ï»ż Falter-Geschichte Archives - IG-KLM/ Falter Langenfeld IG-KLM/ Falter Langenfeld

Kategorie: Falter-Geschichte

Traurige Nachrichten, GrĂŒnder der Falter verstorben

schrieb am 17.06.2018 - Allgemeine Themen, Falter-Geschichte - Noch keine Kommentare

Todesanzeige fĂŒr den FaltergrĂŒnder Claus-Peter Peters Pepe

Nur einen Tag vor unserer letzten Ausstellungseröffnung erreichte uns die Nachricht vom plötzlichen Tod Claus-Peter Peters, unserem Pepe, Er war der GrĂŒnder und spiritus rector der KĂŒnstlergruppe Falter.
Trotz des Schocks und der alles ĂŒberdeckenden Traurigkeit wurde beschlossen, die Ausstellung wie geplant zu eröffnen. Wir denken, dass wir damit in Pepes Sinne gehandelt haben.
Vor 6 Jahren hÀtte man nicht ahnen können, was durch Pepes Vision entstanden ist. Er selbst hat damals festgehalten und das sind jetzt seine Worte:

(Zitat Anfang)
Die „Interessengemeinschaft Kunst-Literatur-Musik“, wurde im September 2012 aus der Taufe gehoben.
Das erste Treffen fand (wie auch das zweite) im „CafĂ© New York“ statt. Außer dem GrĂŒnder erschien, trotz des reservierten großen Tisches zunĂ€chst niemand. Erst nach einer Stunde tauchte Helmut Dunkel auf, small-talkte eine Weile und verschwand dann wieder. Auf dem Weg in den „Flohmarkt“ lief mir schließlich das dritte GrĂŒndungsmitglied, Peter Plattke, ĂŒber den Weg, entschuldigte sich fĂŒr das zu spĂ€te Erscheinen, worauf wir neben seiner Musikalienhandlung noch ein Freundschaftsbier vernichteten.
Auch die weiteren Treffen waren, trotz der AnkĂŒndigungen: „Ich komme vorbei“ eher schwach besucht.
Eigentlich wollte ich das Projekt schon wieder einstampfen, wurde dann allerdings durch den Zuspruch von Marion Schreiner, Alex Wolfart, Jutta Stichnoth, Franzi Rockxx, Simon Krebs, Peter Plattke, Peter Pietralczyk, Stefan Henne, Reinhard Frotscher und – last but not least – Helmut Dunkel daran gehindert.
Dazu gesellten sich diverse „stille Beobachter“, die der Gruppe gutes Gelingen wĂŒnschten, es dennoch vorzogen (und auch weiterhin vorziehen), uns wohl gesonnen aus der Ferne zuzusehen. Beim dritten Treffen trug jemand vor, dass wir doch eine Gruppe mit Herzblut seien, die einen Namen braucht. Da zuvor bereits der Name „Falter“ gefallen war, der von schöner BlĂŒte zu schöner BlĂŒte fliegt, erinnerte ich an den „BlutbĂ€r“, einen seltenen, einheimischen Schmetterling. Der rot-schwarze „JakobskrautbĂ€r“, so sein zweiter Name, ernĂ€hrt sich von eben jenem Giftkraut und ist daher fĂŒr Fressfeinde ungenießbar.
So wurde der Name „Falter“ als der eines von BlĂŒte zu BlĂŒte fliegendem schönen Insekts angenommen, der rot und schwarz gefĂ€rbt an den in Langenfeld vorkommenden, jedoch seltenen „JakobskrautbĂ€r” erinnert und zugleich fĂŒr die Gruppe symbolisiert, dass sie sich nicht von Dritten vereinnahmen lĂ€sst. Wir sind also allesamt von ungewöhnlich hĂŒbschem Aussehen, daher auch eher seltene Kreaturen, werden als KĂŒnstler von den schönen Dingen angezogen, sind eigenstĂ€ndig und lassen uns nicht auffressen, die „Gruppe Falter“ eben.
Hier endet das Zitat

Aus den bescheidenen AnfĂ€ngen ist nun eine starke Gemeinschaft entstanden mit nunmehr bereits 27 Ausstellungen im Marktkarree und weiteren als „Falter Unterwegs“, mit monatlichen Lesungen auf dem GrĂŒnen Sofa im Haus Arndt und jeden Monat musikalischen Auftritten auf der Offenen BĂŒhne des Marktkarrees. Somit ist der Falter inzwischen fest im Langenfelder Kulturleben etabliert.

Pepe hat- wohlgemerkt neben seiner VollzeitbeschĂ€ftigung in einem DĂŒsseldorfer Unternehmen-
ein umfassendes literarisches Werk geschaffen, das sich u.a. detailliert mit der Interpretation der Weltreligionen auseinandersetzt, Neues zur Langenfelder Stadtgeschichte beitrĂ€gt aber auch mit seinen Langenfeld-Krimis eine ganz andere, amĂŒsante Seite seiner Arbeit aufzeigt. Und immer blieb ihm noch Zeit fĂŒr den Falter:

* Pressetexte hat er geschrieben und verteilt,
* Die home-page auf den Weg gebracht,
* Interessante Falter Blogs verfasst,
* Strategien entwickelt
* Eröffnungsreden gehalten,
* unsere monatlichen Treffen geleitet,
* sich selber auf das grĂŒne Sofa gesetzt und aus seinen Schriften vorgelesen
* uns allen im Flohmarkt einen Platz am Stammtisch freigehalten
* alle Veranstaltungen begleitet und fotografiert
* alle Falter-AktivitÀten in BildbÀnden festgehalten
* und schließlich hat er sich an vielen Ausstellungen mit eigenen BĂŒchern, Fotografien und innovativen Installationen beteiligt.

Seine Installation „Die Himmelsleiter“ die er kurz vor seinem Tod im MarktKarree fertiggestellt hat, verweist darauf, dass er sich nicht nur mit dem Diesseits, sondern auch intensiv mit dem Jenseits beschĂ€ftigt hat und er rĂ€t uns allen, uns rechtzeitig selbst um unser Seelenheil zu kĂŒmmern.

Wir haben mit Pepe nicht nur einen großen VisionĂ€r, Philosophen und Kulturschaffenden verloren, sondern auch einen guten Freund und einen ganz besonderen Menschen.
Wir alle schulden ihm großen Dank.

