Kategorie: Falter-Geschichte

Unsere Ausstellungen 2016

schrieb am 03.12.2016 - Allgemeine Themen, Falter-Geschichte, Showroom Marktkarree - Noch keine Kommentare

Auch in 2016 gab es wieder interessante Veranstaltungen im Marktkarree, in den Räumen des ehemaligen Spielzeugladens im ersten OG.

Reinhards Puppenparade zum Puppentheater

Reinhards Puppenparade zum „Puppentheater“

Die Ausstelungen in 2016 eröffnete das Puppentheater, hier Fotos von Claudia Grunewald.

Den Reigen in 2016 öffnete das „Puppentheater“, hier Fotos von Claudia Grunewald.

Im Anschluss an die 2015er Ausstelllung „Eiszeit“ öffneten wir am 13.02.2016 den Ausstellungs-Reigen mit „Puppentheater“, wie gewohnt mit Vernissage zwischen 12 Uhr und 16 Uhr. Der Veranstaltung folgten vom 09.04.2016 bis zum 04.06.2016 „Nur 100 Stunden“ (reine Ausstellungszeit), zugleich ein Titel, der „die wenige Zeit“ und „die Hetze in der heutigen Zeit“ zum Inhalt hatte. Dem folgte mit „Grenzenlos“ eine erste internationale Ausstellung mit mexikanischen Künstlern und reichlich Unterstützung durch politische Prominenz. Das Opening war am 11.06.2016 erneut in der Zeit zwischen 12 Uhr und 16 Uhr und wurde von zwei Musikgruppen begleitet, der mexikanischen Gruppe „Fandango“ und der Langenfelder Band „Fast Vier“.

Mexikanische Gastkünstlerinnen bei "Grenzenlos"

Mexikanische Gastkünstlerinnen bei „Grenzenlos“

Die Ausstellung „Du & Ich“ folgte vom 10.09.2016 an bis zum 05.11.2016. Erstmals wurde neben Bildern und Objekten zugleich Literatur (insbesondere Bilder in der Literatur) präsentiert. Die Dokumentation dazu finden Sie aus der Inhaltsangabe heraus im Parforceritt durch die Falter-Installation. Fortgeführt und ergänzt wurde die Literaturinstallation übrigens noch einmal in der letzten Ausstellung des Jahres 2016, in „Kunterbunt“. Deren Vernissage fand am 12.01.2016 statt.

Kleine Formate

„Kunterbunt“ einmal in Bildern von Monika Hüttenbügel. Große Kunst für kleines Geld.

Die Veranstaltung endet am 07.01.2017 und wird durch das „Bildgestöber“ abgelöst. Ein neues Konzept ist hierfür in Arbeit, um unsere Präsentationen für Sie noch interessanter zu machen.

Vor- und Rückschau 2016

schrieb am 26.01.2016 - Allgemeine Themen, Autoren und Bücher, Das Grüne Sofa, Falter-Geschichte, Maler und Ausstellungen, Musiker und Konzerte, Showroom Marktkarree - Noch keine Kommentare

In 2016 wird es erneut Ausstellungen im Karree, in der LVR-Klinik Langenfeld und der LVR-Klinik Solingen geben. Daneben engagieren sich Falter-Mitglieder in Ausstellungen der Neander-Art-Gruppe, den Güterhallen Solingen, bei den Kunst-Tatorten, spielen Theater bei den Rampensäuen Haan oder lesen und gestalten bei der Kitty-Con etc. Zudem wird 2016 Musik von Falter-Mitgliedern zu hören sein, etwa bei eigenen Konzerten, auf Veranstaltungen, beim Woodslach-Festival usw.

