu schreiben wusste. Er war Rätselmeister wie der Autor dieser Zeilen, der 1995 beide Seelenteile ausgab für Erkenntnisse und deseen Seele am 11.02.1996 wiedergeboren wurde. Mit dem heutigen Wissen könnten übrigens alle Rätsel aus „Das Märchen“ gelöst werden.

Exkurs: Zu Hermes Trismegistos, dem altägyptischen Thot

Bildnis des Hermes Trismegistos

Hermes Trismegistos, ein Bild im Dom von Siena, gefunden bei Wikipedia

Hermes Trismegistos dürfte eine historische Persönlichkeit im alten Ägypten gewesen sein. Ihm zugeschrieben werden 17 Traktate („17 Bücher“), allerdings wohl eher von Esoterikern. Durchgesetzt hat sich nämlich die Ansicht, das Werk sei im Altertum gefälscht worden und allein auf christliche Autoren zurückzuführen. Diese Ansicht teile ich nicht, denn es finden sich zu viele Einzelheiten aus dem Rätselmeisterprozess.

So ist nach ihm die Seele von Gott geboren, ist im ganzen Körper vorhanden, ist dual, also männlich-weiblich, ist unsterblich und strebt zurück zu Gott. Letzterer wird zwar zumeist männlich dargestellt (verfälscht), ist aber in erster Linie (‚Gebären’ ist das Thema) weiblich. Dazu gibt es das Leidensfeuer sowie das Seelenopfer, um zu erkennen.

Auch findet sich bei ihm die Abgrenzung zum Schamanentum, die göttliche Seele als Gestalterin des Leibes sowie pantheistische Vorstellungen, die auf Erfahrungen aus der Unio Mystica zurückgeführt werden müssen. Das Rätselraten übernimmt dann wohl ein Frommer, nachdem Gott als  Werkmeister (?) eingeführt wurde. Andererseits wurde gerade an solchen Stellen offenbar von den christlichen Autoren ordentlich gefäscht und gelogen. Allerdings war das immer noch zuwenig, denn was durchscheint reicht aus, Hermes als eine historische Persönlichkeit zu fassen.

Weiter zu Kapitel 11 den Bildern, der Skulptur sowie den Sagen vom Weissenstein.

Nietzsche-Vorbild-Zarathustra

24.09.2016 Metaphysik-Literatur-Installation Keine Kommentare

Kapitel 9: Zum Nietzsche-Vorbild-Zarathustra

Das Kapitel 9 behandelt im Rahmen der Dokumentation zur „Nietzsche-Zarathustra-Installation“ das Nietzsche-Vorbild-Zarathustra.

Nietzsche-Vorbild-Zarathustra

Portrait des Friedrich Nietzsche aus Wikipedia – der Autor dieses Beitrags dankt.

Der Beginn: Wie Nietzsche sein Thema fand.

Hier sass ich, wartend, – doch auf Nichts,
Jenseits von Gut und Böse, bald des Lichts
Geniessend, bald des Schattens, ganz nur Spiel,
Ganz See, ganz Mittag, ganz Zeit ohne Ziel.
Da plötzlich, Freundin! Wurde eins zu Zwei –
Und Zarathustra ging an mir vorbei.

(Nietzsche in den Liedern des Prinzen Vogelfrei)

Eine Deutung: Nietzsche bezog sich hier auf die literarische Begegnung mit einem Gleichgesinnten. Man beachte erneut die Dualität von Gut und Böse, die Dualität der beiden Wege, hier klar mit dem Bekenntnis zu seiner „Freundin“, der weiblichen Seele. Das Ganze findet sich zudem in den „Liedern des Prinzen Vogelfrei“, die Freiheit und Weisheit zum Ausdruck bringen sollen. Nietzsche bezog sich im Übrigen damit nicht zufällig auf Zarathustra, selbst wenn er dem Propheten des Parsismus Erkenntnisse voraus hatte.