Rede zum 5-jÀhrigen JubilÀum des Falter

schrieb am 02.12.2017 - Allgemeine Themen, Falter-Geschichte, Presse-Infos - Noch keine Kommentare

Die KĂŒnstlergruppe Falter ist nun schon 5 Jahre alt. Passend zu unserem aktuellen Ausstellungstitel „Stop & Go“ daher zunĂ€chst mit einen „Stop“ ein kurzer RĂŒckblick, zum Schluss mit „Go“ ein Ausblick.

GegrĂŒndet wurde die Vereinigung am 05.09.2012 mit Treffen von Helmut Dunkel, Peter Plattke und mir im CafĂ© New York sowie im Flohmarkt. 5 Jahre, das ist wohl noch nicht lange, doch in unserer schnelllebigen Zeit bereits ein beachtenswerter Zeitraum. Aus zunĂ€chst nur der Idee, alle Kulturschaffenden in Langenfeld und Umgebung zu vernetzen, ist inzwischen eine Gruppe von 30-40 KĂŒnstlern geworden. Eine solche, die mit Ausstellungen, Literatur und Musik die Kultur in der Region beflĂŒgelt hat.

Damals kannte ich gerade einmal zwei Autoren und vielleicht 20 Musiker. Bildende und darstellende KĂŒnstler waren mir bis zu diesem Zeitpunkt nicht bekannt. Dennoch war ich mir sicher, dass nur der Schulterschluss aller kĂŒnstlerisch tĂ€tigen KrĂ€fte gleichermaßen fĂŒr Langenfeld und fĂŒr jeden Mitstreiter einzeln etwas bewegen könnte. Helmut und Peter bestĂ€rkten mich in meinen Überlegungen und unterstĂŒtzten das Vorhaben. Bereits zum zweiten Treffen stießen der Schlagzeuger Alex Wolfart sowie Autorin Marion Schreiner hinzu. Kurze Zeit spĂ€ter konnten wir mit Peter Pietralczyk und Reinhard Frotscher, fĂŒr uns sehr erfreulich, denn auch die ersten Maler und ObjektkĂŒnstler begrĂŒĂŸen. Mit Ihnen wurden es zu jedem Treffen mehr Interessenten, bis wir wegen Renovierung von Haus Arndt, in das wir ab dem dritten Treffen umgezogen waren, zeitweise ins Falken-Brauhaus am Berliner Platz wechseln mussten. Dort wurde der Name „Falter Langenfeld“ gekĂŒrt, es wurde „Kunst statt Leerstand“ geplant und das Projekt erfolgreich auf den Weg gebracht.

Wie wir zum Namen Falter kamen, ist schnell erzĂ€hlt: Die IG-KLM war ein Arbeitstitel, der das Programm erklĂ€ren sollte: Die AbkĂŒrzung steht fĂŒr Interessengemeinschaft Kunst-Literatur-Musik. Es wird natĂŒrlich nicht verkannt, dass der Begriff Kunst eigentlich ĂŒber allem steht. Doch kaum ein Musiker oder Autor bezeichnet sich als KĂŒnstler. Echte Kunst, so denn wohl auch die landlĂ€ufige Auffassung, entsteht unter den HĂ€nden von Malern und Bildhauern oder wird von Schauspielern auf die BĂŒhne gebracht. Daher steht Kunst bei uns sowohl fĂŒr die bildende als auch fĂŒr die darstellende Kunst. Und weil der Name IG-KLM so holperig ist, wurde nach etwas Neuem gesucht. Irgendwer brachte schließlich beim Brainstorming den Namen Falter aufs Trapez und weil der so herrlich unverbraucht war, haben wir ihn angenommen. Schließlich wurde der BlutbĂ€r, ein seltener, gleichwohl in Langenfeld heimischer, rot-schwarzer Schmetterling, zu unserem Logo auserkoren. Dieser findet sich nun stilisiert auf allen unseren Plakaten und Veröffentlichungen.

Als Gruppe Falter, mit eigenem Logo und dem SelbstverstĂ€ndnis einer vielschichtigen KĂŒnstlergruppe wurde anschließend die Stadt angesprochen, uns bei einer Aktion „Kunst statt Leerstand“ behilflich zu sein. ZunĂ€chst war an eine zeitlich befristete Aktion gedacht. Es sollten, Dank der UnterstĂŒtzung des Stadtmarketings, in Person Herrn Zimmermann, zwei Wochen in vier Ladenlokalen werden, danach wollten wir weiter nachdenken. Doch zum Atemholen kamen wir nicht, weil wir ĂŒberzeugten. Wir wurden nĂ€mlich gebeten, weiterzumachen, im Karree, im Erdgeschoss, in bester Lage, im heutigen Komma. Nachdem wir offenbar (nicht nur) diesem Lokal zu mehr Aufmerksamkeit verholfen hatten, sodass es vermietet wurde, dĂŒrfen wir nun im Ex-Tiger-Hobby, unserem heutigen Domizil im Marktkarree weiter ausstellen. Seither haben sich uns zugleich mit jeder Veranstaltung neue KĂŒnstler angeschlossen, ein Prozess, der noch lange nicht beendet ist. NatĂŒrlich gab es unterdessen AbgĂ€nge, etwa durch VerĂ€nderungen des Lebensmittelpunktes oder auch, weil eine Gruppe eben Mitarbeit und Dabeibleiben bedeutet.