Fototagebuch KsL im Karree

Kunst statt Leerstand Bände 1 bis 4

Wechsel in der Gruppe, etwa durch Wegzug und Zuzug, führen zudem zu spannenden Veränderungen in unserem Kunst-Spektrum. Überdies wir sind weit und breit die einzige Gruppe mit derzeit rund 30 aktiven Mitgliedern, die übers Jahr allesamt aktiv sind! Bei unseren gemeinsamen Veranstaltungen im Karre machen nämlich regelmäßig 20 und mehr Mitglieder mit. Nur einige wenige „Karteileichen“ halten wir auf deren eigenen Wunsch hin informiert. Das ist für vergleichbare Gruppen unserer Größe bundesweit einzigartig und mit Sicherheit unserer demokratischen, toleranten und offenen Ausrichtung geschuldet. Nichtsdestotrotz freuen wir uns jederzeit über Verstärkung, denn wir wollen alle voneinander profitieren und uns weiterentwickeln.

Die gemeinsamen Anstrengungen, insbesondere im Karree werden im Übrigen fotografisch dokumentiert. Dazu gesellen sich gemeinsame Ausflüge, gelegentlich Lesungen im Rahmen der Reihe „Das Grüne Sofa“ sowie unsere Strategietreffen. Alles ist offen einsehbar in den Bänden zu „Kunst statt Leerstand“, die Sie als geneigter Zuschauer oder interessierter Künstler gerne im Karree einsehen dürfen.

Wenn Sie selbst künstlerisch aktiv sind und bei uns mitmachen wollen, melden Sie sich bitte im Karree, nach Regeltreffen zum „Stammtisch“, ebenso nach Lesungen im „Haus Arndt“ oder aber zum Künstler-Plausch im „Flohmarkt“.

Unsere Ausstellungen 2015

schrieb am 06.01.2016 - Allgemeine Themen, Falter-Geschichte, Maler und Ausstellungen - Noch keine Kommentare

Nachdem wir „unser“ erstes Lokal im Marktkarree zu Gunsten des neuen Mieters „Comma“ räumten, führen wir nunmehr unsere Ausstellungen (seit Januar 2015) im Ex-„Tiger-Hobby“ im ersten Obergeschoss durch. Aus der Ausstellung „Märchenhaft“ wurde „Sagenhaft“, weil uns ein sagenhaft schneller Umzug in der Karnevalswoche (9.2.2015 bis 11.02.2015) gelang. Die Vernissage fand dann am 21.02.2015 in den neuen Räumlichkeiten statt. Zur Bildergallerie und dem „Umzug im Karree„.

Erste Ausstellung in der LVR unter dem Titel "4 Elemente"

1. Ausstellung in der LVR mit dem Titel „4 Elemente“

Die Ausstellung „Vier Elemente“ (Bild links) mit Vernissage am 19.02.2015 startete parallel in der LVR-Klinik Langenfeld. Damit eröffneten wir den Reigen einer neuen Reihe unter dem Titel „Falter Unterwegs“.
Die „Crossover„-Vernissage mit Mottenmodell, kinetischen Objekten, Steinplastiken, Bildern und Büchern, fand am 18.04.2015 statt. In Rahmen dieser Ausstellung luden wir am 09.05.2015 zu Vorführungen und zum Mitmachen ein („Kunst und Geschichte zum Anfassen„). Am 15.05.2015 begingen wir unser einjähriges Kunst-statt-Leerstand-Jubiläum („1 Jahr Kunst statt Leerstand„) erneut mit Live-Musik. Peter Plattke und Band brachten dem „Geburtstagskind“ ein „Ständchen“. „Jetlag im Rheinland“ löste mit Vernissage am 06.06.2015 „Crossover“ ab. Unmittelbar danach folgte die zweite Ausstellung in der LVR-Klinik unter dem Titel „Sagenhaftes Crossover“.

