Rede zum Einjährigen

schrieb am 15.05.2015 - Das Grüne Sofa, Falter-Geschichte, Maler und Ausstellungen, Projekt Highlights, Showroom Marktkarree - Noch keine Kommentare


Meine Damen und Herren, liebe Freunde der Kultur!

Zunächst einmal darf ich Sie alle / Euch alle im Namen der „IG-KLM“, der „Interessengemeinschaft Kunst Literatur Musik“, mit weiterem Namen „Künstlergruppe Falter“ in den heiligen Hallen des Marktkarrees recht herzlich willkommen heißen. Wir sind heute zusammen gekommen, um bereits das erste Jubiläum der Aktion „Kunst statt Leerstand“ zu feiern. Für viele wäre es übrigens inzwischen kaum noch vorstellbar, dass wir nicht mehr gemeinsam Ausstellungen und Aktionen machen würden. So sehr hat sich die Teamarbeit der „Falter-Leute“ mittlerweile in den Köpfen der Beteiligten verfestigt. Die „IG-KLM“ hat damit eine Erfolgsstory hingelegt, die ihresgleichen sucht. Selbstredend hätte das Alles ohne die Stadt Langenfeld nicht funktionieren können. Deshalb sei an dieser Stelle ausdrücklich unserem Mentor, Herrn Jan Zimmermann, aber auch den Verantwortlichen im Marktkarree, hier zuvorderst Herrn Mazanneck, für ihre Unterstützung gedankt. Eine solche Überlassung von 1a – Ladenlokalen für eine „Kunst statt Leerstand“ – Aktion ist nämlich keineswegs selbstverständlich.

Begonnen hat alles im Mai 2014 in zunächst vier Lokalen mit nur sieben Leuten, nachdem uns eine Autorin sowie ein vielseitiger Künstler verließen und wir einen Kollegen aus Hilden schließlich bitten mussten, der Aktion fernzubleiben. Doch schon kurz später wurden die Abgänge ersetzt, sodass die Gruppe inzwischen 20 ständig aktive sowie 10-15 sporadisch aktive Mitglieder zählt. Insoweit hat die Aktion auch der Gruppe an sich genutzt, die sich andererseits mit 1a – Ausstellungen revanchiert. Die verlangen von den Beteiligten immer wieder ein zielgerichtetes Arbeiten unter den jeweiligen Mottos, haben jedoch unterdessen ebenso zu einer Qualitätssteigerung der Mitglieder der Gruppe geführt. Wenn ich einmal zu meiner Person rekapitulieren darf, hat mir zu Beginn eine Trilogie meines Gesamtwerks durchaus gereicht. Im Gegenteil, ohne dieses fertige Werk hätte ich die Gruppe erst gar nicht gegründet. Stattdessen hat die Gruppe mich nun dazu gepuscht, zunächst einen DIN-A 4 Bildband über die Stadt sowie ein Kompendium meines Gesamtwerks herauszugeben. Im Anschluss hat sie mich dazu getrieben, aus der Trilogie mit weiteren Texten eine Tetralogie zu erstellen und daneben vier neue Werke aus dem Boden zu stampfen, so unter anderem einen Band mit Kurzgeschichten und 15 kurzen Krimis aus Langenfeld. Dass ich daneben noch ein Mottenmodell fertige, Fotos präsentiere und auch sonst ordentlich Blödsinn anstelle, sei einmal nur am Rande notiert. Falls jemand also wissen möchte, ob ich die Gruppe leite oder die Gruppe mich führt, die Antwort ist offensichtlich.