So wurden wir die Vereinigung zur Kunst in Langenfeld, die sich ĂŒber Berufs-, Bildungs- und Altersschranken hinaus zusammenfand, die sich immer wieder neue Herausforderungen stellt und die ihre Ziele auch umsetzt. Nicht obwohl, sondern weil wir so viele Erfahrene in unseren Reihen haben, spielt fĂŒr uns neben gemeinsamen Projekten zugleich die Nachwuchsarbeit eine große Rolle.  So bieten wir dem Nachwuchs an jedem ersten Samstag im Monat eine „Offene BĂŒhne“ und haben schon Kunst von Kindern ausgestellt. Unser zweitĂ€ltestes Standbein neben den Ausstellungen ist allerdings die Literatur. Als „GrĂŒnes Sofa“ lockt eine Veranstaltungsreihe an jedem zweiten Dienstag im Monat mit Autorenlesungen ins Haus Arndt. Dichter, Denker und Kabarettisten bedienten bislang das Publikum, das auch schon mit Nachwuchsautoren unterhalten wurde. Denn auch beim „GrĂŒnen Sofa“ gilt das Credo des Falter, nicht nur gestandenen KĂŒnstlern eine Heimat bieten, sondern gleichfalls junge Menschen zur Kunst bringen und diese dafĂŒr begeistern. Schließlich sind es gerade KĂŒnstler, die sich ĂŒber Grenzen und Kulturen zu allen Zeiten die Hand reichen konnten. Das macht Sinn in einer Welt voller religiöser und gesellschaftlicher Konflikte. In diesem Sinne sind wir stolz darauf, dass wir als Falter bereits BrĂŒcken in die Welt bauen durften, mit einer mexikanischen Gastausstellung sowie den Ausstellungen von Werken osteuropĂ€ischer KĂŒnstler.

Aus meiner Warte rĂŒckblickend betrachtet, war die GrĂŒndung des Falter die richtige Entscheidung. Viele kreative KrĂ€fte wĂ€ren im stillen KĂ€mmerlein versauert, denn der Falter bietet ihnen das Forum, sich zu entfalten und das ganz persönliche, freie Schaffen zu prĂ€sentieren. Mancher hat sich zudem erst beim Falter so richtig entwickelt und viele Kunst wĂ€re ohne den Falter erst gar nicht entstanden. Insoweit dĂŒrfen wir uns glĂŒcklich schĂ€tzen, in der Stadt Langenfeld, dem Marktkarree, dem Haus Arndt und dem Flohmarkt UnterstĂŒtzer fĂŒr unsere Ideen gefunden zu haben. Insbesondere wĂ€re uns die kreative Arbeit jedoch ohne das Marktkarree nicht möglich gewesen. Dem Management des Hauses gilt daher unserer besonderer Dank.

Bleibt ein Blick in die Zukunft: Wir möchten hoffen, dass wir weiterhin UnterstĂŒtzung finden, Internet-Shopping sei Dank, und im Leerstand Kunst prĂ€sentieren dĂŒrfen. Dazu bitten wir alle, die kĂŒnstlerisch tĂ€tig sind, sich uns anzuschließen, mit Engagement die Idee immer wieder zu erneuern und voranzutragen. – Und damit möchte ich nun unsere kleine Feier eröffnen. Vielen Dank fĂŒr Ihre Aufmerksamkeit.

Unsere Ausstellungen 2016

schrieb am 03.12.2016 - Allgemeine Themen, Falter-Geschichte, Showroom Marktkarree - Noch keine Kommentare

Auch in 2016 gab es wieder interessante Veranstaltungen im Marktkarree, in den RĂ€umen des ehemaligen Spielzeugladens im ersten OG.

Reinhards Puppenparade zum Puppentheater

Reinhards Puppenparade zum „Puppentheater“

Die Ausstelungen in 2016 eröffnete das Puppentheater, hier Fotos von Claudia Grunewald.

Den Reigen in 2016 öffnete das „Puppentheater“, hier Fotos von Claudia Grunewald.

Im Anschluss an die 2015er Ausstelllung „Eiszeit“ öffneten wir am 13.02.2016 den Ausstellungs-Reigen mit „Puppentheater“, wie gewohnt mit Vernissage zwischen 12 Uhr und 16 Uhr. Der Veranstaltung folgten vom 09.04.2016 bis zum 04.06.2016 „Nur 100 Stunden“ (reine Ausstellungszeit), zugleich ein Titel, der „die wenige Zeit“ und „die Hetze in der heutigen Zeit“ zum Inhalt hatte. Dem folgte mit „Grenzenlos“ eine erste internationale Ausstellung mit mexikanischen KĂŒnstlern und reichlich UnterstĂŒtzung durch politische Prominenz. Das Opening war am 11.06.2016 erneut in der Zeit zwischen 12 Uhr und 16 Uhr und wurde von zwei Musikgruppen begleitet, der mexikanischen Gruppe „Fandango“ und der Langenfelder Band „Fast Vier“.

Mexikanische GastkĂŒnstlerinnen bei "Grenzenlos"

Mexikanische GastkĂŒnstlerinnen bei „Grenzenlos“

Die Ausstellung „Du & Ich“ folgte vom 10.09.2016 an bis zum 05.11.2016. Erstmals wurde neben Bildern und Objekten zugleich Literatur (insbesondere Bilder in der Literatur) prĂ€sentiert. Die Dokumentation dazu finden Sie aus der Inhaltsangabe heraus im Parforceritt durch die Falter-Installation. FortgefĂŒhrt und ergĂ€nzt wurde die Literaturinstallation ĂŒbrigens noch einmal in der letzten Ausstellung des Jahres 2016, in „Kunterbunt“. Deren Vernissage fand am 12.01.2016 statt.

Kleine Formate

„Kunterbunt“ einmal in Bildern von Monika HĂŒttenbĂŒgel. Große Kunst fĂŒr kleines Geld.

Die Veranstaltung endet am 07.01.2017 und wird durch das „Bildgestöber“ abgelöst. Ein neues Konzept ist hierfĂŒr in Arbeit, um unsere PrĂ€sentationen fĂŒr Sie noch interessanter zu machen.

 
     

Vor- und RĂŒckschau 2016

schrieb am 26.01.2016 - Allgemeine Themen, Autoren und BĂŒcher, Das GrĂŒne Sofa, Falter-Geschichte, Maler und Ausstellungen, Musiker und Konzerte, Showroom Marktkarree - Noch keine Kommentare

In 2016 wird es erneut Ausstellungen im Karree, in der LVR-Klinik Langenfeld und der LVR-Klinik Solingen geben. Daneben engagieren sich Falter-Mitglieder in Ausstellungen der Neander-Art-Gruppe, den GĂŒterhallen Solingen, bei den Kunst-Tatorten, spielen Theater bei den RampensĂ€uen Haan oder lesen und gestalten bei der Kitty-Con etc. Zudem wird 2016 Musik von Falter-Mitgliedern zu hören sein, etwa bei eigenen Konzerten, auf Veranstaltungen, beim Woodslach-Festival usw.