Ohne bereits in die Interpretation einzusteigen darf angesichts der Seelenopfer festgehalten sein, dass sich sein „Gott ist tot“ im Wesentlichen auf die getötete Seele bezogen haben muss, einer solchen, die in ihm wiedergeboren werden sollte. (Das Bild stammt übrigens aus Wikipedia, Lemma „Friedrich Nietzsche“)

Das Wesen des Dichters und Denkers: Zum Thema der Autor in „Lebenssin und Weisheit“: „Wer schon Zarathustra nicht versteht, begreift Friedrich Nietzsche erst recht nicht, denn der spielt mit seinem Vorbild, kokettiert mit dessen Schwächen und bringt gleichzeitig eine Fülle von Gedanken zum Lebenssinn und natürlich eigene Erkenntnisse und damit eigene Weisheit in seinen Texten unter. Besieht man sich nur einmal den Ablauf der Handlung, soweit eine solche erkennbar ist, hält sich Nietzsche an seinen Erkenntnisprozess. Ähnlich wie im „Floßfahrttraum“ des Autors, in dem dieser seinen Weg des Leidens noch einmal Revue passieren lassen konnte, startet Nietzsche den Weg seines Helden mit dem Aufsteigen des Zarathustra in die Berge, damit dort sein „Untergang“ beginne. Schließlich steigt er alleine ab und gelangt zu den Hinterwäldlern: „Traum schien mir da die Welt“ meint „Traumwelt“ und der „bleiche Verbrecher“ ist ein Schamane, ein Kranker und kein Schuft und so weiter. Dem gesamten Zarathustra liegt somit die Erkenntnis des Autors aus dem auflösenden Leidensprozess zugrunde. Für Germanisten ohne Leidenserfahrung bleibt Friedrich Nietzsche deshalb ein Buch mit sieben Siegeln.“

Missverständnis: Gründlich missverstanden wurde er insbesondere hinsichtlich seines Ausspruchs: „Dieser alte Gott (Gottvater-Gottsohn-Gott-Heiliger Geist) nämlich lebt nicht mehr: Der ist gründlich tot“. Nietzsche war keinesfalls Atheist und Nihilist (vgl. Brockhaus), sondern Mystiker, mit sehr weit reichenden Konsequenzen. So berichtet er unter anderem im Kapitel „Vom Gesicht und Rätsel“ über die zwei Wege, das Problem, sich entscheiden zu müssen (der Torweg namens Augenblick) und er zeigt seinen toten Seelenkörper: „Aber da lag ein Mensch“ und später: „So ratet mir doch das Rätsel, das ich damals schaute, so deutet mir doch das Gesicht des Einsamsten“. Im Kapitel „Vor Sonnenaufgang“ nutzt er die Schwester-Seele zu seiner Einsicht und in „Von der verkleinernden Tugend“, Kap. zwei konstatiert er: „Denn nur wer Mannes genug ist, wird im Weibe das Weib – erlösen.“ (oder anders formuliert: …“wird im Leibe das Weib erlösen“, oder …“wird die weibliche Gestalt der Seele im Leib erlösen“) Unter Kap. drei findet er sich dann als Seelenloser und damit „gottlos“ Leidender. Ganz zu schweigen natürlich vom Kapitel „Von alten und neuen Tafeln“, in dem er sich auslässt: „ … – als Dichter, Rätselrater und Erlöser des Zufalls lehrte ich sie an der Zukunft schaffen, und alles, das war –, schaffend zu erlösen.“

Nach Nietzsche-Vorbild-Zarathustra nunmehr weiter zu Kapitel 10, Goethes „Das Märchen“ und einem Exkurs zu „Hermes Trismegistos

Zarathustra und Zoroastrismus

22.09.2016 Metaphysik-Literatur-Installation Keine Kommentare

Kapitel 8: Zarathustra und Zoroastrismus

Das Kapitel 8 behandelt das Thema Zarathustra und Zoroastrismus im Rahmen der Dokumentation zur Metaphysik-Literatur-Installation und deren Erweiterung um die „Nietzsche-Zarathustra-Installation“ .