Doch ebenso haben die meisten der beteiligten Maler, Musiker, Autoren, Fotografen und Bildhauer von der Gemeinsamkeit profitiert. Da mag ein jeder einmal für sich überlegen, wo er ohne die Gruppe und ohne die Herausforderungen mit ständig neuen Ausstellungen und Aktionen denn stände. Mit fug und recht darf man deshalb die Aktion „Kunst statt Leerstand“, für unsere Gruppe im Übrigen eine Idee des Malers Peter Pietralzcyk, sowohl für die Stadt als auch gleichfalls für die beteiligten Künstler als einen „Zugewinn Ohnegleichen“ bezeichnen. Und wenn ich mir ansehe, dass die eher im Elfenbeinturm beheimatete Künstlervereinigung inzwischen die Jugendmusikschule für gemeinsame Aktionen (oder die Rock AG für gemeinsame Plakate) ins Boot holt, dürfen wir uns über die von uns ausgehenden Ideen zum „Crossover“ im Besonderen freuen.

„Crossover“, nicht nur der tiefe Beweggrund unserer gemeinsamen Aktionen, sondern anlässlich unseres einjährigen „Kunst statt Leerstand“-Jubiläums auch der Titel der aktuellen Ausstellung mit Malerei, Bildhauerei, Modelbau, kinetischen Objekten, Fotografie und Literatur. Der „Sagenhaft“ funktionierte Umzug mit der Ausstellung „Märchenhaft“ aus dem Erdgeschoss des Karrees hatte uns zwar vor Probleme gestellt, doch sind wir mittlerweile in unserem neuen Domizil angekommen und haben uns der Herausforderung des neuen Lokals mit Bravour gestellt. Denn wenn ich das Feedback der Besucher richtig deute, freut man sich mit uns über nicht nur das Wachsen der Ausstellungsfläche von ehemals 160 qm auf nur 400 qm, sondern zugleich über die neue Vielseitigkeit der Ausstellungen sowie die Möglichkeiten, die sich der Gruppe nunmehr bieten. Bleibt mir, an dieser Stelle den Wunsch zu äußern, dass uns dieses schöne Lokal noch möglichst lange erhalten bleiben möge.

Zugleich möchte ich hier die Gelegenheit nutzen, auf unser einjähriges Engagement in den Rheinischen Kliniken verweisen zu dürfen. Die Klinikleitung hat sich nämlich ob unserer Qualität drei Ausstellungen in 2015 von uns erbeten, deren erste „Vier Elemente“ am Monatsende auslaufen wird. Die folgende Ausstellung ist bereits in Planung und wird über die Presse rechtzeitig angekündigt werden. Öffnungszeiten dort im Hauptgebäude sind die üblichen Bürozeiten von Montags bis Freitags. Nicht verschwiegen sei des Weiteren unser „Grünes Sofa“ im Haus Arndt, dass neben aller Arbeit mit „Kunst statt Leerstand“ aus der Taufe gehoben wurde. Soeben feierten im kleinen Saal unter dem Dach des Gasthauses 33 Zuhörer das erste Buch „Symphonie in Moll“ unseres ältesten Mitgliedes Annemarie Nigge. Bliebe zu guter letzt noch der Hinweis auf die Veranstaltung am nächsten Samstag hier im Karree. Mit einer kleinen Feier wird die Fertigstellung des Mottenmodells begangen werden, welches in nur kurzen fünfzehn Tagen entstanden sein und deshalb den würdigen Rahmen für die Vorstellung der Stadtkrimis unter dem Titel „Kurze Fuffzehn“ bieten wird. Drei Krimis werden dazu gelesen, nämlich „Der Tote im versunkenen Schloss“, welcher in eben dieser Burg von unserer Welt scheiden muss, „Der Tote im Further Moor“ sowie der „Der Tote auf Haus Graven“. Beginn der Sonder-Veranstaltung in der Reihe „Das Grüne Sofa“ wird gegen 14 Uhr 30 sein und alle Interessenten sind herzlich willkommen. Derzeit wird das Buch von Helmut Dunkel vorbereitet, der mit dem Musiker Peter Plattke zu den Gründungsmitgliedern der „IG-KLM“ gehörte. Und damit darf ich an den Musiker Peter Plattke übergeben, der unsere kleine Veranstaltung heute musikalisch untermalen wird. Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit.

Das Bild im Lokalkompass

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