Fototagebuch KsL im Karree

Kunst statt Leerstand BĂ€nde 1 bis 4

Wechsel in der Gruppe, etwa durch Wegzug und Zuzug, fĂŒhren zudem zu spannenden VerĂ€nderungen in unserem Kunst-Spektrum. Überdies wir sind weit und breit die einzige Gruppe mit derzeit rund 30 aktiven Mitgliedern, die ĂŒbers Jahr allesamt aktiv sind! Bei unseren gemeinsamen Veranstaltungen im Karre machen nĂ€mlich regelmĂ€ĂŸig 20 und mehr Mitglieder mit. Nur einige wenige „Karteileichen“ halten wir auf deren eigenen Wunsch hin informiert. Das ist fĂŒr vergleichbare Gruppen unserer GrĂ¶ĂŸe bundesweit einzigartig und mit Sicherheit unserer demokratischen, toleranten und offenen Ausrichtung geschuldet. Nichtsdestotrotz freuen wir uns jederzeit ĂŒber VerstĂ€rkung, denn wir wollen alle voneinander profitieren und uns weiterentwickeln.

Die gemeinsamen Anstrengungen, insbesondere im Karree werden im Übrigen fotografisch dokumentiert. Dazu gesellen sich gemeinsame AusflĂŒge, gelegentlich Lesungen im Rahmen der Reihe „Das GrĂŒne Sofa“ sowie unsere Strategietreffen. Alles ist offen einsehbar in den BĂ€nden zu „Kunst statt Leerstand“, die Sie als geneigter Zuschauer oder interessierter KĂŒnstler gerne im Karree einsehen dĂŒrfen.

Wenn Sie selbst kĂŒnstlerisch aktiv sind und bei uns mitmachen wollen, melden Sie sich bitte im Karree, nach Regeltreffen zum „Stammtisch“, ebenso nach Lesungen im „Haus Arndt“ oder aber zum KĂŒnstler-Plausch im „Flohmarkt“.

Unsere Ausstellungen 2015

schrieb am 06.01.2016 - Allgemeine Themen, Falter-Geschichte, Maler und Ausstellungen - Noch keine Kommentare

Nachdem wir „unser“ erstes Lokal im Marktkarree zu Gunsten des neuen Mieters „Comma“ rĂ€umten, fĂŒhren wir nunmehr unsere Ausstellungen (seit Januar 2015) im Ex-„Tiger-Hobby“ im ersten Obergeschoss durch. Aus der Ausstellung „MĂ€rchenhaft“ wurde „Sagenhaft“, weil uns ein sagenhaft schneller Umzug in der Karnevalswoche (9.2.2015 bis 11.02.2015) gelang. Die Vernissage fand dann am 21.02.2015 in den neuen RĂ€umlichkeiten statt. Zur Bildergallerie und dem „Umzug im Karree„.

Erste Ausstellung in der LVR unter dem Titel "4 Elemente"

1. Ausstellung in der LVR mit dem Titel „4 Elemente“

Die Ausstellung „Vier Elemente“ (Bild links) mit Vernissage am 19.02.2015 startete parallel in der LVR-Klinik Langenfeld. Damit eröffneten wir den Reigen einer neuen Reihe unter dem Titel „Falter Unterwegs“.
Die „Crossover„-Vernissage mit Mottenmodell, kinetischen Objekten, Steinplastiken, Bildern und BĂŒchern, fand am 18.04.2015 statt. In Rahmen dieser Ausstellung luden wir am 09.05.2015 zu VorfĂŒhrungen und zum Mitmachen ein („Kunst und Geschichte zum Anfassen„). Am 15.05.2015 begingen wir unser einjĂ€hriges Kunst-statt-Leerstand-JubilĂ€um („1 Jahr Kunst statt Leerstand„) erneut mit Live-Musik. Peter Plattke und Band brachten dem „Geburtstagskind“ ein „StĂ€ndchen“. „Jetlag im Rheinland“ löste mit Vernissage am 06.06.2015 „Crossover“ ab. Unmittelbar danach folgte die zweite Ausstellung in der LVR-Klinik unter dem Titel „Sagenhaftes Crossover“.

Verkehrte Welt

Die „Gruppe Falter“ zur Vernissage „Verkehrte Welt“

In the Summertime“ startete am 08.08.2015 im Anschluss an „Jetlag im Rheinland“. „Whisper in the Dark“ folgte ab dem 10.10.2015 und schließlich vervollstĂ€ndigte „Eiszeit“ ab dem 28.11.2015 die Ausstellungsreihe im Karree. Zwischen den beiden letzten Ausstellungen bereicherte noch am 21.11.2015 die eintĂ€gige „Kitty Moan Convention“ das Programm im Showroom Marktkarree. Dazu gab es mehrfach Aktionen mit Kindern, Vorlesungen außerhalb der Reihe „GrĂŒnes Sofa“ und Musik zu Vernissagen sowie zur Schlemmermeile. Am 15.10.2015 konnte noch unter dem Titel „Verkehrte Welt“ (Bild rechts) die dritte Ausstellung in den RĂ€umlichkeiten der LVR-Klinik eröffnet werden. Zudem legte die kleinste Galerie in Langenfeld in der „GaststĂ€tte Flohmarkt“ Mitte Dezember los und wird kĂŒnftig parallel zu den großen Ausstellungen betrieben. Des Weiteren laufen inzwischen die Vorbereitungen zu „Puppentheater“ im Februar 2016 in den RĂ€umlichkeiten des Marktkarrees sowie die Planungen fĂŒr „Falter Unterwegs“ in der LVR-Klinik Solingen. Zu guter Letzt werden einige interessante GesprĂ€che mit weiteren Veranstaltern zu neuen Ausstellungsreihen gefĂŒhrt. Besuchen Sie uns also daher bald (wieder) und lassen Sie sich ĂŒberraschen.