Verkehrte Welt

Die „Gruppe Falter“ zur Vernissage „Verkehrte Welt“

In the Summertime“ startete am 08.08.2015 im Anschluss an „Jetlag im Rheinland“. „Whisper in the Dark“ folgte ab dem 10.10.2015 und schließlich vervollständigte „Eiszeit“ ab dem 28.11.2015 die Ausstellungsreihe im Karree. Zwischen den beiden letzten Ausstellungen bereicherte noch am 21.11.2015 die eintägige „Kitty Moan Convention“ das Programm im Showroom Marktkarree. Dazu gab es mehrfach Aktionen mit Kindern, Vorlesungen außerhalb der Reihe „Grünes Sofa“ und Musik zu Vernissagen sowie zur Schlemmermeile. Am 15.10.2015 konnte noch unter dem Titel „Verkehrte Welt“ (Bild rechts) die dritte Ausstellung in den Räumlichkeiten der LVR-Klinik eröffnet werden. Zudem legte die kleinste Galerie in Langenfeld in der „Gaststätte Flohmarkt“ Mitte Dezember los und wird künftig parallel zu den großen Ausstellungen betrieben. Des Weiteren laufen inzwischen die Vorbereitungen zu „Puppentheater“ im Februar 2016 in den Räumlichkeiten des Marktkarrees sowie die Planungen für „Falter Unterwegs“ in der LVR-Klinik Solingen. Zu guter Letzt werden einige interessante Gespräche mit weiteren Veranstaltern zu neuen Ausstellungsreihen geführt. Besuchen Sie uns also daher bald (wieder) und lassen Sie sich überraschen.

Ist der „Falter“ politisch?

schrieb am 04.08.2015 - Allgemeine Themen, Falter und Welt, Falter-Geschichte - Noch keine Kommentare

Bereits diverse Male wurden wir als Künstlergruppe aufgefordert, uns politisch zu äußern. Es sei die Pflicht der Künstler, erst recht in der Gruppe, usw. Verwiesen wird dabei auf Konzerte für oder gegen etwas, Pamphlete zur Unterstützung von Dissidenten etc. Von unserer Seite wurde und wird dann stets darauf verwiesen, dass wir ein Zusammenschluss von Profis und ambitionierten Hobbykünstlern sind, wobei sich alle zunächst einmal in ihren künstlerischen Bemühungen unterstützen wollen. Daneben gibt es zwar, breit gefächert, politische Meinungen, jedoch keine politische Meinungsbildung in der Gruppe. Andererseits achten wir darauf, dass sich niemand mit menschenverachtenden oder rassistischem Gedankengut bei uns einfindet. Insoweit könnten wir uns als Demokraten tatsächlich zu gemeinsamen politischen Statements zusammenfinden, zumal ein jeder in der Gruppe seine Meinung frei äußern und außerhalb der Gruppe frei politisch agieren darf.

Ist das aber gewollt? – Nein, es ist nicht gewollt, weil wir nämlich eine Künstlergruppe und keine Politikgruppe sind. Damit sind wir andererseits nicht per se apolitisch, denn wie kann eine Vereinigung von denkenden Menschen, dazu im öffentlichen Raum, die sich Toleranz und Basisdemokratie auf die Fahne geschrieben hat, unpolitisch sein? Das ginge nicht zusammen. Wir leben jedoch, statt über (Tages-)Politik zu reden, ein entspanntes Miteinander fast ohne Führung. Dazu sind wir auch kein Verein und haben keinen Vorstand. Stattdessen haben wir eine notwendige Struktur mit Obleuten zur Durchführung unserer Veranstaltungen, für unsere Pressearbeit und für unsere Webauftritte. Ein bisschen mehr Kandare könnte womöglich sogar mehr Erfolg verheißen. Dennoch, wir wollen zwar den Erfolg, jedoch nicht um den Preis der Knechtung. Denn bei uns wird persönliche Freiheit hochgehalten.

Fassen wir es zu einer Frage zusammen: So etwas wie „Politik betreiben“, indem man Freiheit lebt, Toleranz übt und sich basisdemokratisch zu Projekten zusammenfindet? Ja! Und das soll funktionieren? Ja, es klappt, sogar vorzüglich – und dahinter steckt auch ein Konzept. Wir alle kennen zumeist nur konfuzianisches Denken und eine ebensolche, von Führung und Unterordnung geprägte Politik. Dagegen steht ein Politikentwurf, den man bei Laotse nachlesen kann, wo nach seiner Empfehlung ein Berufener die Zügel schleifen lässt und das Volk sich dennoch findet. Diese Art des Zusammenwirkens probieren wir aus (weil wir nämlich allesamt intelligente und verantwortungsbewusste Menschen sind). Wir sind damit zwar eine deshalb von der Tagespolitik abgekoppelte, wegen unserer Nicht-Führung dennoch sehr politische Gruppe.