Zu Zarathustra: Mancher bezeichnet Zarathustra als Propheten des Parsismus, andere sehen ihn als deren Begründer. Der Zoroastrismus jedenfalls ist die Religion des alten Persien, die Glaubenslehre der „Feueranbeter“. Aus den Schriften des Zarathustra lässt sich im Übrigen ableiten, dass er mehr wie Buddha ein Philosoph und Kontemplationslehrer war und dies auch sein wollte, als dass er sich als Religionsstifter sah (vergleichbar Mohammed oder Paulus).

Einblick: Zarathustra lernte beide Wege kennen, Schamanentum und Mystik. Also nicht allein der Dualismus zwischen dem guten Gott „Ahura Mazda“ und dem übelriechenden Geist „Ahri-man“ lässt sich herauslesen, sondern auch sein Wechsel nach schamanischen Jahren zur Mystik.

Zum Weltbild: So heißt es in den frühesten Schriften, den „Gatha“ (Y.30,3), dass es zwei Urgeister gebe und zwei Urträume, zwei Formen von Gedanken, Worten und Handlungen, bessere und böse, zwischen denen die Großzügigen gut zu unterscheiden wissen, nicht aber die Geizigen. (Letzteres ist bereits religiöse Interpretartion, weil sowohl Zarathustra wie auch dessen Anhänger die Großzügigkeit als religiöses Programm erachten. Letztendlich führt dies allerdings bereits von der Dualität und den beiden Wegen ab.)

Zarathustra und Zoroastrismus gehören zusammen

Zarathustra und Zoroastrismus: Eine bildliche Darstellung des Wegs des Propheten, gefunden in Wikipedia und mit Dank dorthin.

Zarathustras Vorstellungswelt: Zum besten Gedanken wird (Y.30,5) ausgeführt, wähle der „Weise Meister“ die kosmische Ordnung (Wahrheit). Die Dämonen hingegen entscheiden sich nicht richtig (zwischen den beiden Geistern), weil sie Verwirrung überkommt, sodass sie den schlechtesten Gedanken wählen und sich auf diese Weise mit der Raserei zusammentun, wodurch das Dasein krank wird (Y.30,6).

Erläuterung: Im Grunde wird hier dem Schamanentum (wie es auch Goethe im Faust aufzeigt) abgeschworen und zugleich der Mystik das Wort gepredigt. Mancher sah in dieser Entscheidungsfreiheit eine große weltgeschichtliche Errungenschaft des Zarathustra (vgl. Michael Stausberg, „Zarathustra und seine Religion“). Es ist jedoch der Entscheid zwischen zwei Wegen, wie ihn auch Hesse im „Steppenwolf“ beschreibt. Wer sich für die Tötung der schönen Frau (die weibliche Seele) entscheidet, verbleibe im magischen Theater (im Schamanentum), so seine Warnung.

Zum Seelenfeuer: Der Abschnitt zur Sorge über die Kuh schließt mit der Aussage (Y.33,14), dass der „Weise Meister“ unter anderem die Lebenskraft seines eigenen Körpers (die von Gott geborene Lichtgestalt) als Gabe darbringt. Dadurch erhalte der „Weise Meister“ durch die Sänger Unsterblichkeit, Wahrheit und die Macht der Ganzheit. Dazu begehren die Sänger, dass der „Weise Meister“ selbst mit seinem mächtigen Feuer dazu Hilfe leiste (Y.34,1,4).

Interpretation: Im Grunde wird hier dem aus der Metaphysik-Literaturinstallation bereits bekannten Seelenopfer (Goethe, Hafis) nur ein früherer Bericht hinzugefügt, der ebenso das Leidensfeuer als das Seelenfeuer kennzeichnet. Damit wird man den Feuerglauben im Zoroastrismus auf das erlebte Leidensfeuer des Zarathustra zurückführen müssen.

Nachtrag: Auch bildet der Zeitraum zwischen dem dreißigsten und vierzigsten Lebensjahr, „in dem Zarathustra die Religion annahm“, genau den Zeitraum, in dem etwa der Autor dieser Installation seinen Prozess des Erkennens begann. In die Glaubenswelt des Zoroastrismus fand diese Auseinandersetzung mit den Kindheitswundern (Schlüsselerlebnissen) und der Warnung vor den Gefahren durch Dämonen (Schamanentum) Eingang durch besondere Rituale für diese Altersgruppe.