Ist der „Falter“ politisch?

schrieb am 04.08.2015 - Allgemeine Themen, Falter und Welt, Falter-Geschichte - Noch keine Kommentare

Bereits diverse Male wurden wir als KĂŒnstlergruppe aufgefordert, uns politisch zu Ă€ußern. Es sei die Pflicht der KĂŒnstler, erst recht in der Gruppe, usw. Verwiesen wird dabei auf Konzerte fĂŒr oder gegen etwas, Pamphlete zur UnterstĂŒtzung von Dissidenten etc. Von unserer Seite wurde und wird dann stets darauf verwiesen, dass wir ein Zusammenschluss von Profis und ambitionierten HobbykĂŒnstlern sind, wobei sich alle zunĂ€chst einmal in ihren kĂŒnstlerischen BemĂŒhungen unterstĂŒtzen wollen. Daneben gibt es zwar, breit gefĂ€chert, politische Meinungen, jedoch keine politische Meinungsbildung in der Gruppe. Andererseits achten wir darauf, dass sich niemand mit menschenverachtenden oder rassistischem Gedankengut bei uns einfindet. Insoweit könnten wir uns als Demokraten tatsĂ€chlich zu gemeinsamen politischen Statements zusammenfinden, zumal ein jeder in der Gruppe seine Meinung frei Ă€ußern und außerhalb der Gruppe frei politisch agieren darf.

Ist das aber gewollt? – Nein, es ist nicht gewollt, weil wir nĂ€mlich eine KĂŒnstlergruppe und keine Politikgruppe sind. Damit sind wir andererseits nicht per se apolitisch, denn wie kann eine Vereinigung von denkenden Menschen, dazu im öffentlichen Raum, die sich Toleranz und Basisdemokratie auf die Fahne geschrieben hat, unpolitisch sein? Das ginge nicht zusammen. Wir leben jedoch, statt ĂŒber (Tages-)Politik zu reden, ein entspanntes Miteinander fast ohne FĂŒhrung. Dazu sind wir auch kein Verein und haben keinen Vorstand. Stattdessen haben wir eine notwendige Struktur mit Obleuten zur DurchfĂŒhrung unserer Veranstaltungen, fĂŒr unsere Pressearbeit und fĂŒr unsere Webauftritte. Ein bisschen mehr Kandare könnte womöglich sogar mehr Erfolg verheißen. Dennoch, wir wollen zwar den Erfolg, jedoch nicht um den Preis der Knechtung. Denn bei uns wird persönliche Freiheit hochgehalten.

Fassen wir es zu einer Frage zusammen: So etwas wie „Politik betreiben“, indem man Freiheit lebt, Toleranz ĂŒbt und sich basisdemokratisch zu Projekten zusammenfindet? Ja! Und das soll funktionieren? Ja, es klappt, sogar vorzĂŒglich – und dahinter steckt auch ein Konzept. Wir alle kennen zumeist nur konfuzianisches Denken und eine ebensolche, von FĂŒhrung und Unterordnung geprĂ€gte Politik. Dagegen steht ein Politikentwurf, den man bei Laotse nachlesen kann, wo nach seiner Empfehlung ein Berufener die ZĂŒgel schleifen lĂ€sst und das Volk sich dennoch findet. Diese Art des Zusammenwirkens probieren wir aus (weil wir nĂ€mlich allesamt intelligente und verantwortungsbewusste Menschen sind). Wir sind damit zwar eine deshalb von der Tagespolitik abgekoppelte, wegen unserer Nicht-FĂŒhrung dennoch sehr politische Gruppe.

Dieses Konzept hat dann zur Folge, dass wir uns nicht wie alle anderen zur Tagespolitik aus dem Fenster lehnen. Nehmen wir dazu einmal das Beispiel „Charlie Hebdo“ heraus: Damals blieb selbst den engagiertesten KĂŒnstlern nur, sich pflichtgemĂ€ĂŸ aufzuregen, mehr nicht. – Wissen Sie was? Eine ungehörte MeinungsĂ€ußerung, nur um sich selbst auf die Schulter zu klopfen, ist Nonsens. Und wenn ich aus meiner Lebenserfahrung zusteuern darf: Mich nur pflichtgemĂ€ĂŸ aufzuregen, kannte ich bereits aus meiner Zeit als Betriebsrat. Damals war ich es gewohnt, hinterher zu hecheln. Unsere Gruppe jedoch geht mit ihrem Konzept voran. – Das glauben Sie nicht? Herrschaften, ich bin Mystiker, zudem GrĂŒnder und so etwas wie der Sprecher der Gruppe. Dass ich mich mit Nicht-FĂŒhrung auskenne, dĂŒrfen Sie mir abnehmen und nachlesen können Sie es zudem, auf meiner Webseite forum-freie-mystik.de

Doch auch wir zeigen Flagge. Denn wenn die Gruppe so etwas wie Standpunkte offenbart, so sind es solche mit dem eigenen Handeln, etwa ein Eintreten fĂŒr persönliche Freiheit, fĂŒr KreativitĂ€t, fĂŒr Basisdemokratie, fĂŒr ein entspanntes Miteinander, fĂŒr Chancen, fĂŒr Entwicklung, dies fĂŒr alle, weltweit und bis in eine ferne Zukunft. Diese Forderungen setzen ĂŒbrigens eine Grundsicherung fĂŒr alle Menschen weltweit voraus. Dieses Konzept hat zudem Bildung und Anleitung zur KreativitĂ€t zum Inhalt. Also bitteschön, warum sollten wir uns, ohne gehört zu werden, zur Tagespolitik Ă€ußern? Das lassen wir denen, die ohne Konzept unterwegs sind und die ansonsten gerne hinterherhecheln.

Zur ErgĂ€nzung sei auf unsere „Goldenen Regeln“ sowie die Überlegungen zu den „Aufgaben des Kurators“ verwiesen.