Dieses Konzept hat dann zur Folge, dass wir uns nicht wie alle anderen zur Tagespolitik aus dem Fenster lehnen. Nehmen wir dazu einmal das Beispiel „Charlie Hebdo“ heraus: Damals blieb selbst den engagiertesten Künstlern nur, sich pflichtgemäß aufzuregen, mehr nicht. – Wissen Sie was? Eine ungehörte Meinungsäußerung, nur um sich selbst auf die Schulter zu klopfen, ist Nonsens. Und wenn ich aus meiner Lebenserfahrung zusteuern darf: Mich nur pflichtgemäß aufzuregen, kannte ich bereits aus meiner Zeit als Betriebsrat. Damals war ich es gewohnt, hinterher zu hecheln. Unsere Gruppe jedoch geht mit ihrem Konzept voran. – Das glauben Sie nicht? Herrschaften, ich bin Mystiker, zudem Gründer und so etwas wie der Sprecher der Gruppe. Dass ich mich mit Nicht-Führung auskenne, dürfen Sie mir abnehmen und nachlesen können Sie es zudem, auf meiner Webseite forum-freie-mystik.de

Doch auch wir zeigen Flagge. Denn wenn die Gruppe so etwas wie Standpunkte offenbart, so sind es solche mit dem eigenen Handeln, etwa ein Eintreten für persönliche Freiheit, für Kreativität, für Basisdemokratie, für ein entspanntes Miteinander, für Chancen, für Entwicklung, dies für alle, weltweit und bis in eine ferne Zukunft. Diese Forderungen setzen übrigens eine Grundsicherung für alle Menschen weltweit voraus. Dieses Konzept hat zudem Bildung und Anleitung zur Kreativität zum Inhalt. Also bitteschön, warum sollten wir uns, ohne gehört zu werden, zur Tagespolitik äußern? Das lassen wir denen, die ohne Konzept unterwegs sind und die ansonsten gerne hinterherhecheln.

Zur Ergänzung sei auf unsere „Goldenen Regeln“ sowie die Überlegungen zu den „Aufgaben des Kurators“ verwiesen.

1 Jahr „Kunst statt Leerstand“

schrieb am 16.05.2015 - Falter-Geschichte, Musiker und Konzerte, Projekt Highlights, Showroom Marktkarree - Noch keine Kommentare

Die langen Worte, nämlich die Rede zum 1-jährigen Jubiläum der Aktion „Kunst statt Leerstand“ (gehalten vom Gründer der Gruppe Claus-Peter Peters) findet Ihr / finden Sie nun hier: Rede zum Einjährigen

Da das Resümee zu einem Festtag kurz und knapp ausfallen soll, habe ich die Rede von dieser Seite „verlegt“. Ohnehin ernüchterndes Ergebnis: Das „Festtagsgesülz“ war eine undankbare Aktion, denn der Aufwand war groß und das Echo gering (erst wird eingefordert und dann hört keiner zu). Viel spannender erschien dem Publikum ganz offenbar die Band. Es gab sich nämlich die Gruppe „Pete Hummings & His Machine Screw“ oder besser gesagt: „Peter Plattke & Friends“ (einstens „Breitengrad“) die Ehre, sodass nach Singer-Songwriterin „Franzi Rockxx“ und der Cover-Band „Friday Nights“ (Ex-„Starfighter“) in unserem Showroom wieder einmal Live-Musik geboten wurde. Ein mutiger Schritt für die Herren, nach Jahren der Bühnenabstinenz wieder einmal aufzutreten – und das, ohne groß zu proben. Nichtsdestotrotz war die Vorstellung Klasse, die Herren wurden von Song zu Song besser. Als schließlich als besonderer Ehrengast gegen 15 Uhr Ex-Kellerkino-Wirt, Schauspieler, Entertainer, Eventmanager und Sänger „Coco Teuber“ erschien, bewies der in Begleitung von Peter & Band, dass er stimmlich noch immer einiges drauf hat. So wurde es mit Bildern, Fotos, Skulpturen, Gesprächen und Musik alles in allem eine gelungene Veranstaltung, die noch lange im Gedächtnis bleiben wird. Daher von meiner Seite an dieser Stelle nochmals herzlichen Dank an die Musiker. Am Rande notiert, soll es denen selbst, so ist inzwischen zu vernehmen, derart Spaß bereitet haben, dass künftig wieder häufiger Auftritte zu erwarten sind. Wenn dies zuträfe, hätte es mit der Veranstaltung eine Win-Win-Situation für alle gegeben, nämlich Zuhörer, Vernissage-Besucher und Musiker zugleich. So hoffen wir, in Kürze wieder Lokalmatador (und Falter-Gründungsmitglied) „Peter Plattke“ mit Band in unseren Hallen begrüßen zu dürfen.