Nach den Ausführungen zu Zarathustra und Zoroastrismus darf es nun weitergehen mit Kapitel 9 und Friedrich Nietzsche.

Nietzsche-Zarathustra-Installation

20.09.2016 Metaphysik-Literatur-Installation Keine Kommentare

Kapitel 7: Die Nietsche-Zarathustra-Installation

Das Kapitel 7 hat die Dokumentation zur Nietzsche-Zarathustra-Installation zum Inhalt. Diese stellt eine Ergänzung der „Metaphysik-Literatur-Installation“ dar. Weitere Kapitel stellen jeweils die einzelnen Themen des Projektes vor. Vertiefende Texte zu den Themen auf den Falterschwingen finden Sie im Übrigen wegen des Umfangs links neben dem Falter. Die kürzere Texte auf den Schwingen fasst das Kapitel 14, „Das Ende der Religionen“, zusammen.

Beschreibung: Der sich abwärts neigenden Bildinstallation (siehe Kapitel 11) zum Thema „Christentum“ kommt mit der Nietzsche-Zarathustra-Installation von unten ein großer Falter entgegen. Auf seinen Flügeln findet sich oben links eine kurze Ausarbeitung zum Propheten „Zarathustra“, der als erster „Weiser Meister“ der beiden Wege „Schamanentum“ und „Mystik“ zählen darf. Selbstredend spricht er sich ebenso deutlich wie später „Johann Wolfgang von Goethe“ im Faust oder „Hermann Hesse“ im „Steppenwolf“ für die mystische Seite aus. Anhand einiger Zitate links neben dem Falter werden die wichtigsten Details dieses Entscheids sowie sein Weg zur Erkenntnis erläutert.

Die Nietzsche-Zarathustra-Installation

Auf den Schwingen des Falters

Ihm gegenüber findet sich „Friedrich Nietzsche“ mit einigen kurzen Sätzen. Wenige Zitate aus dem „Prinzen Vorgelfrei“ sowie dem Buch „Also sprach Zarathustra“ sind lnks daneben angeordnet und erläutert. Es wird aufgezeigt, warum er sich den Propheten des Zoroastrismus / Parsismus zum Vorbild nahm und warum er deshalb kein Atheist und Nihilist war. „Friedrich Nietzsche“ kam zudem nach eigenem Bekunden auf verschiedenen Wegen zu seinen Einsichten. Besieht man sich dazu sein Schaffen in den Grundstrukturen, so sind hierzu zunächst Wissen und Bildung zu nennen. „Goethe“ oder „Zarathustra“ folgend, können sodann als weitere Wege Schamanentum und Mystik nachgeweisen werden, die ihm schließlich Weisheit bescherten.

Auf dem linken der beiden unteren Flügel findet sich „Hermes Trismegistos“, der altägyptische Gott „Thot“. In der Zusammenfassung links wird er als zugleich erster großer Philosoph der Geschichte vorgestellt. Sein, ihm zugeschriebenes, Werk ist keine christliche Fälschung, sondern eine üble Verfälschung, wobei die Fälscher selbst nicht den Schneid hatten, alle seine Weisheiten zu negieren, umzuschreiben oder zu verfremden. Daher findet sich gemügend Verwertbares, eine historische Persönlichkeit zu fassen. Im Übrigen ließe sich sein Wirken noch aus den Isis-Mysterien herauslesenen. Für diese wurden Erlebnisse aus wohl seinem Leidensprozess, damit seelische Erfahrungen (oft auch Traumoffenbarungen) in einen äußeren Hindernisparcour für den Körper übersetzt, eine völlig sinnfreie Veranstaltung.

Den letzten Flügel belegt die Interpretation eines Werkauschnitts aus „Goethes“ „Das Märchen“. In der längeren Passage zu Ihrer Linken werden die vier Könige sowie der Alte mit der Laterne vorgstellt, auf das sich der geneigte Leser mit der in die heutige Zeit weisenden Geschichte auseinandersetzen möchte.