1 Jahr „Kunst statt Leerstand“

schrieb am 16.05.2015 - Falter-Geschichte, Musiker und Konzerte, Projekt Highlights, Showroom Marktkarree - Noch keine Kommentare

Die langen Worte, nĂ€mlich die Rede zum 1-jĂ€hrigen JubilĂ€um der Aktion „Kunst statt Leerstand“ (gehalten vom GrĂŒnder der Gruppe Claus-Peter Peters) findet Ihr / finden Sie nun hier: Rede zum EinjĂ€hrigen

Da das ResĂŒmee zu einem Festtag kurz und knapp ausfallen soll, habe ich die Rede von dieser Seite „verlegt“. Ohnehin ernĂŒchterndes Ergebnis: Das „FesttagsgesĂŒlz“ war eine undankbare Aktion, denn der Aufwand war groß und das Echo gering (erst wird eingefordert und dann hört keiner zu). Viel spannender erschien dem Publikum ganz offenbar die Band. Es gab sich nĂ€mlich die Gruppe „Pete Hummings & His Machine Screw“ oder besser gesagt: „Peter Plattke & Friends“ (einstens „Breitengrad“) die Ehre, sodass nach Singer-Songwriterin „Franzi Rockxx“ und der Cover-Band „Friday Nights“ (Ex-„Starfighter“) in unserem Showroom wieder einmal Live-Musik geboten wurde. Ein mutiger Schritt fĂŒr die Herren, nach Jahren der BĂŒhnenabstinenz wieder einmal aufzutreten – und das, ohne groß zu proben. Nichtsdestotrotz war die Vorstellung Klasse, die Herren wurden von Song zu Song besser. Als schließlich als besonderer Ehrengast gegen 15 Uhr Ex-Kellerkino-Wirt, Schauspieler, Entertainer, Eventmanager und SĂ€nger „Coco Teuber“ erschien, bewies der in Begleitung von Peter & Band, dass er stimmlich noch immer einiges drauf hat. So wurde es mit Bildern, Fotos, Skulpturen, GesprĂ€chen und Musik alles in allem eine gelungene Veranstaltung, die noch lange im GedĂ€chtnis bleiben wird. Daher von meiner Seite an dieser Stelle nochmals herzlichen Dank an die Musiker. Am Rande notiert, soll es denen selbst, so ist inzwischen zu vernehmen, derart Spaß bereitet haben, dass kĂŒnftig wieder hĂ€ufiger Auftritte zu erwarten sind. Wenn dies zutrĂ€fe, hĂ€tte es mit der Veranstaltung eine Win-Win-Situation fĂŒr alle gegeben, nĂ€mlich Zuhörer, Vernissage-Besucher und Musiker zugleich. So hoffen wir, in KĂŒrze wieder Lokalmatador (und Falter-GrĂŒndungsmitglied) „Peter Plattke“ mit Band in unseren Hallen begrĂŒĂŸen zu dĂŒrfen.

Nachfolgend ĂŒbrigens die Bilder zur Veranstaltung:

Rede zum EinjÀhrigen

schrieb am 15.05.2015 - Das GrĂŒne Sofa, Falter-Geschichte, Maler und Ausstellungen, Projekt Highlights, Showroom Marktkarree - Noch keine Kommentare


Meine Damen und Herren, liebe Freunde der Kultur!

ZunĂ€chst einmal darf ich Sie alle / Euch alle im Namen der „IG-KLM“, der „Interessengemeinschaft Kunst Literatur Musik“, mit weiterem Namen „KĂŒnstlergruppe Falter“ in den heiligen Hallen des Marktkarrees recht herzlich willkommen heißen. Wir sind heute zusammen gekommen, um bereits das erste JubilĂ€um der Aktion „Kunst statt Leerstand“ zu feiern. FĂŒr viele wĂ€re es ĂŒbrigens inzwischen kaum noch vorstellbar, dass wir nicht mehr gemeinsam Ausstellungen und Aktionen machen wĂŒrden. So sehr hat sich die Teamarbeit der „Falter-Leute“ mittlerweile in den Köpfen der Beteiligten verfestigt. Die „IG-KLM“ hat damit eine Erfolgsstory hingelegt, die ihresgleichen sucht. Selbstredend hĂ€tte das Alles ohne die Stadt Langenfeld nicht funktionieren können. Deshalb sei an dieser Stelle ausdrĂŒcklich unserem Mentor, Herrn Jan Zimmermann, aber auch den Verantwortlichen im Marktkarree, hier zuvorderst Herrn Mazanneck, fĂŒr ihre UnterstĂŒtzung gedankt. Eine solche Überlassung von 1a – Ladenlokalen fĂŒr eine „Kunst statt Leerstand“ – Aktion ist nĂ€mlich keineswegs selbstverstĂ€ndlich.

Begonnen hat alles im Mai 2014 in zunĂ€chst vier Lokalen mit nur sieben Leuten, nachdem uns eine Autorin sowie ein vielseitiger KĂŒnstler verließen und wir einen Kollegen aus Hilden schließlich bitten mussten, der Aktion fernzubleiben. Doch schon kurz spĂ€ter wurden die AbgĂ€nge ersetzt, sodass die Gruppe inzwischen 20 stĂ€ndig aktive sowie 10-15 sporadisch aktive Mitglieder zĂ€hlt. Insoweit hat die Aktion auch der Gruppe an sich genutzt, die sich andererseits mit 1a – Ausstellungen revanchiert. Die verlangen von den Beteiligten immer wieder ein zielgerichtetes Arbeiten unter den jeweiligen Mottos, haben jedoch unterdessen ebenso zu einer QualitĂ€tssteigerung der Mitglieder der Gruppe gefĂŒhrt. Wenn ich einmal zu meiner Person rekapitulieren darf, hat mir zu Beginn eine Trilogie meines Gesamtwerks durchaus gereicht. Im Gegenteil, ohne dieses fertige Werk hĂ€tte ich die Gruppe erst gar nicht gegrĂŒndet. Stattdessen hat die Gruppe mich nun dazu gepuscht, zunĂ€chst einen DIN-A 4 Bildband ĂŒber die Stadt sowie ein Kompendium meines Gesamtwerks herauszugeben. Im Anschluss hat sie mich dazu getrieben, aus der Trilogie mit weiteren Texten eine Tetralogie zu erstellen und daneben vier neue Werke aus dem Boden zu stampfen, so unter anderem einen Band mit Kurzgeschichten und 15 kurzen Krimis aus Langenfeld. Dass ich daneben noch ein Mottenmodell fertige, Fotos prĂ€sentiere und auch sonst ordentlich Blödsinn anstelle, sei einmal nur am Rande notiert. Falls jemand also wissen möchte, ob ich die Gruppe leite oder die Gruppe mich fĂŒhrt, die Antwort ist offensichtlich.

