Das Grüne Sofa macht Pause

schrieb am 28.12.2017 - Das Grüne Sofa - Noch keine Kommentare

Das Grüne Sofa macht Pause – bis sich ein neuer Koordinator findet. Doch zunächst ein Rückblick auf vier Jahre Literatur beim Falter.

Das Grüne Sofa macht Pause

„Mister Grünes Sofa“, Helmut Dunkel

Als das „Grüne Sofa“ Ende 2013 aus der Taufe gehoben wurde, zog sich die damalige Initiatorin leider gleich aus persönlichen Gründen wieder zurück. Gerne hätten wir sie auch als den Kopf der Veranstaltungsreihe gesehen. Den Staffelstab reichten wir deshalb an Helmut Dunkel, der erst zögerlich, dann mit viel Engagement das „Grüne Sofa“ entwickelte und zu einem viel beachteten, großen Erfolg führte. Ihm sei hierfür an dieser Stelle noch einmal ganz herzlich gedankt.

Nach seinem für Ende 2017 angekündigten Ausscheiden hat sich leider bislang noch kein Autor gefunden, das „Grüne Sofa“ fortzuführen. Wer also will und kann, der soll es dürfen. Warum ich im Übrigen das „Grüne Sofa“ nicht werde organisieren können, ist zwei Gründen geschuldet. Der erste ist zeitlicher, der zweite ist inhaltlicher Natur.

Nehmen wir den ersten Grund heraus, beschäftige ich mich derzeit mit den Pressetexten für die Ausstellungen sowie die Veranstaltungen der „Offenen Bühne“, gebe dazu Presseinformationen allgemeiner Art heraus, schreibe und / oder prüfe Einladungen und Protokolle der Regeltreffen. Dazu übernehme ich vorwiegend die inhaltliche Webseitengestaltung. Daneben gehe ich ca. 50 Stunden die Woche arbeiten und stelle meine eigene Schaffenskraft fast vollständig zurück, weil es anders nicht geht. Bei mir lässt sich beim besten Willen keine Zeit für eine weitere Veranstaltungsreihe abzwacken.

Ein weiterer Grund wäre inhaltlicher Natur. Im Wesentlichen bin ich ein Sparten-Sachbuchautor, der einmal sehr hart mit sich rang, um schreiben zu können. In diesem Zusammenhang zitiere ich Friedrich Nietzsche aus der „Fröhlichen Wissenschaft“: „Jede Art ‚Meisterschaft‘ zahlt sich teuer auf Erden, wo sich vielleicht alles teuer zahlt; man ist Mann seines Fachs um den Preis, auch das Opfer seines Fachs zu sein.“ Ich möchte das nicht weiter vertiefen. Es soll nur verdeutlichen, dass das Sofa bei einem Unterhaltungsliteraten (denn zumeist ist es Literatur zur guten Unterhaltung) auch in besseren Händen wäre als bei mir.

Jeder, der sich mit Literatur von Heute beschäftigt, mag daher bitte prüfen, ob das Sofa etwas für ihn wäre. Wer Autoren kennt und diese – wie vielleicht auch die eigene Person – nach vorne bringen möchte – ist deshalb herzlich eingeladen, sich an die „Gruppe Falter“ oder an das „Haus Arndt“ (den Wirt Olaf Kohler) zu wenden. Mir bleibt nur, hier zunächst zu bedauern, dass wir die Veranstaltungsreihe aktuell nicht in der gewohnten Form werden fortführen können. Einen kleinen Trost darf ich vielleicht dennoch weitergeben. Es wird in Bälde zu den Konzerten im Stile des einst von Richard Bargel initiierten „Talkin‘ Blues“ Interviews auf einem „Falter-Sofa“ im Karree geben, wo Musiker etwas über ihren Weg zur Musik erzählen können. Dieses Sofa wird zudem, wie zuletzt bei der Vernissage zu „Stop & Go“, gelegentlich auch Literaten die Möglichkeit bieten, sich und ein Buch oder die eigenen Werke vorzustellen.

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