Nachfolgend übrigens die Bilder zur Veranstaltung:

Rede zum Einjährigen

schrieb am 15.05.2015 - Das Grüne Sofa, Falter-Geschichte, Maler und Ausstellungen, Projekt Highlights, Showroom Marktkarree - Noch keine Kommentare


Meine Damen und Herren, liebe Freunde der Kultur!

Zunächst einmal darf ich Sie alle / Euch alle im Namen der „IG-KLM“, der „Interessengemeinschaft Kunst Literatur Musik“, mit weiterem Namen „Künstlergruppe Falter“ in den heiligen Hallen des Marktkarrees recht herzlich willkommen heißen. Wir sind heute zusammen gekommen, um bereits das erste Jubiläum der Aktion „Kunst statt Leerstand“ zu feiern. Für viele wäre es übrigens inzwischen kaum noch vorstellbar, dass wir nicht mehr gemeinsam Ausstellungen und Aktionen machen würden. So sehr hat sich die Teamarbeit der „Falter-Leute“ mittlerweile in den Köpfen der Beteiligten verfestigt. Die „IG-KLM“ hat damit eine Erfolgsstory hingelegt, die ihresgleichen sucht. Selbstredend hätte das Alles ohne die Stadt Langenfeld nicht funktionieren können. Deshalb sei an dieser Stelle ausdrücklich unserem Mentor, Herrn Jan Zimmermann, aber auch den Verantwortlichen im Marktkarree, hier zuvorderst Herrn Mazanneck, für ihre Unterstützung gedankt. Eine solche Überlassung von 1a – Ladenlokalen für eine „Kunst statt Leerstand“ – Aktion ist nämlich keineswegs selbstverständlich.

Begonnen hat alles im Mai 2014 in zunächst vier Lokalen mit nur sieben Leuten, nachdem uns eine Autorin sowie ein vielseitiger Künstler verließen und wir einen Kollegen aus Hilden schließlich bitten mussten, der Aktion fernzubleiben. Doch schon kurz später wurden die Abgänge ersetzt, sodass die Gruppe inzwischen 20 ständig aktive sowie 10-15 sporadisch aktive Mitglieder zählt. Insoweit hat die Aktion auch der Gruppe an sich genutzt, die sich andererseits mit 1a – Ausstellungen revanchiert. Die verlangen von den Beteiligten immer wieder ein zielgerichtetes Arbeiten unter den jeweiligen Mottos, haben jedoch unterdessen ebenso zu einer Qualitätssteigerung der Mitglieder der Gruppe geführt. Wenn ich einmal zu meiner Person rekapitulieren darf, hat mir zu Beginn eine Trilogie meines Gesamtwerks durchaus gereicht. Im Gegenteil, ohne dieses fertige Werk hätte ich die Gruppe erst gar nicht gegründet. Stattdessen hat die Gruppe mich nun dazu gepuscht, zunächst einen DIN-A 4 Bildband über die Stadt sowie ein Kompendium meines Gesamtwerks herauszugeben. Im Anschluss hat sie mich dazu getrieben, aus der Trilogie mit weiteren Texten eine Tetralogie zu erstellen und daneben vier neue Werke aus dem Boden zu stampfen, so unter anderem einen Band mit Kurzgeschichten und 15 kurzen Krimis aus Langenfeld. Dass ich daneben noch ein Mottenmodell fertige, Fotos präsentiere und auch sonst ordentlich Blödsinn anstelle, sei einmal nur am Rande notiert. Falls jemand also wissen möchte, ob ich die Gruppe leite oder die Gruppe mich führt, die Antwort ist offensichtlich.