Doch ebenso haben die meisten der beteiligten Maler, Musiker, Autoren, Fotografen und Bildhauer von der Gemeinsamkeit profitiert. Da mag ein jeder einmal fĂŒr sich ĂŒberlegen, wo er ohne die Gruppe und ohne die Herausforderungen mit stĂ€ndig neuen Ausstellungen und Aktionen denn stĂ€nde. Mit fug und recht darf man deshalb die Aktion „Kunst statt Leerstand“, fĂŒr unsere Gruppe im Übrigen eine Idee des Malers Peter Pietralzcyk, sowohl fĂŒr die Stadt als auch gleichfalls fĂŒr die beteiligten KĂŒnstler als einen „Zugewinn Ohnegleichen“ bezeichnen. Und wenn ich mir ansehe, dass die eher im Elfenbeinturm beheimatete KĂŒnstlervereinigung inzwischen die Jugendmusikschule fĂŒr gemeinsame Aktionen (oder die Rock AG fĂŒr gemeinsame Plakate) ins Boot holt, dĂŒrfen wir uns ĂŒber die von uns ausgehenden Ideen zum „Crossover“ im Besonderen freuen.

„Crossover“, nicht nur der tiefe Beweggrund unserer gemeinsamen Aktionen, sondern anlĂ€sslich unseres einjĂ€hrigen „Kunst statt Leerstand“-JubilĂ€ums auch der Titel der aktuellen Ausstellung mit Malerei, Bildhauerei, Modelbau, kinetischen Objekten, Fotografie und Literatur. Der „Sagenhaft“ funktionierte Umzug mit der Ausstellung „MĂ€rchenhaft“ aus dem Erdgeschoss des Karrees hatte uns zwar vor Probleme gestellt, doch sind wir mittlerweile in unserem neuen Domizil angekommen und haben uns der Herausforderung des neuen Lokals mit Bravour gestellt. Denn wenn ich das Feedback der Besucher richtig deute, freut man sich mit uns ĂŒber nicht nur das Wachsen der AusstellungsflĂ€che von ehemals 160 qm auf nur 400 qm, sondern zugleich ĂŒber die neue Vielseitigkeit der Ausstellungen sowie die Möglichkeiten, die sich der Gruppe nunmehr bieten. Bleibt mir, an dieser Stelle den Wunsch zu Ă€ußern, dass uns dieses schöne Lokal noch möglichst lange erhalten bleiben möge.

Zugleich möchte ich hier die Gelegenheit nutzen, auf unser einjĂ€hriges Engagement in den Rheinischen Kliniken verweisen zu dĂŒrfen. Die Klinikleitung hat sich nĂ€mlich ob unserer QualitĂ€t drei Ausstellungen in 2015 von uns erbeten, deren erste „Vier Elemente“ am Monatsende auslaufen wird. Die folgende Ausstellung ist bereits in Planung und wird ĂŒber die Presse rechtzeitig angekĂŒndigt werden. Öffnungszeiten dort im HauptgebĂ€ude sind die ĂŒblichen BĂŒrozeiten von Montags bis Freitags. Nicht verschwiegen sei des Weiteren unser „GrĂŒnes Sofa“ im Haus Arndt, dass neben aller Arbeit mit „Kunst statt Leerstand“ aus der Taufe gehoben wurde. Soeben feierten im kleinen Saal unter dem Dach des Gasthauses 33 Zuhörer das erste Buch „Symphonie in Moll“ unseres Ă€ltesten Mitgliedes Annemarie Nigge. Bliebe zu guter letzt noch der Hinweis auf die Veranstaltung am nĂ€chsten Samstag hier im Karree. Mit einer kleinen Feier wird die Fertigstellung des Mottenmodells begangen werden, welches in nur kurzen fĂŒnfzehn Tagen entstanden sein und deshalb den wĂŒrdigen Rahmen fĂŒr die Vorstellung der Stadtkrimis unter dem Titel „Kurze Fuffzehn“ bieten wird. Drei Krimis werden dazu gelesen, nĂ€mlich „Der Tote im versunkenen Schloss“, welcher in eben dieser Burg von unserer Welt scheiden muss, „Der Tote im Further Moor“ sowie der „Der Tote auf Haus Graven“. Beginn der Sonder-Veranstaltung in der Reihe „Das GrĂŒne Sofa“ wird gegen 14 Uhr 30 sein und alle Interessenten sind herzlich willkommen. Derzeit wird das Buch von Helmut Dunkel vorbereitet, der mit dem Musiker Peter Plattke zu den GrĂŒndungsmitgliedern der „IG-KLM“ gehörte. Und damit darf ich an den Musiker Peter Plattke ĂŒbergeben, der unsere kleine Veranstaltung heute musikalisch untermalen wird. Vielen Dank fĂŒr Ihre Aufmerksamkeit.

Das Bild im Lokalkompass

Unsere Ausstellungen im EG des Marktkarrees

schrieb am 07.02.2015 - Falter-Geschichte, Maler und Ausstellungen, Showroom Marktkarree - Noch keine Kommentare

Im Marktkarree bespielten wir von Mitte Mai 2014 bis Ende Januar 2015 den (halben) ehemaligen „Jack & Jones“-Laden, soweit nicht an die „Candle-Factory“ vermietet. Mit neuen Bildern und Skulpturen startete daher am 7.2.2015 unsere Ausstellung “MĂ€rchenhaft” in eben jenem Leerstand, in der Hoffnug, dort noch bleiben zu können. Selbstredend waren neben vielen unserer bildenden KĂŒnstler die Autoren unserer Gruppe mit ihren Werken vertreten. Gleichen Tags erfuhren wir jedoch, dass wir umziehen mĂŒssen, sodass Vernissage und Finissage auf einen Tag fielen. Damit endete unsere Ausstellungsserie im Jack & Jones, der damit im zweiten Halbjahr 2014 so etwas wie zu unserer „Heimat“ wurde. (NĂ€heres dazu auch im Artikel: „Umzug im Karree„)