Ein mittelgroßer und zwei kleine über dem beschriebenen großen Falter schließlich symbolisieren den Weg ins Jenseits, der in der Religion verwehrt bleibt: „Dem frommen Manne nötig wie dem Bösen“, postulierte Goethe, was zu ergänzen wäre mit „ein jeder muss sich selbst erlösen“. Die Bildnisse großer Dichter und Denker finden sich dazu in den Schwingen, die auf die Werke der abgebildeten Herren sowie auf die Webseite „Forum-Freie-Mystik“ verweisen. Links daneben bildet das Märchen „Die Sterntaler“ mit Interpretation den Abschluss der Installation.

Nachtrag: Weitere Texte könnten beigezogen werden, so viele Märchen, Literatur, religiöse Texte oder auch  das Vermächtnis einiger histroscher Persönlichkeiten. Immer finden sich darin Hinweise auf die zwei Wege sowie auf die Dualität von Gut und Böse. Insoweit hat sich seit „Zarathustra“ nichts verändert. Allerdings kann seinen Schriften nicht mehr eindeutig entnommen werden, welche zugrunde liegenden Erlebnisse (Kindheitswunder) seinen Prozess befeuerten. Ein Rätselmeister wird er im Gegensatz zu „Hermes“ nicht gewesen sein, dazu fehlen mir Hinweise auf Geburt und Tod.

Zum Thema „Kunterbunt“ der Gesamtausstellung: Mit dem Abschluss der Literarvorstellung in der Nietzsche-Zarathustra-Installation findet sich nun im Karree ein kunterbuntes Kaleidoskop aus Märchen, Sagen, Literartur, Bildern und religiösen Texten. Alles dort angesprochene schriftliche Schaffen ist miteinander vergleichbaren metaphysischen Prozessen entwachsen und kann durch ebensolches Vorgehen erklärt werden. Damit könnte man im Übrigen Glaubenslehren in ihrem Gesamtzusammenhang erklären und religiöse Konflikte entschärfen. Weitere Einzelheiten und Vertiefendes können der „Wahren Tetralogie“ des Autors – erhältlich bei Amazon – entnommen werden.

Damit zu Kapitel 8 und zu Zarathustra und Zororastrismus

Hesse und Nietzsche zu Goethe

19.09.2016 Metaphysik-Literatur-Installation Keine Kommentare

Kapitel 6: Hesse und Nietzsche zu Goethe

Im Kapitel 6 finden Sie Urteile der Metaphysiker / Mystiker – Kollegen Hesse und Nietzsche zu Goethe.

Hesse über Goethe, den „Authors Author“ großer deutscher Literaten:

„Unter allen deutschen Dichtern ist Goethe derjenige, dem ich am meisten verdanke, der mich am meisten beschäftigt, bedrängt, ermuntert, zu Nachfolge und Widerspruch gezwungen hat. Er ist nicht etwa der Dichter, den ich am meisten geliebt und genossen, gegen den ich die kleinsten Widerstände gehabt habe, o nein, da kämen andere vorher: Eichendorff, Jean Paul, Hölderlin, Novalis, Mörike und noch manche. Aber keiner dieser geliebten Dichter ist mir je zum tiefen Problem und wichtigen sittlichen Anstoß geworden, mit keinem von ihnen bedurfte ich des Kampfes und der Auseinandersetzung, während ich mit Goethe immer wieder Gedankengespräche und Gedankenkämpfe habe führen müssen (eines von ihnen steht im „Steppenwolf“, eines von hunderten). (…)

Hesse und Nietzsche zu Goethe, Urteile der Kollegen

Portrait des Hermann Hesse, gefunden und mit Dank an Wikipedia

Wenn ich das zu ergründen suche, dann entsteht vor meiner Anschauung noch ein anderer Goethe, ein weniger deutlich umrissener, ein halbsichtbarer und geheimnisvoller: Goethe der Weise. (…)