Doch ebenso haben die meisten der beteiligten Maler, Musiker, Autoren, Fotografen und Bildhauer von der Gemeinsamkeit profitiert. Da mag ein jeder einmal für sich überlegen, wo er ohne die Gruppe und ohne die Herausforderungen mit ständig neuen Ausstellungen und Aktionen denn stände. Mit fug und recht darf man deshalb die Aktion „Kunst statt Leerstand“, für unsere Gruppe im Übrigen eine Idee des Malers Peter Pietralzcyk, sowohl für die Stadt als auch gleichfalls für die beteiligten Künstler als einen „Zugewinn Ohnegleichen“ bezeichnen. Und wenn ich mir ansehe, dass die eher im Elfenbeinturm beheimatete Künstlervereinigung inzwischen die Jugendmusikschule für gemeinsame Aktionen (oder die Rock AG für gemeinsame Plakate) ins Boot holt, dürfen wir uns über die von uns ausgehenden Ideen zum „Crossover“ im Besonderen freuen.

„Crossover“, nicht nur der tiefe Beweggrund unserer gemeinsamen Aktionen, sondern anlässlich unseres einjährigen „Kunst statt Leerstand“-Jubiläums auch der Titel der aktuellen Ausstellung mit Malerei, Bildhauerei, Modelbau, kinetischen Objekten, Fotografie und Literatur. Der „Sagenhaft“ funktionierte Umzug mit der Ausstellung „Märchenhaft“ aus dem Erdgeschoss des Karrees hatte uns zwar vor Probleme gestellt, doch sind wir mittlerweile in unserem neuen Domizil angekommen und haben uns der Herausforderung des neuen Lokals mit Bravour gestellt. Denn wenn ich das Feedback der Besucher richtig deute, freut man sich mit uns über nicht nur das Wachsen der Ausstellungsfläche von ehemals 160 qm auf nur 400 qm, sondern zugleich über die neue Vielseitigkeit der Ausstellungen sowie die Möglichkeiten, die sich der Gruppe nunmehr bieten. Bleibt mir, an dieser Stelle den Wunsch zu äußern, dass uns dieses schöne Lokal noch möglichst lange erhalten bleiben möge.

Zugleich möchte ich hier die Gelegenheit nutzen, auf unser einjähriges Engagement in den Rheinischen Kliniken verweisen zu dürfen. Die Klinikleitung hat sich nämlich ob unserer Qualität drei Ausstellungen in 2015 von uns erbeten, deren erste „Vier Elemente“ am Monatsende auslaufen wird. Die folgende Ausstellung ist bereits in Planung und wird über die Presse rechtzeitig angekündigt werden. Öffnungszeiten dort im Hauptgebäude sind die üblichen Bürozeiten von Montags bis Freitags. Nicht verschwiegen sei des Weiteren unser „Grünes Sofa“ im Haus Arndt, dass neben aller Arbeit mit „Kunst statt Leerstand“ aus der Taufe gehoben wurde. Soeben feierten im kleinen Saal unter dem Dach des Gasthauses 33 Zuhörer das erste Buch „Symphonie in Moll“ unseres ältesten Mitgliedes Annemarie Nigge. Bliebe zu guter letzt noch der Hinweis auf die Veranstaltung am nächsten Samstag hier im Karree. Mit einer kleinen Feier wird die Fertigstellung des Mottenmodells begangen werden, welches in nur kurzen fünfzehn Tagen entstanden sein und deshalb den würdigen Rahmen für die Vorstellung der Stadtkrimis unter dem Titel „Kurze Fuffzehn“ bieten wird. Drei Krimis werden dazu gelesen, nämlich „Der Tote im versunkenen Schloss“, welcher in eben dieser Burg von unserer Welt scheiden muss, „Der Tote im Further Moor“ sowie der „Der Tote auf Haus Graven“. Beginn der Sonder-Veranstaltung in der Reihe „Das Grüne Sofa“ wird gegen 14 Uhr 30 sein und alle Interessenten sind herzlich willkommen. Derzeit wird das Buch von Helmut Dunkel vorbereitet, der mit dem Musiker Peter Plattke zu den Gründungsmitgliedern der „IG-KLM“ gehörte. Und damit darf ich an den Musiker Peter Plattke übergeben, der unsere kleine Veranstaltung heute musikalisch untermalen wird. Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit.

