Archiv: Januar 2017

Pressemitteilung zur 2. ,,Offene Bühne“

26.01.2017 Offene Bühne, Presse-Infos Keine Kommentare

die Künstkergruppe Falter lädt ein zur zweiten offenen Bühne ins Marktkarre am 04.02.2017 um 15 Uhr. Auftreten wird unter anderem die Langenfelder Nachwuchsband „Black Ravens“. Hinter dem Namen stecken die Musiker Frederik Patten (13 Jahre), Felix Kühn (12 Jahre), Ricky Corsini (13 Jahre) und Lukas Beisemann (13 Jahre). Die Band wird Heavy Metall und Hardrock unplugged spielen.

Plakat Offene Bühne Februar 2017

Die „Black Ravens“ und Magier „Dustin Grimm“ geben sich die Ehre

Ihren Namen „Black Ravens“ gab sich die Gruppe übrigens aufgrund der gemeinsamen Grundschulzeit (2010-2014) in der Rabenklasse an der GGS Götscher Weg in Langenfeld. Über diese Zeit hinaus blieb man über den Fußball in Kontakt. Im März 2015 starten Freddy, Felix und Lukas mit einem Bassisten schließlich ihr Musikprojekt mit der ersten Probe im „Musikzimmer“ der Familie Kühn. Inzwischen probt die Band bereits professionell in einem Proberaum im Keller des Mehrgenerationenhaus (MGH) in Garath. Erste Auftritte hatte die Band im Rahmen des Lichterfestes im angegesprochenen MGH, auf der Baumhausbühne bei Familie Kühn, beim Sommerfest des SOS Kinderdorfes in Düsseldorf sowie ein weiteres Mal im MHG Hell-Ga. Begleitet werden die Jungs seit Beginn von Oskars Rullis (einem Studenten des Fachbereichs Musikproduktion). Er betreut mittlerweile nicht nur das Bandprojekt, sondern auch jeden der Jungs mit seinem jeweiligen Instrument.

Darüber hinaus begrüßt die Gruppe Falter als weiteren Gast den jungen Zauberer Dustin Grimm. Er ist ein junges, magisches Talent, das Sie mit seiner Kunst verzaubern wird.

Über Ihr Erscheinen und eine geneigte Berichterstattung würden wir uns sehr freuen. Für die Gruppe Falter: Ralf Blech & Claus-Peter Peters

Das Märchen von Goethe

18.01.2017 Metaphysik-Literatur-Installation, Showroom Marktkarree Keine Kommentare

Das Märchen von Goethe zählt zu den rätselhaftesten Schriften der Literaturgeschichte. Dazu der Autor selbst: „Es ist zugleich bedeutend und deutungslos.“ Letzteres war es jedenfalls für seine Zeitgenossen. Inzwischen lässt es sich jedoch auflösen.

Beginnen wir mit einem Auszug, über den viel gerätselt wurde: „Wie dem auch sei“, sagte die Schlange, „der Tempel ist erbauet.“ – „Er steht aber noch nicht am Flusse,“ versetzte die Schöne. „Noch ruht er in den Tiefen der Erde“, sagte die Schlange, „ich habe die Könige gesehen und gesprochen.“ Aber wann werden Sie aufstehn?“ fragte Lilie. Die Schlange versetzte: „Ich hörte die großen Worte im Tempel ertönen: >Es ist an der Zeit<.“ (Der Satz stammt also von Goethe und wurde von der Friedensbewegung nur aufgenommen.)

Das Märchen von Goethe - Rätsel und Lösung

Der Tempel symbolisiert das Ende der Religionen

Nachdem sich der Tempel verwandelt und aus der Erde aufgestiegen war, erschien das Volk. Sie sehen übrigens den Tempel links. Er steht am Strom der Käufer (Fußgängerzone) in der Langenfelder Innenstadt. Doch weiter im Text:

„…und das Volk zerstreute sich in dem Tempel, seine Neugierde zu befriedigen. Es betrachtete die drei aufrecht stehenden Könige mit Staunen und Ehrfurcht, aber es war desto begieriger zu wissen, was unter dem Teppiche in der vierten Nische für ein Klumpen verborgen sein möchte; denn, wer es auch gewesen sein mochte, wohlmeinende Bescheidenheit hatte eine prächtige Decke über den zusammengesunkenen König hingebreitet, die kein Auge zu durchdringen vermag und keine Hand wagen darf, wegzuheben.