Diese Weisheit Goethes, die er selber oft verhüllt, die ihm selber oft verlorenen gegangen schien, ist nicht mehr bürgerlich, ist nicht mehr Sturm und Drang oder Klassizismus oder gar Biedermeier, sie ist sogar kaum mehr goethisch, sondern sie atmet gemeinsame Luft mit der Weisheit Indiens, Chinas, Griechenlands, sie ist nicht mehr Wille und nicht mehr Intellekt, sondern Frömmigkeit, Ehrfurcht, Dienenwollen: Tao. Jeder echte Dichter hat ja einen Funken von ihr, weder Kunst noch Religion sind ohne sie möglich, und gewiss atmet sie auch im kleinsten Gedicht von Eichendorff, aber sie hat bei Goethe ein paar mal sich zu magischen Worten verdichtet, wie sie es nicht in jedem Volke und nicht in jedem Jahrhundert tut. Sie steht hoch über alle Literatur. Sie ist nichts als Anbetung, nichts als Ehrfurcht vor dem Leben, sie will nur dienen und kennt keine Ansprüche, keine Forderungen oder Rechte. Es ist jene Weisheit, von der alle Sagen aller edlen Völker wissen, dass sie einst vorhanden war, zu den Zeiten der großen Herrscher, und dass die Herrscher und ihre Diener ihr untreu geworden sind, und dass Umkehr zu ihr der einzige Weg ist, um die Erde wieder mit dem Himmel zu versöhnen.“ (aus „Dank an Goethe“)

Friedrich Nietzsche über Goethe

Bild des Friedrich Nietzsche aus Wikipedia.

Nietzsche über Goethe

An die Jünger Darwins

Diese braven Engländer
Mittelmäßige Verständer
Nehmt Ihr als >Philosophie<?
Darwin neben Goethe setzen
Heißt: die Majestät verletzen –
Majestatem genii!

Nietzsches „Gott ist tot“ bezog sich übrigens auf den toten Seelenkörper, das „Der alte Gott ist wirklich tot“ auf sein neues Gottesbild. Er war daher nicht Atheist oder Nihilist, sondern Mystiker, wie gleich noch weiter vertieft wird. (Er war übrigens auch der „Lieblingsphilosoph“ Hesses.)

Damit nun zu Kapitel 7, zur Nietzsche-Zarathustra-Installation

Gott und Teufel, Himmel und Erde

18.09.2016 Metaphysik-Literatur-Installation Keine Kommentare

Kapitel 5: Gott und Teufel, Himmel und Erde

Das Kapitel 5 hat im Rahmen der Dokumentation zur „Metaphysik-Literatur-Installation“ die Themen Gott und Teufel, Himmel und Erde und damit Gottesbilder aus Erkenntnisprozessen zum Inhalt.

Auf zur Seelenreise

Die Trennung beider seelenteile deutet sich an

Zur Wesenheit des Göttlichen

Sie erinnern sich an das nebenstehende Bild? Es offenbarte die Dualität der Seele. Diese ist (nicht nur nach Goethe) sowohl männlich als auch weiblich. Ihre Entwicklung liegt Schamanen wie Mystikern am Herzen.  Der Schwerpunkt des Erkennens findet sich daher bei beiden auf der weiblichen Seite. Schamanen reisen mit der (weiblichen) Freiseele, während die (männliche) Vitalseele den Körper minimal am Leben erhält. Mystiker geben die männliche Seele aus und entwickeln die weibliche Seele in sich weiter (bevor diese im Idealfall ausgebrannt wird, damit beide Teile wiedergeboren werden können).
Der Satz: „Was hier unten ist, ist auch da oben“ wird Hermes Trismegistos zugeschrieben. (Findet sich nicht wortwörtlich in seinen 17. Büchern, ist jedoch herleitbar. Hermes ist übrigens identisch mit dem altägyptischen Gott Thot und zugleich der erste große Philosoph der Geschichte.) Sein Postulat bekommt – so offenbart es die Arbeit des Mystikers –besonderen Sinn im Erkennen des Wesens des Göttlichen. Da die Seele von Gott geboren wird und Teil der großen Seele bleibt („was hier unten ist, ist auch da oben“), ist Gott mehr Frau. In der Tiefe ist das Wesen jedoch die Dreieinigkeit aus Frau-Mann-Liebe.
Wie Sie den Texten aus Goethes Faust oder auch Laotses Taoteking entnehmen möchten, haben die Herren nach vielen Kämpfen mit sich selbst genau diese Einsicht an ihre Leser weitergegeben: Gott ist als Mutter aller Seelen das Abbild der menschlichen Seele im Himmel, eine Trinität aus Frau (weiblicher Seele / Freiseele), Mann (männlicher Seele / Vitalseele) und Liebe (Band, welches beide Seelenteile miteinander verbindet, zugleich das „magische Luftseil“ zu Gott).