Das Bild im Lokalkompass

Unsere Ausstellungen im EG des Marktkarrees

schrieb am 07.02.2015 - Falter-Geschichte, Maler und Ausstellungen, Showroom Marktkarree - Noch keine Kommentare

Im Marktkarree bespielten wir von Mitte Mai 2014 bis Ende Januar 2015 den (halben) ehemaligen „Jack & Jones“-Laden, soweit nicht an die „Candle-Factory“ vermietet. Mit neuen Bildern und Skulpturen startete daher am 7.2.2015 unsere Ausstellung “Märchenhaft” in eben jenem Leerstand, in der Hoffnug, dort noch bleiben zu können. Selbstredend waren neben vielen unserer bildenden Künstler die Autoren unserer Gruppe mit ihren Werken vertreten. Gleichen Tags erfuhren wir jedoch, dass wir umziehen müssen, sodass Vernissage und Finissage auf einen Tag fielen. Damit endete unsere Ausstellungsserie im Jack & Jones, der damit im zweiten Halbjahr 2014 so etwas wie zu unserer „Heimat“ wurde. (Näheres dazu auch im Artikel: „Umzug im Karree„)

Hier jedoch ein kleiner Rückblick: Eine Schau kleiner Formate mit über 300 Bildern, dazu Büchern und Skulpturen, alles zu erschwinglichen Preisen lief unter dem Titel „Nasenkino für Kurzsichtige“ im Dezember 2014 und Januar 2015. Zuvor konnten die Zuschauer eine fünfte, komplett neue Ausstellung im Marktkarree unter dem Titel „Vier Elemente“ erleben. Am Start waren Frank Höveler, Reinhard Frotscher, Sigrid von Krüchten, Eddi Bächer sowie Elke Andrea Strate. Unsere vierte Ausstellung „Impulse“ mit Tasmie, Frank Höveler und Sigrid Shafag öffnete übrigens mit Live-Bodypainting von Reiner Langer. Zuvor begeisterten Frank Höveler, Reiner Langer, Sigrid von Krüchten und Eddi Bächer mit einer gut gelungenen Mischung in „Mensch„.  Die vier lösten Birgit Schubert, Elke Strate sowie „IG-KLM-Urgestein“ Peter Pietralzcyk, den Initiator der Aktion „Kunst statt Leerstand“, mit „Wasser im Dialog“ ab. Und unsere ersten beiden Schauen liefen noch unter dem großen Titel „Kunst statt Leerstand“ ohne konzeptionelle Ausrichtung.

Märchenhaft kurz

Vernissage und Finissage am selben Tag, unsere Ausstellung „Märchenhaft“ am 7.2.2015

Eins, zwei, drei ganz viele...

Viele und doch nicht alle im Bild beim „Nasenkino für Kurzsichtige“. Hier fehlen noch Helmut, Reiner und Frank (und die, die nicht mitmachten)

Maler zum Vierten

Tasmie, Frank, Sigrid – mit „Impulse“ eine super Show!

neue Maler im Sept

Frank, Reiner, Sigrid und Eddi überraschten bei „Mensch“ mit Vielfalt

Drei Maler im Marktkarree, die aktuelle Ausstellung

Drei Maler bei „Wasser im Dialog“: Birgit Schubert, Elke Strate und Peter Pietralcyk im Marktkarree.