Hier jedoch ein kleiner RĂŒckblick: Eine Schau kleiner Formate mit ĂŒber 300 Bildern, dazu BĂŒchern und Skulpturen, alles zu erschwinglichen Preisen lief unter dem Titel „Nasenkino fĂŒr Kurzsichtige“ im Dezember 2014 und Januar 2015. Zuvor konnten die Zuschauer eine fĂŒnfte, komplett neue Ausstellung im Marktkarree unter dem Titel „Vier Elemente“ erleben. Am Start waren Frank Höveler, Reinhard Frotscher, Sigrid von KrĂŒchten, Eddi BĂ€cher sowie Elke Andrea Strate. Unsere vierte Ausstellung „Impulse“ mit Tasmie, Frank Höveler und Sigrid Shafag öffnete ĂŒbrigens mit Live-Bodypainting von Reiner Langer. Zuvor begeisterten Frank Höveler, Reiner Langer, Sigrid von KrĂŒchten und Eddi BĂ€cher mit einer gut gelungenen Mischung in „Mensch„.  Die vier lösten Birgit Schubert, Elke Strate sowie „IG-KLM-Urgestein“ Peter Pietralzcyk, den Initiator der Aktion „Kunst statt Leerstand“, mit „Wasser im Dialog“ ab. Und unsere ersten beiden Schauen liefen noch unter dem großen Titel „Kunst statt Leerstand“ ohne konzeptionelle Ausrichtung.

MĂ€rchenhaft kurz

Vernissage und Finissage am selben Tag, unsere Ausstellung „MĂ€rchenhaft“ am 7.2.2015

Eins, zwei, drei ganz viele...

Viele und doch nicht alle im Bild beim „Nasenkino fĂŒr Kurzsichtige“. Hier fehlen noch Helmut, Reiner und Frank (und die, die nicht mitmachten)

Maler zum Vierten

Tasmie, Frank, Sigrid – mit „Impulse“ eine super Show!

neue Maler im Sept

Frank, Reiner, Sigrid und Eddi ĂŒberraschten bei „Mensch“ mit Vielfalt

Drei Maler im Marktkarree, die aktuelle Ausstellung

Drei Maler bei „Wasser im Dialog“: Birgit Schubert, Elke Strate und Peter Pietralcyk im Marktkarree.

Geschichte und Name „Falter Langenfeld“

schrieb am 29.05.2014 - Allgemeine Themen, Falter-Geschichte - Noch keine Kommentare

Die „Interessengemeinschaft Kunst-Literatur-Musik“, abgekĂŒrzt IG-KLM, wurde im September 2012 aus der Taufe gehoben. Das erste Treffen fand (wie auch das zweite) im „CafĂ© New York“ statt. Außer dem GrĂŒnder erschien, trotz des reservierten großen Tisches zunĂ€chst niemand. Erst nach einer Stunde tauchte Helmut Dunkel auf, small-talkte eine Weile und verschwand dann wieder. Auf dem Weg in den „Flohmarkt“ lief mir schließlich das dritte GrĂŒndungsmitglied, Peter Plattke, ĂŒber den Weg, entschuldigte sich fĂŒr das zu spĂ€te Erscheinen, worauf wir neben seiner Musikalienhandlung noch ein Freundschaftsbier vernichteten. Auch die weiteren Treffen waren, trotz der AnkĂŒndigungen: „Ich komme vorbei“ eher schwach besucht. Eigentlich wollte ich das Projekt schon wieder einstampfen, wurde dann allerdings durch den Zuspruch von Marion Schreiner, Alex Wolfart, Jutta Stichnoth, Franzi Rockxx, Simon Krebs, Peter Plattke, Peter Pietralczyk, Stefan Henne, Reinhard Frotscher und – last but not least – Helmut Dunkel daran gehindert. Dazu gesellten sich diverse „stille Beobachter“, die der Gruppe gutes Gelingen wĂŒnschten, es dennoch vorzogen (und auch weiterhin vorziehen), uns wohl gesonnen aus der Ferne zuzusehen. Erste und selbstredend spannende Frage aus deren Ecke: Kann ich mit der Gruppe Geld verdienen und wenn ja, wie viel?

Nun ja, so ging es im ersten Jahr des Bestehens der Gemeinschaft in erster Linie darum, nicht wieder unterzugehen. An einen weiteren Namen jedenfalls mochte zu damaliger Zeit noch niemand denken. Erst als sich die Strukturen nach etwa einem Jahr festigten, wurde die Idee eines kurzen, prĂ€gnanten weiteren Namens geboren. Erinnert wurde an „Die BrĂŒcke“ oder den „Blauen Reiter“, die als Synonyme fĂŒr die Mitglieder der jeweiligen Gruppen standen. Eine professionelle Begriffsuche wurde eingeleitet mit VorschlĂ€gen, Metaplanwand, Abstimmungen usw. jedoch im Grunde ohne einen wirklich griffigen Namen zu finden.

Zu dieser Zeit mussten wir das „Haus Arndt“ renovierungsbedingt mit dem „Frankenheim-Brauhaus“ am „Berliner Platz“ tauschen. Deshalb begab es sich im Hinterzimmer dort, dass jemand beim dritten Treffen zum Thema vortrug, dass wir doch eine Gruppe mit Herzblut seien. Da zuvor bereits der Name „Falter“, der von schöner BlĂŒte zu schöner BlĂŒte fliegt, gefallen war, erinnerte ich an den „BlutbĂ€r“, einen seltenen, einheimischen Schmetterling. Der rot-schwarze „JakobskrautbĂ€r“, so sein zweiter Name (selbst wenn er hier rot-braun gefĂ€rbt scheint), ernĂ€hrt sich von eben jenem Giftkraut (Jakobskraut) und ist daher fĂŒr Freßfeinde ungenießbar. Schon als Raupen zeigen die Schmetterlinge mit schwarz-gelb geringeltem Wespenmuster, dass man sie besser in Frieden lĂ€sst. So wurde der Name „Falter“ als der eines von BlĂŒte zu BlĂŒte fliegendem schönen Insekts angenommen, der rot und schwarz gefĂ€rbt an den in Langenfeld vorkommenden, jedoch seltenen BlutbĂ€r erinnert. Mit Übernahme der Farben und Erinnerung an eben den „JakobskrautbĂ€r“ (Infos auf Wikipedia) symbolisiert die Gruppe zugleich, dass sie sich nicht von Dritten vereinnahmen lĂ€sst. Wir sind also allesamt von ungewöhnlich hĂŒbschem Aussehen, daher auch eher seltene Kreaturen, werden als KĂŒnstler von den schöner Dingen angezogen, sind eigenstĂ€ndig und lassen uns nicht auffressen, die „Gruppe Falter“ eben.