… Unvermutet fielen Goldstücke, wie aus der Luft, klingend auf die marmornen Platten, die nächsten Wanderer stürzten darüber her, um sich ihrer zu bemächtigen,… Man begreift wohl, dass die abziehenden Irrlichter sich nochmals eine Lust machten und das Gold aus den Gliedern des zusammen- gesunkenen Königs auf eine lustige Weise vergeudeten… Endlich verlief es sich allmählich, zog seine Straße, und bis auf den heutigen Tag ist der Tempel der besuchteste auf der ganzen Erde.“

Lösungen zu: Das Märchen von Goethe

Zu den Goldstücken siehe das Märchen „Die Sterntaler“. Es findet sich links neben dem Eingang. Und zu den Königen:
Laotse ist der Weise des goldenen Zeitalter, der goldene König. Zu seiner Zeit beherrschte Religion noch nicht alle gesellschaftlichen Bereiche. Persönliche Entwicklung war noch möglich.
Goethe war der silberne König, ausgestattet mit allen Tributen der Macht, denn jeder weiß, was wir an ihm haben.
Der dritte, der eiserne König, war Friedrich Nietzsche, derjenige, der die Käule schwang.
Und der vierte König schießlich, der zusammengesetze König, war der letzte Prophet. Der verwandelte nur ein Schlüsselerlebnis in „Gold“ (die Goldader, die ihn durchzieht) und den Rest seiner „Kindheitswunder“ leider nicht in Weisheit.
Beleuchtet wird das Alles vom Alten mit der Laterne, dem Unterzeichner. Der ist selbst ein Rätselmeister, wie die drei erstgenannten.

Damit noch zu einigen Bildern des Tempels und seiner Erbauung, der tatsächlich aus einer zusammengeschobenen Metaphysik-Literaturinstallation ans Fenster rücken musste. Als wenn das Märchen von Goethe eine Vision seines Autors gewesen wäre, weil dieser die Installation beim Falter voraus ahnte …

Fundus Artifex

04.01.2017 Allgemeine Themen, Falter und Welt 2 Kommentare

Zu unserem ersten Regeltreffen in 2017 hatten wir den Präsidenten „Kadée“ von Fundus Artifex zu Gast und konnten ihm „auf den Zahn fühlen“.

Natürlich soll man die Bedeutung „gewöhnlicher“ Treffen und Diskussionen nicht zu hoch hängen, doch trafen gestern abend nicht nur Personen, sondern zugleich zwei Konzepte aufeinander. Das war zum einen Kadée mit seiner Vorstellung einer Art Franchise in Sachen Kunst (und einem konfuzianischen Führungsstil). Zieht übrigens nach sich, er gibt vor und schafft Rahmenbedingungen, wofür ihm abhängige Gruppenmitglieder Mitgliedsbeiträge entrichten sowie ihm zu einem gewissen Teil Gefolgschaft schulden. Zum anderen war das der Unterzeichner mit seiner an Laotse angelehnten Art der Führung: Ein „Berufener“ führt, ohne als „Einpeitscher“ zu handeln, und „das Volk“ wird von selbst Rohholz. Das ist natürlich eine sehr grundsätzliche und dazu philosophische Betrachtung, kennzeichnet jedoch die Stile in den Grundzügen.

Nun sind wir selbstredend noch lange nicht soweit, die Erfolge beider Konzepte abschließend zu würdigen. Fundus Artifex besteht erst seit 20 Monaten und ist mit Vorlaufphase bis zur Reife des Konzeptes auf 15 Jahre bemessen. Zunächst nämlich gilt es noch, Gruppen zu gründen, und die müssen dann ans Laufen kommen. Das kostet Zeit und ist von den Köpfen in den Gruppen abhängig. Kadée will dazu hoch hinaus, will 400 Gruppen (allein in Deutschland) zu je 20 Künstlern, alle selbst organisiert und in den Rahmenbedingungen von Fundus Artifex abhängig. Dagegen sind wir schon knapp 5 Jahre alt, haben inzwischen 40 Mitglieder, weitere 30 temporär „durchgeschleust“, und sind mit inzwischen sieben Konzeptlinien, nämlich: Ausstellung Marktkarree, Grünes Sofa, Offenes Mikro, Offene Bühne, Crossover zwischen Kunst-Literatur und Musik sowie entsprechenden Aktionen außerhalb sehr erfolgreich. Dazu gesellen sich Schulungen, Workshops und sonstige Veranstaltungen.