Geschichte und Name „Falter Langenfeld“

schrieb am 29.05.2014 - Allgemeine Themen, Falter-Geschichte - Noch keine Kommentare

Die „Interessengemeinschaft Kunst-Literatur-Musik“, abgekürzt IG-KLM, wurde im September 2012 aus der Taufe gehoben. Das erste Treffen fand (wie auch das zweite) im „Café New York“ statt. Außer dem Gründer erschien, trotz des reservierten großen Tisches zunächst niemand. Erst nach einer Stunde tauchte Helmut Dunkel auf, small-talkte eine Weile und verschwand dann wieder. Auf dem Weg in den „Flohmarkt“ lief mir schließlich das dritte Gründungsmitglied, Peter Plattke, über den Weg, entschuldigte sich für das zu späte Erscheinen, worauf wir neben seiner Musikalienhandlung noch ein Freundschaftsbier vernichteten. Auch die weiteren Treffen waren, trotz der Ankündigungen: „Ich komme vorbei“ eher schwach besucht. Eigentlich wollte ich das Projekt schon wieder einstampfen, wurde dann allerdings durch den Zuspruch von Marion Schreiner, Alex Wolfart, Jutta Stichnoth, Franzi Rockxx, Simon Krebs, Peter Plattke, Peter Pietralczyk, Stefan Henne, Reinhard Frotscher und – last but not least – Helmut Dunkel daran gehindert. Dazu gesellten sich diverse „stille Beobachter“, die der Gruppe gutes Gelingen wünschten, es dennoch vorzogen (und auch weiterhin vorziehen), uns wohl gesonnen aus der Ferne zuzusehen. Erste und selbstredend spannende Frage aus deren Ecke: Kann ich mit der Gruppe Geld verdienen und wenn ja, wie viel?

Nun ja, so ging es im ersten Jahr des Bestehens der Gemeinschaft in erster Linie darum, nicht wieder unterzugehen. An einen weiteren Namen jedenfalls mochte zu damaliger Zeit noch niemand denken. Erst als sich die Strukturen nach etwa einem Jahr festigten, wurde die Idee eines kurzen, prägnanten weiteren Namens geboren. Erinnert wurde an „Die Brücke“ oder den „Blauen Reiter“, die als Synonyme für die Mitglieder der jeweiligen Gruppen standen. Eine professionelle Begriffsuche wurde eingeleitet mit Vorschlägen, Metaplanwand, Abstimmungen usw. jedoch im Grunde ohne einen wirklich griffigen Namen zu finden.

Zu dieser Zeit mussten wir das „Haus Arndt“ renovierungsbedingt mit dem „Frankenheim-Brauhaus“ am „Berliner Platz“ tauschen. Deshalb begab es sich im Hinterzimmer dort, dass jemand beim dritten Treffen zum Thema vortrug, dass wir doch eine Gruppe mit Herzblut seien. Da zuvor bereits der Name „Falter“, der von schöner Blüte zu schöner Blüte fliegt, gefallen war, erinnerte ich an den „Blutbär“, einen seltenen, einheimischen Schmetterling. Der rot-schwarze „Jakobskrautbär“, so sein zweiter Name (selbst wenn er hier rot-braun gefärbt scheint), ernährt sich von eben jenem Giftkraut (Jakobskraut) und ist daher für Freßfeinde ungenießbar. Schon als Raupen zeigen die Schmetterlinge mit schwarz-gelb geringeltem Wespenmuster, dass man sie besser in Frieden lässt. So wurde der Name „Falter“ als der eines von Blüte zu Blüte fliegendem schönen Insekts angenommen, der rot und schwarz gefärbt an den in Langenfeld vorkommenden, jedoch seltenen Blutbär erinnert. Mit Übernahme der Farben und Erinnerung an eben den „Jakobskrautbär“ (Infos auf Wikipedia) symbolisiert die Gruppe zugleich, dass sie sich nicht von Dritten vereinnahmen lässt. Wir sind also allesamt von ungewöhnlich hübschem Aussehen, daher auch eher seltene Kreaturen, werden als Künstler von den schöner Dingen angezogen, sind eigenständig und lassen uns nicht auffressen, die „Gruppe Falter“ eben.