Goethe (und andere) zum Bild des Göttlichen

Zum „erkennbaren Bild des Göttlichen“, Goethe Ende des Faust, Teil 2:

Jungfrau, Mutter, Königin,
Göttin bleibe gnädig!
Chorus Mysticus:    Alles Vergängliche
Ist nur ein Gleichnis;
Das Unzulängliche
Hier wird’s Ereignis;
Das Unbeschreibliche
Hier ist’s getan;
Das Ewig-Weibliche
Zieht uns hinan.

Anmerkung: In logischer Konsequenz zum vorausgegangen Erlebten wendet sich Faust (Goethe) zum Ende seines Lebens an die himmlische Mutter, deren Wirken (dargestellt im Faust) ihn bereits himmelwärts zog.

(Huan Di ?) im 6. Spruch des Taoteking (schamanische Einsicht)

Die Gottheit des Quelltals ist todlos,
Das ist die dunkle Tiergöttin.
Der dunklen Tiergöttin Schoß
Ist des Himmels und der Erde Wurzel.
Wie endloser Faden verharrt sie
Und wirkt ohne Mühe.

Laotse (mystische Einsicht) im 41. Spruch:

Hört ein hoher Meister von der Führerin des Alls,
So wir er angeregt und handelt entsprechend.
Hört ein mittlerer Meister von der Führerin des Alls,
So nimmt er halb an, halb zweifelt er.
Hört ein niederer Meister von der Führerin des Alls,
So lacht er gewaltig darüber.
Würde er nicht lachen, so wäre es auch nicht die eigentliche Führerin!

Muttergottesgläschen (Ein Märchen der Brüder Grimm)

Es hatte einmal ein Fuhrmann seinen Karren, der mit Wein schwer beladen war, festgefahren, so daß er ihn trotz aller Mühe nicht wieder losbringen konnte. Nun kam gerade die Mutter Gottes des Weges daher, und als sie die Not des armen Mannes sah, sprach sie zu ihm ‚ich bin müd und durstig, gib mir ein Glas Wein, und ich will dir deinen Wagen frei machen.‘ ‚Gerne,‘ antwortete der Fuhrmann, ‚aber ich habe kein Glas, worin ich dir den Wein geben könnte.‘ Da brach die Mutter Gottes ein weißes Blümchen mit roten Streifen ab, das Feldwinde heißt und einem Glase sehr ähnlich sieht, und reichte es dem Fuhrmann. Er füllte es mit Wein, und die Mutter Gottes trank ihn, und in dem Augenblick ward der Wagen frei und der Fuhrmann konnte weiterfahren. Das Blümchen heißt noch immer Muttergottesgläschen.

Weiter zum Wesen des Göttlichen, aus zuvor vorgestellten Faust-Zitaten, hier neu zusamengestellt:

Es schleicht sich ein, es wogt nach Wolkenart,
gedehnt, geballt, verschränkt, geteilt, gepaart,
doch nun erkennt ein Geister-Meister-Stück
und dieses nur, um Zeus zu amüsieren.
In eurem Namen Mutter, die ihr thront,
im Grenzenlosen, ewig einsam wohnt:
Ist dies das Liebeselement?

