Mai 2014 - IG-KLM/ Falter Langenfeld IG-KLM/ Falter Langenfeld

Archiv: Mai 2014

Geschichte und Name „Falter Langenfeld“

29.05.2014 Allgemeine Themen, Falter-Geschichte Keine Kommentare

Die „Interessengemeinschaft Kunst-Literatur-Musik“, abgekĂĽrzt IG-KLM, wurde im September 2012 aus der Taufe gehoben. Das erste Treffen fand (wie auch das zweite) im „CafĂ© New York“ statt. AuĂźer dem GrĂĽnder erschien, trotz des reservierten groĂźen Tisches zunächst niemand. Erst nach einer Stunde tauchte Helmut Dunkel auf, small-talkte eine Weile und verschwand dann wieder. Auf dem Weg in den „Flohmarkt“ lief mir schlieĂźlich das dritte GrĂĽndungsmitglied, Peter Plattke, ĂĽber den Weg, entschuldigte sich fĂĽr das zu späte Erscheinen, worauf wir neben seiner Musikalienhandlung noch ein Freundschaftsbier vernichteten. Auch die weiteren Treffen waren, trotz der AnkĂĽndigungen: „Ich komme vorbei“ eher schwach besucht. Eigentlich wollte ich das Projekt schon wieder einstampfen, wurde dann allerdings durch den Zuspruch von Marion Schreiner, Alex Wolfart, Jutta Stichnoth, Franzi Rockxx, Simon Krebs, Peter Plattke, Peter Pietralczyk, Stefan Henne, Reinhard Frotscher und – last but not least – Helmut Dunkel daran gehindert. Dazu gesellten sich diverse „stille Beobachter“, die der Gruppe gutes Gelingen wĂĽnschten, es dennoch vorzogen (und auch weiterhin vorziehen), uns wohl gesonnen aus der Ferne zuzusehen. Erste und selbstredend spannende Frage aus deren Ecke: Kann ich mit der Gruppe Geld verdienen und wenn ja, wie viel?

Nun ja, so ging es im ersten Jahr des Bestehens der Gemeinschaft in erster Linie darum, nicht wieder unterzugehen. An einen weiteren Namen jedenfalls mochte zu damaliger Zeit noch niemand denken. Erst als sich die Strukturen nach etwa einem Jahr festigten, wurde die Idee eines kurzen, prägnanten weiteren Namens geboren. Erinnert wurde an „Die BrĂĽcke“ oder den „Blauen Reiter“, die als Synonyme fĂĽr die Mitglieder der jeweiligen Gruppen standen. Eine professionelle Begriffsuche wurde eingeleitet mit Vorschlägen, Metaplanwand, Abstimmungen usw. jedoch im Grunde ohne einen wirklich griffigen Namen zu finden.

Zu dieser Zeit mussten wir das „Haus Arndt“ renovierungsbedingt mit dem „Frankenheim-Brauhaus“ am „Berliner Platz“ tauschen. Deshalb begab es sich im Hinterzimmer dort, dass jemand beim dritten Treffen zum Thema vortrug, dass wir doch eine Gruppe mit Herzblut seien. Da zuvor bereits der Name „Falter“, der von schöner BlĂĽte zu schöner BlĂĽte fliegt, gefallen war, erinnerte ich an den „Blutbär“, einen seltenen, einheimischen Schmetterling. Der rot-schwarze „Jakobskrautbär“, so sein zweiter Name (selbst wenn er hier rot-braun gefärbt scheint), ernährt sich von eben jenem Giftkraut (Jakobskraut) und ist daher fĂĽr FreĂźfeinde ungenieĂźbar. Schon als Raupen zeigen die Schmetterlinge mit schwarz-gelb geringeltem Wespenmuster, dass man sie besser in Frieden lässt. So wurde der Name „Falter“ als der eines von BlĂĽte zu BlĂĽte fliegendem schönen Insekts angenommen, der rot und schwarz gefärbt an den in Langenfeld vorkommenden, jedoch seltenen Blutbär erinnert. Mit Ăśbernahme der Farben und Erinnerung an eben den „Jakobskrautbär“ (Infos auf Wikipedia) symbolisiert die Gruppe zugleich, dass sie sich nicht von Dritten vereinnahmen lässt. Wir sind also allesamt von ungewöhnlich hĂĽbschem Aussehen, daher auch eher seltene Kreaturen, werden als KĂĽnstler von den schöner Dingen angezogen, sind eigenständig und lassen uns nicht auffressen, die „Gruppe Falter“ eben.