Damit spräche zunächst einmal alles für uns und ein Konzept einer basisdemokratischen Selbstorganisation. Die Frage allerdings, ob unser Konzept über Langenfeld hinaus tragfähig sein könnte, ist damit nicht beantwortet. Andererseits bleibt in meinen Augen die Überlegung offen, ob und inwieweit Größe Qualität ersetzen kann. Denn zum einen sind wir nicht wie Fundus Artifex auf Expansion ausgerichtet und zum anderen klappte es bislang prima, wenn die „Teilnehmer“ bei uns selbst erkannten, ob ihre Qualität für eine Zugehörigkeit zum Falter ausreicht. Qualität scheint dagegen aktuell, in der Gruppe Fundus Artifex eine eher untergeordnete Rolle zu spielen. Wichtiger sind dort (zumindest im Moment) der „Schwur auf die Verfassung“ sowie die Entrichtung des geforderten Mitgliedsbeitrags, wofür Vorteile in den ökonomischen Rahmenbedingungen geboten werden. Mitgliedschaften in mehreren Gruppen sind möglich. Allerdings sollen Aktionen der Gruppe Fundus Artifex immer Aktionen nur dieser Gruppe bleiben.

In diesem Zusammenhang befremdete uns die kategorische Ablehnung von gruppenübergreifender Zusammenarbeit. Entweder werde man Mitglied bei Fundus Artifex, und erhalte alle Vorteile, oder aber man bleibe bei Veranstaltungen von Fundus Artifex außen vor. Bei uns sind dagegen grundsätzlich alle Möglichkeiten der künstlerischen Entfaltung und Zusammenarbeit mit anderen offen. Wir haben schon mit fremden Gruppen und bei fremden Gruppen ausgestellt. Hierbei werden jeweils Räumlichkeiten und Netzwerke der anderen Gruppe mit genutzt. Zudem kann bei uns jeder selbst entscheiden, wo er ausstellt, mit wem er ausstellt und ob er gegebenenfalls noch in anderen Gruppen mit dabei ist. Zum Abschluss wurde deshalb – auf uns bezogen – herausgestellt, dass die beiden Konzepte nur miteinander vereinbar wären, wenn allenfalls einzelne Mitglieder des Falter bei Fundus Artifex mitmachen würden. Gefahr sähen wir allerdings im Falle einer Fundus-Artifex-Ortsgruppe Langenfeld, weil diese die eigenen Falter-Kollegen per Satzung nicht zu ihren Aktionen einladen dürfte. Ein damit entstehendes, konkurrierendes Nebeneinander wurde allgemein abgelehnt, weil es nicht nur Gefahr für den Falter wäre, sondern sogar zur Auflösung beider Gruppen führen könnte. Letzten Endes wurde es jedoch jedem selbst anheim gestellt, Fundus Artifex beizutreten (und sich damit zugleich mit einem 30-seitigen Konzeptpapier selbst zu knebeln oder eben nicht).

Damit noch einmal zur Eingangsaussage zurück: Größe und Ansatz beider Gruppen liegen weit auseinander. Dennoch bietet sich die weitere Beobachtung beider Gruppen aufgrund vollständig unterschiedlicher Konzepte an. Bei Fundus Artifex liegt der Schwerpunkt auf einer weiteren Kommerzialisierung der Kunst, bei Falter zählt die persönliche Freiheit des Künstlers um seiner Kreativität willen. Und genau deshalb könnte man tatsächlich eines Tages von einem zukunftsweisenden Treffen sprechen. Zurückschauend stellt sich dann vielleicht die Frage, wohin die Reise ging, entweder in Richtung Organisation aller Künstler unter einem (womöglich) beschränkenden Dach oder doch mehr in Richtung FREIHEIT. Und weil Fundus Artifex erfolgreich sein wird (für mich keine Frage), wird man womöglich wissen wollen, ob es Künstler gab, solche, die sich nicht vereinnahmen ließen, für ihre Überzeugungen eintraten und dafür auf „die schnelle Mark“ verzichteten.