Anmerkung: Das mag den einen oder anderen nicht zufriedenstellen, weil die Zitate scheinbar willkürlich gezogen scheinen, doch sie sind es nicht. Er selbst spricht unstreitig an verschiedenen Stellen entweder von Zeus oder der (großen) Mutter. Und was war da noch mit dem Liebeselement? Er lernte es zunächst als Schamane (magisches Luftseil) kennen, dann als verbindendes Liebesband:

Goethe im Studierzimmer zum „Band der Liebe“ respektive dem „Magischen Luftseil“ der Schamanen:

Wer will was Lebendiges erkennen und beschreiben,
Sucht erst den Geist heraus zu treiben,
Dann hat er die Teile in der Hand,
Fehlt leider! Nur das geistige Band.
Encheiresin naturae [= natürlicher Eingriff] nennt’s die
Chemie – Spottet ihrer selbst und weiß nicht wie.

Deutlicher wird Laotse im Taoteking, 42. Spruch:

Die Führerin des Alls bringt die Einheit hervor,
Die Einheit bringt die Zwei hervor, (Mann und Frau)
Die Zwei bringen das Dritte hervor, (Liebe)
Die Drei bringen die zehntausend Wesen hervor…

Kurzkommentar: Bedeutet, Gott wird im Wesentlichen als Frau wahrgenommen, ist dennoch eine Trinität aus Frau, Mann und Liebe, wie es aus den Zitaten Goethes herausgelesen werden kann. Auch Hermann Hesse ließ es sich nicht nehmen, in Gertrud zum Wesen des Göttlichen, zu Gott als Mann und Frau über allem auszuführen:

„Wenn ich mich nun besinne, für wen ich diese Blätter beschreibe, wer eigentlich soviel Macht über mich hat, dass er Bekenntnisse von mir fordern und meine Einsamkeit durchbrechen kann, so muss ich einen lieben Frauennamen sagen, der mir nicht nur ein großes Stück Erleben und Schicksal umfasst, sondern wohl auch als Stern und hohes Sinnbild über allem stehen mag.“

Zu guter Letzt zum Thema „Teufel“:

Teufel, Satan, Luzifer, Beelzebub oder Belial, des Himmels Gegner habe so viele Pseudonyme, wie es einem echten Schwerverbrecher zustände. Allerdings habe sich das Bild dieses Widersachers Gottes („Satan“ stamme, vgl. Bellinger, Hedrich und Brockhaus, vom hebräischen Wort „Widersacher“ ab) erst im Laufe der Zeit zu der uns heute bekannten Gestalt gewandelt.
Im alten Testament war der Begriff noch zunächst nur eine Bezeichnung für militärische, politische oder Prozessgegner, dann wurde der Satan ein Mitglied der himmlischen Ratsversammlung und damit Gott untergeordnet. Das Böse wurde folglich zunächst noch Gott selbst zugeordnet und erst später auf die Person des Satans übertragen (vgl. Brockhaus).
Bellinger ergänzt, nach jüdischer Vorstellung trete Satan im Himmel als Ankläger der sündigen Menschen vor Gottes Gericht auf. Er sei zugleich ein Versucher und Verführer der Menschen zur Sünde. Im Islam, so Bellinger weiter, ist Satan der Fürst der bösen Geister. Als Verführer mittels hinterhältiger Pläne erinnert er dann stark an jüdische Vorstellungen. Im Christentum tauche er schließlich unter anderem als ein Geist auf, der 18 Jahre lang von einer deswegen gebeugten Frau Besitz ergriffen hatte. Diese Frau sei von Jesus geheilt worden. Im Übrigen werde er am Ende aller Tage ins ewige Feuer geworfen.

Aus: „Grundstrukturen der Religionen“. Mithin, lieber Leser: Zum Teufel mit dem Teufel. Er ist nur eine Erfindung der Religionen, deren Anhänger bei der Stange zu halten. Sie dagegen sind frei, SchöpferIn Ihrer eigenen Religion zu werden. Haben Sie nur Mut!

Weiter zu Kapitel 6 und Urteilen von Hesse und Nietzsche zu Goethe

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