Das „Grüne Sofa“ startet in die nächste Runde

03.01.2017 Autoren und Bücher, Das Grüne Sofa, Presse-Infos Keine Kommentare

Plakat "Grünes Sofa" mit Cannonball Randall Januar 2017Nach einem Dutzend brillant besetzter und sehr gut besuchter Veranstaltungen 2016, startet das „Grüne Sofa – Autorenlesung in Haus Arndt“ in die nächste Runde. Auch 2017 nehmen Autoren aus Nah und Fern gerne die Einladung der Künstlergruppe FALTER an und gewähren jeden zweiten Dienstag im Monat im Dachstübchen von Haus Arndt, Solinger Str. 2, einem geneigten Publikum Einblick in ihr Werk und Schaffen. Das Spektrum spannt sich dabei, wie gewohnt, von biografisch Philosophischem über das Sachbuch bis hin zu Lyrik und Belletristik. Für alle Freunde der Spannungsliteratur steht natürlich auch die ein oder andere Krimilesung auf dem Programm.

Zum Auftakt präsentiert der Wahllangenfelder Helmut Dunkel alias Pulp-Fiction-Autor Cannonball Randall am Dienstag, den 10. Januar ab 19.30 Uhr, den 12. Band seiner Romanreihe um die mit übersinnlichen Fähigkeiten ausgestattete Superheldin Kitty Moan. Die exklusive Vorpremiere des „Die Frau aus dem Nichts“ betitelten Romans ist die Gelegenheit für alle, die bei der „Kitty Moan Convention“ im Oktober letzten Jahres nicht dabei sein konnten. Erneut geht es „abgefahren, blutig und extrem sexy“ zu, wenn sich Randalls Heldin Kitty Moan in aberwitzige Abenteuer verstrickt. Gefahren, die sie nur mit Köpfchen, Fäusten und den Waffen der Frau bestehen kann. Der Roman erscheint Anfang Februar 2017. Mehr Infos zu Cannonball Randall und Kitty Moan finden Sie auf: www.kitty-moan-universe.de

Das GRÜNE SOFA ist eine Veranstaltungsreihe der Künstlergruppe Falter (www.ig-klm.de) in Zusammenarbeit mit Haus Arndt und der Stadt Langenfeld. Einlass ist 19.00 Uhr, Beginn gegen 19.30 Uhr, der Eintritt ist frei.

Ausstellung „Bildgestöber“

02.01.2017 Presse-Infos, Showroom Marktkarree Keine Kommentare

Ausstellung Bildgestöber 2017

Das Plakat zu Bildgestöber

Pressetext „Bildgestöber“

Viele Menschen nutzen die dunkle Jahreszeit zur Ruhe, zur Besinnung und zur Refelexion. Man sitzt im Warmen, denn draußen ist es ungemütlich. Dort fegt der Wind übers Land und wirbelt die Blätter des vergangenen Jahres auf. Blattgestöber nennt man es, wenn die Bäume kahl da stehen und ein schräg einfallendes Sonnenlicht das Spiel des Windes beleuchtet.

Ihre 20. Ausstellung im Marktkarree, ihre 25. als Vereinigung, ist Anlass für die Gruppe Falter, um noch einmal in den reichen Fundus zu greifen. Die schönsten Bilder der vergangenen Schauen wurden deshalb zusammengetragen, sie noch einmal dem Publikum zu präsentieren. Das sind vor allem die Kunstwerke, die bei Ihnen die größte Aufmerksamkeit bekommen haben. Und welcher Titel könnte das besser abbilden, als „Bildgestöber“. Zudem besteht in den trockenen und warmen Räumlichkeiten im ersten OG des Marktkarrees kaum die Gefahr, dabei vom Winde verweht zu werden. Kommen Sie also vorbei und lassen Sie sich von einen Querschnitt des Falter-Schaffens, ob Bild, Literatur oder Skulptur, überraschen.

Die Vernissage unserer neuen Ausstellung findet am 14.01.2017 in der Zeit von 12 bis 16 Uhr statt. Untermalt wird das Opening von der Gruppe „Rocks & Roses“. Geöffnet ist die Schau dann Dienstags bis Freitags in der Zeit von 17-19 Uhr und Samstags von 12 bis 16 Uhr.